«Frauen wussten, was sie erwartet»
Harvey Weinstein schockt mit Ekel-Interview aus Knast

Harvey Weinstein sorgt für Entsetzen: Der verurteilte Sexualstraftäter gibt ein Interview aus dem Gefängnis und behauptet, seine Opfer hätten gewusst, was sie erwartet.
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Gibt ein fragwürdiges Interview aus dem Knast: Harvey Weinstein.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Harvey Weinstein (73) gibt schockierendes Gefängnisinterview, streitet Vorwürfe ab
  • Über 100 Frauen, darunter Paltrow und Jolie, erheben Missbrauchsvorwürfe
  • 2023 zu 16 Jahren Haft verurteilt, neue Verhandlung in Jessica-Mann-Fall
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Fynn MüllerPeople-Redaktor

Harvey Weinstein (73) schockt mit seinem ersten grossen Interview aus dem Gefängnis. Der Ex-Filmmogul, der 2023 in Kalifornien wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde, weist im Gespräch mit dem «Hollywood Reporter», die ihn im Knast besucht haben, weiterhin alle Anschuldigungen zurück.

Unter anderem behauptet Weinstein: «Was ich falsch gemacht habe, war keine sexuelle Belästigung. Es war Untreue gegenüber meiner Ehefrau.» Der Fall um Schauspielerin Jessica Mann, die Weinstein beschuldigt, sie 2013 in einer Hotelsuite vergewaltigt zu haben, wird in wenigen Wochen neu verhandelt.

Schamloses Machtgefälle

Seit den Enthüllungen der «New York Times» im Oktober 2017 haben über 100 Frauen Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen Weinstein erhoben. Prominente wie Gwyneth Paltrow (53) und Angelina Jolie (50) sprachen offen über ihre Erlebnisse, während weitere mutmassliche Opfer wie Miriam Haley (49) Gerichtsverfahren anstrengten. Haley beschreibt ein Machtgefälle, das Weinstein schamlos ausnutzte, um Frauen zu missbrauchen.

Weinstein bleibt uneinsichtig. Auf die Frage nach den Vorwürfen seiner Opfer sagte er: «Hauptsächlich, weil es um Geld geht. Eine Frau hat eine halbe Million Dollar bekommen. Eine andere drei Millionen. Alles, was man tun musste, war ein Formular auszufüllen, in dem stand, dass ich sie sexuell missbraucht habe.»

«Frauen wussten, was sie erwartet»

Dass viele Frauen, darunter Paltrow, keinerlei finanzielle Entschädigungen erhielten, ignoriert Weinstein. Bereits zu seiner Zeit als mächtiger Hollywood-Produzent galt Weinstein als unantastbar. Bilder zeigen ihn 1998 bei den Golden Globes mit Stars wie Madonna (67), Ben Affleck (53) und Gwyneth Paltrow.

Hinter den Kulissen manipulierte er angeblich junge Schauspielerinnen mit falschen Versprechungen oder Drohungen, ihre Karrieren zu ruinieren. «Ich hatte viele Besucher. Aber es gab einige Frauen, die genau wussten, was sie erwartete», sagt Weinstein im Interview. Für viele Opfer ein weiterer Schlag ins Gesicht. Weiter behauptet Weinstein: «Habe ich einige dieser Frauen erfolglos angemacht? Ja. War ich aufdringlich? Ja. Aber habe ich jemals eine Frau sexuell belästigt? Nein.» 

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