«Ich will kein ‹Schätzchen› sein»
Uschi Glas zieht gegen Hassmails vor Gericht

Die Schauspielerin (80) ist entsetzt ob der Wut in den Mails, die sie täglich erreichen. Für eine Absenderin dieser Hassmails gibt es nun strafrechtliche Folgen. Uschi Glas ist erschüttert vom Hass und der Gewalt dieser Nachrichten.
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Die Schauspielerin (80) ist entsetzt ob der Wut in den Mails, die sie täglich erreichen.
Foto: Bayerischen Rundfunk (Bildschirmfoto)

Darum gehts

  • Uschi Glas erhält Hassmails wegen ihrer direkten Art und Aussagen
  • Eine Täterin wurde verurteilt und übernahm Gerichtskosten
  • Glas berichtet über Tausende Hass-E-Mails voller Gewalt und Wut
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Jaray FofanaRedaktorin People

Die deutsche Schauspielerin Uschi Glas (80) sprach in der ARD-Sendung «Im Gespräch» am 3. Januar offen über die Anfeindungen, denen sie ausgesetzt ist.

Die dreifache Mutter erzählte, dass sie wegen ihrer unverblümten Aussagen täglich Dutzende hasserfüllter E-Mails erhalte: «Es hat mich schon irritiert, wie viel Wut und Gewalt darin steckt.» Auf anwaltlichen Rat leitete sie ein Verfahren ein. Eine Frau wurde daraufhin verurteilt und musste neben den Gerichtskosten auch Uschis Glas Anwaltskosten übernehmen. Nach der Revision entschuldigte sich die Verurteilte. «Sie konnte mir dabei nicht einmal richtig in die Augen schauen.» Glas sagte weiter: «Beim nächsten Mal überlegt sie sich hoffentlich: Oh, das war teuer, das mache ich nicht mehr.»

Provokant und taktlos

Diese Direktheit hat einen konkreten familiären Hintergrund. Ihre Mutter sei Hausfrau gewesen und habe «für alles, was sie sich gewünscht hat, meinen Vater fragen müssen». Glas habe sich auf keinen Fall unterwerfen wollen und ein «Schätzchen» sein – also jemand, der sich anpasst, «einfach lieb» ist und sich fügt. «Ich wollte ganz früh meinen eigenen Kopf haben dürfen», erklärt sie. Sie wusste von Anfang an, dass sie nicht einfach heiraten wollte – ihr Traum war es, Schauspielerin zu werden. Doch es war ein geheimer Traum, denn weder ihr Vater noch ihre Mutter unterstützten diesen Weg.

Provokant und taktlos

Ob bei der Verwendung des N-Wortes in der WDR-Talkshow «Kölner Treff» oder bei ihrer Kritik an der Letzten Generation – immer wieder sorgt Glas für Gesprächsstoff. Mit ihrer polarisierenden Art steht sie jedoch nicht allein da. Auch andere prominente Persönlichkeiten ecken regelmässig an: Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk (75) wird häufig für taktlose oder politisch unkorrekte Äusserungen kritisiert. Und beim Comedian Oliver Pocher (47) stellen viele seinen Humor grundsätzlich infrage – seine Witze werden oft als provozierend empfunden.

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