Darum gehts
- James Van Der Beek und Eric Dane starben an Krebs und ALS
- Van Der Beek verdiente bei «Dawson's Creek» bis zu 175'000 Dollar
- Gofundme-Kampagne für beide Familien eingerichtet
Millionen von Leuten weltweit verfolgten James Van Der Beek (†48) in «Dawson's Creek» und Eric Dane (†53) als Dr. Mark Sloan in «Grey's Anatomy» über Jahre hinweg im TV. Die Millionen sammelten sich somit nicht nur vor den TV-Geräten, sondern auch auf den Bankkonten. Und doch starteten die Familien der beiden kürzlich verstorbenen Schauspieler nach deren Ableben online einen Spendenaufruf. Wie kann das sein?
Der an Darmkrebs verstorbene Van Der Beek war während fünf Jahren (1998–2003) bei «Dawson's Creek» zu sehen, soll er gemäss US-Medien erst 35'000 Dollar pro Folge, später 175'000 Dollar verdient haben. Ein hübsches Sümmchen, wovon jedoch gut die Hälfte für Agenten, Manager, Anwälte und Steuern draufgingen. Eric Dane – er litt an ALS – soll für seine «Grey's Anatomy»-Auftritte um die 100'000 Dollar pro Folge erhalten haben, auch bei ihm kamen die oben genannten Abzüge zum Tragen.
Während die «Friends»-Stars wie beispielsweise Jennifer Aniston (57) jährlich 20 Millionen Dollar an Tantiemen erhalten sollen, war dies bei Van der Beek nicht der Fall. Grund dafür war sein «schlechter Vertrag», wie er bereits 2012 gegenüber today.com erklärte. Bei einer erneuten Ausstrahlung der Serie verdient er keinen Rappen. Van Der Beek hielt sich mit kleineren Rollen und Teilnahmen in US-amerikanischen Shows wie «Let's Dance» oder «The Masked Singer» über Wasser. Dennoch kämpfte er mit finanziellen Problemen, hatte 2021 hohe Steuerschulden.
Mussten sie ihre ALS- und Krebsbehandlungen selbst berappen?
Was den beiden Schauspielern das finanzielle Genick gebrochen haben dürfte, ist das amerikanische Gesundheitssystem. Dieses kennt bekannterweise keine obligatorische Krankenversicherung wie die Schweiz. Arbeitnehmende sind oft durch ihren Arbeitgeber versichert, fällt der Job weg, so auch der Versicherungsschutz. Schauspieler gelten meist als selbstständig, sind lediglich projektbezogen versichert. Dazwischen müssten sie auf eine private Versicherung umsteigen, deren Prämien jedoch mehrere Hundert bis über tausend Dollar pro Monat betragen können. Wie es genau um den Versicherungsschutz der beiden Schauspieler steht, ist nicht offiziell bekannt, doch es klingt so, als hätte zumindest Van Der Beek keinen gehabt.
«Die Kosten für James' medizinische Versorgung und den langwierigen Kampf gegen den Krebs haben die Familie finanziell ruiniert», heisst es daher in der Gofundme-Kampagne der Van Der Beeks, bei der bisher über 2,7 Millionen Dollar zusammengekommen sind. Damit wurde das ursprüngliche Ziel von 1,5 Millionen Dollar beinahe verdoppelt. Für das bei der Dane-Familie angepeilte Ziel von einer halben Million Dollar fehlen derzeit noch einige Zehntausend Dollar.