Darum gehts
- Seit 26. Februar ist «Bridgerton» Staffel 4 auf Netflix verfügbar
- Nicola Coughlan kritisiert Fokus auf ihr Aussehen statt Schauspielleistung
- Coughlan distanziert sich von der Body-Positivity-Bewegung trotz grosser Anerkennung
Seit 26. Februar sind alle acht Folgen der vierten Staffel «Bridgerton» auf Netflix zu sehen. Mit dabei ist auch dieses Mal wieder Nicola Coughlan (39), die Penelope Featherington verkörpert. Körper ist dabei das richtige Stichwort, denn dieser steht bei der irischen Schauspielerin immer wieder im Fokus – ganz zu ihrem Missfallen, wie sie in der neuesten Ausgabe der «Elle» erklärt.
Sie erinnert sich an einen Vorfall auf einer Toilette, bei dem eine betrunkene Frau ihr ausführlich erklärte, die Serie «Bridgerton» wegen ihres Körpers geliebt zu haben, was bei Coughlan folgende Gedanken auslöste: «Ich will sterben, ich hasse das so sehr.»
Die Schauspielerin kritisiert die Fokussierung auf ihr Aussehen statt auf ihre schauspielerische Leistung. «Es ist wirklich schwer, wenn man monatelang an etwas arbeitet, seine Familie nicht sieht, sich voll und ganz engagiert und es dann nur darauf ankommt, wie man aussieht – das ist so verdammt langweilig», bilanziert Coughlan.
Wird kein Aushängeschild der Body-Positivity-Bewegung
Für ihre Sexszene in der dritten Staffel der Erfolgsserie wurde Coughlan vielerorts gefeiert. Endlich sei einmal ein Körper zu sehen, der nicht dem klassischen Schönheitsideal entspricht, so der Tenor. Besonders aus der Body-Positivity-Ecke gab es viel Lob für die sinnlichen Aufnahmen eines «echten» Frauenkörpers.
Zu einem Aushängeschild dieser Bewegung wird Coughlan allerdings nicht werden, wie aus dem Interview klar wird. «Was ich manchmal sage und was die Leute nervt, ist, dass ich kein Interesse an Body Positivity habe. Als ich aufgewachsen bin, habe ich nie darüber nachgedacht. Ich habe bei Schauspielern nie über ihre Körper nachgedacht. Also ist mir das eigentlich egal.»