Darum gehts
- Brigitte Bardot vermachte La Madrague ihrer Tierschutzstiftung, nicht Partner Bernard d'Omale
- Die Stiftung tauschte die Torschlösser aus, als d'Omale abwesend war und sperrte ihn aus der Villa
- Stiftung verweist auf notarielle Sechsmonatsfrist und Interessenkonflikt im Verwaltungsrat
Bernard d'Ormale (85) und Brigitte Bardot (†91) waren 34 Jahre liiert. Seit 34 Jahren wohnte d'Ormale in Bardots Villa La Madrague bei Saint-Tropez. Als die Ikone im Dezember 2025 verstarb, vererbte Bardot ihr Anwesen ihrer Stiftung für den Tierschutz.
Von einem Tag auf den anderen sollte Bernard d'Ormale die Villa, die er über drei Jahrzehnte sein Zuhause nannte, verlassen. Monatelang stritt der Senior mit der Stiftung um das Erbe seiner verstorbenen Partnerin, wohnte trotz Räumungsaufforderung im Januar weiterhin in La Madrague. Jetzt hat die Stiftung Nägel mit Köpfen gemacht und zu einer drastischen Massnahme gegriffen: Während Bernard d'Ormale nicht daheim war, tauschte man kurzerhand die Schlösser am Tor aus, d'Ormale hatte bei seiner Rückkehr keinen Zutritt mehr zur Villa.
«Interessenkonflikt»
Gemäss der Nachrichtenagentur AFP gibt d'Ormales Anwältin Aurélie-Caroline Vieugué zu, dass ihr Klient die ihm gesetzte Frist von sechs Monaten nicht eingehalten habe. Die Stiftung beharrt währenddessen darauf, im gesetzlichen Rahmen gehandelt zu haben. Bernard d'Ormale sei zudem Verwaltungsratsmitglied der wohltätigen Organisation. Gemäss Stiftungspräsident Max Guazzini kann er deshalb nicht im Haus einer Stiftung wohnen. Man spricht in der Stiftung von einem «Interessenkonflikt».
«Brigitte hat notariell beglaubigt, dass die Bewohner von La Madrague innerhalb von sechs Monaten nach ihrem Tod ausziehen müssen. Wenn wir diese Situation weiterlaufen lassen, riskieren wir eine Strafverfolgung! Was sollen wir denn tun?», sagt Guazzini gemäss «Paris Match». Der aktuelle Konflikt ist nur ein neuer Höhepunkt im Erbstreit zwischen Bernard d'Ormale und Brigitte Bardots Tierschutzorganisation. Vor wenigen Wochen protestierte der Witwer, als die Stiftung um die 300 persönliche Gegenstände von Bardot mit einem Erlös von rund 900'000 Franken versteigerte. Die Hälfte des Geldes ging an die Organisation, die andere an Brigitte Bardots Sohn Nicolas-Jacques Charrier (66). Bernard d'Ormale ging leer aus.