«Kein Bedürfnis mehr nach Bestätigung»
«King Kong»-Star Jessica Lange spricht übers Älterwerden

Mit 77 Jahren gibt Jessica Lange, die einst das Handwerk in Paris erlernte, ein überraschendes Comeback vor der Kamera.
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Jessica Lange wusste früh, was sie mal werden will.
Foto: imago images/Everett Collection

Darum gehts

  • Jessica Lange hat in grossen Filmklassikern mitgespielt
  • Heute braucht sie nicht mehr so viel Zustimmung und bestätigung
  • Überraschend ist jedoch ein Comeback geplant
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Dominik Hug
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Sie entstamme einer Zeit, in der sich Frauen noch keine Gedanken über Beruf und Karriere machen sollten, sagt Jessica Lange über ihr ­Aufwachsen in den 1950er- und 1960er-Jahren. Trotzdem wusste sie schon früh, was sie mal werden wollte. Und ging für ­ihren Traum, Schauspielerin zu sein, nach Paris, um dort Unterricht zu nehmen.

Nach ihrer Rückkehr in die USA gab sie schon bald ihr ­Kinodebüt – an der Seite eines Monsters! Der Film «King Kong» wurde ein Riesenhit. Und auch die folgenden Filme «Wenn der Postmann zweimal klingelt» mit Jack Nicholson (89) und «Tootsie» mit Dustin Hoffman (89) gelten inzwischen als Klassiker.

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Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Zur selben Zeit wurde Jessica Lange Mutter. Nur ein Jahr nach der Geburt trennte sie sich vom Vater des Kindes, dem russischen Balletttänzer Mikhail Baryshnikov (78), denn sie hatte sich in den Schriftsteller Sam She­pard (1943–2017) verliebt, den sie bei den Dreh­arbeiten des Dramas «Frances» kennengelernt hatte. Fast dreissig Jahre blieben sie zusammen, und Lange gebar noch zwei Kinder.

Sie liebt das Fotografieren

Dank Shepard entdeckte die Schauspielerin ihre Leidenschaft fürs Fotografieren. Sie veröffentlichte mehrere Fotobände und zeigt ihre Bilder auf der ganzen Welt in Ausstellungen. Sie dreht auch weiterhin Filme – zu den unvergesslichsten gehören «Kap der Angst» mit Robert De Niro (83) und «Tausend Morgen» mit Michelle Pfeiffer (68).

In den letzten zwei Jahrzehnten nahm sie es allerdings etwas ruhiger. «Mit dem Älterwerden entwickelt man ein starkes Selbstgefühl, was zu ­einer Gleichgültigkeit gegenüber der Meinung anderer führt», erklärt sie. «Es gibt kein Bedürfnis mehr nach Zustimmung oder Bestätigung.» Was Jessica Lange auch gar nicht mehr nötig hätte. Mit zwei ­Oscars, fünf Golden Globes und drei ­Emmys zählt sie längst zu den am meisten ausgezeichneten Schauspielerinnen überhaupt.

Dennoch wagte sie 2011 ­etwas Neues. Sie machte bei «American Horror Story» mit, war damit erstmals in einer TV-Serie zu sehen – was ihr viele neue, vor allem junge Fans bescherte. 2015 stieg sie bei der Erfolgsserie aus. Ende November soll Jessica Lange in der 13. Staffel ein überraschendes Comeback feiern.

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