«Ich habe einen Riesenschaden, und das wissen wir alle, aber es ist mir scheissegal, weil ich im Gegensatz zu den anderen ehrlich bin»: Die deutsche Rapperin Katja Krasavice (30) spricht immer offen über ihre Schönheitseingriffe. Jetzt legte sie sich zum vierten Mal für ihre Nase unters Messer. Und berappte dafür satte 17'000 Euro.
«Ich bin für diese OP extra nach München geflogen, weil ich lieber für Qualität mehr zahle und in Deutschland operiert werde, anstatt im Ausland», sagt sie zu ihren Instagram-Followern. «Ich musste jede Auslands-OP von mir mindestens einmal korrigieren lassen.»
Letzte Nasen-OP in der Türkei
So auch bei der Nase. «Die OP davor fand in der Türkei statt, das Ergebnis hat mir nicht gefallen, weil die Nase breiter war als vorher», erzählt Krasavice der «Bild». «Jetzt war ich in einer Münchner Klinik. Sie haben mir ein Stück Rippe entnommen und damit meine Nase geformt. Das mit der Rippe hat höllisch wehgetan.» Der Eingriff selbst dauerte gemäss Krasavice sieben bis acht Stunden.
So ein Eingriff mit Verwendung von Rippenmaterial sei alles andere als unüblich, stellt der Zürcher Schönheitschirurg Christian Köhler (53) klar. «Bei Korrektureingriffen, so wie in diesem Fall, ist es heute fast Standard, dass man dann ein Stück der Rippe benutzt», sagt er zu Blick. Die Rippe selbst bleibe dabei erhalten. «Die bleibt stabil. Bei Frauen nimmt man via Brustumschlagsfalte ein Stück vom Knorpel weg. Am Ende bildet sich da neues Füllgewebe.»
Knorpel in der Nase kann sich noch verschieben
Auch bei Eingriffen am Ohr, am Kinn und beim Aufbau von einer grösseren Nase werde oftmals Material von der Rippe verwendet. «Und interessanterweise hat die frühere Swiss Penis Klinik auch für Penisrekonstruktionen Rückenknorpel verwendet. Aber das kommt eher selten vor», so Köhler. Grundsätzlich verwende man als Erstes den Knorpel von den Ohren, wenn es um kleinere Defekte geht. «Oder es gibt auch Fremdknorpel, den man fertig kaufen und einsetzen kann. Aber am besten ist natürlich körpereigenes Material.»
Die Rippenentnahme bringt zusätzliche Risiken mit sich. «Ich habe dann natürlich den Schnitt unter der Brustfalte», erklärt Köhler. Das könne hinterher schmerzen oder in seltenen Fällen Verletzungen verursachen. Das grösste Problem sei aber ein anderes: «Es dauert rund zwei Jahre, bis man das Endergebnis sieht. Und der Knorpel in der Nase kann sich auch noch verschieben, dann muss man erneut korrigieren.»
Krasavices erste Nasen-OP fand im Alter von 18 Jahren in Tschechien statt. Weil sie nicht zufrieden war, folgte 2019 der zweite Eingriff. 2024 legte sie sich für die Nase nochmals unters Messer. Und jetzt erneut. Über 70'000 Euro gab die Musikerin gemäss eigenen Angaben für Beauty-Eingriffe aus: von Brazilian Butt Lift und Lippenbehandlungen über Hyaluron bis hin zur Behandlung mit Nervengift.