Blick fragt bei Beauty-Doc nach
Ballermann-Star Jürgen Milski hat sich die Brüste verkleinern lassen

Jürgen Milski hat sich unters Messer gelegt. Und zwar für einen Eingriff, den man eher von Frauen kennt: Der Ballermann-Star liess sich die Brüste operieren, da diese zu hängen anfingen. Blick sprach mit einer plastischen Chirurgin über das Thema Brust-OP bei Männern.
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Jürgen Milski hat sich die Brüste operieren lassen.
Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ballermann-Star Jürgen Milski unterzieht sich mit 62 einer Brustverkleinerung
  • Operation kostete 10'000 Euro, dauerte 30 Minuten und war schmerzfrei
  • Experten warnen bei psychischer Instabilität vor Eingriff
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Silja AndersRedaktorin People

Jürgen Milski, bekannt als Ballermann-Star, ist für seine Fitness bekannt – selbst mit 62 Jahren. Doch gegen ein Problem half auch das härteste Training nichts: Seine Brust begann zu hängen, ein typisches Alterszeichen bei Männern. Milski wollte das nicht akzeptieren und entschied sich für eine operative Brustverkleinerung.

Gegenüber «Bild» erklärte er: «Bei mir hatten sich in den letzten Jahren tatsächlich kleine Hängebrüste entwickelt, das störte mich total. Ich konnte trainieren, wie ich wollte, ich bekam sie nicht weg. Und bevor ich noch eine Körbchengrösse für Frauen entwickle, habe ich mich für eine Operation entschieden. Nach acht Wochen kann ich schon jetzt sagen, dass die OP ein Erfolg war! Meine Brust ist wieder flach und straff.»

Zeitaufwand 30 Minuten, Kosten 10'000 Euro

Die OP fand in der Düsseldorfer Praxis des Spezialisten Karl Schuhmann statt. Nach 30 Minuten und einem Minus von 10'000 Euro war der Spuk auch schon vorbei. Über eine Kanüle wurde Milski das überschüssige Fett abgesaugt, die Brustdrüsen beidseitig entfernt und die Haut gestrafft. Milski fügte hinzu: «Es hat nicht wehgetan und ich musste nur kurzzeitig ein Korsett tragen. Jetzt zum Saisonstart auf Mallorca kann ich mich endlich wieder im T-Shirt zeigen, ohne dass da Brüste durchdrücken.»

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Blick fragte bei der plastischen Chirurgin Colette C. Camenisch von der Clinic Beethovenstrasse AG in Zürich nach, wann eine Brustoperation bei einem Mann sinnvoll ist und welche Komplikationen es geben kann. 

Bei psychischer Instabilität rät sie vom Eingriff ab

Wichtig für die Chirurgin ist der Unterschied zwischen der sogenannten Gynäkomastie und der Pseudogynäkomastie. Männer würden häufiger unter Letzterer leiden. «Das bedeutet, dass es sich primär um eine vermehrte Fettansammlung im Brustbereich handelt, die zu einem weiblich wirkenden Erscheinungsbild führen kann. Diese lässt sich in der Regel gut durch eine gezielte Fettreduktion behandeln», erklärt Camenisch. Geschlechterspezifische Unterschiede bei den Risiken der Eingriffe gebe es laut der Expertin nicht, «entscheidend sind vielmehr individuelle Faktoren wie Gewebequalität, Allgemeinzustand und Heilungsverlauf.» Eine Gynäkomastie sei «eine Vergrösserung der männlichen Brust durch vermehrtes Drüsengewebe», wie die Chirurgin erklärt. Dies komme jedoch deutlich seltener vor.

Ist der Leidensdruck genügend gross, empfindet Camenisch es durchaus als sinnvoll, dass ein Mann sich einer Brustoperation unterzieht – «unabhängig von Alter, sei es nach der Pubertät oder auch im fortgeschrittenen Lebensalter. Eine klare medizinische Indikation besteht beim männlichen Brustkrebs. In diesem Fall ist eine Operation zwingend notwendig.» Es gibt aber auch Fälle, in denen die Ärztin Patienten von einem solchen Eingriff abrät: «Ich rate von einer Operation ab, wenn Patienten unrealistische Vorstellungen vom Ergebnis haben oder wenn psychische beziehungsweise physische Instabilität vorliegt. Auch wenn ich im persönlichen Gespräch den Eindruck habe, dass die Motivation für den Eingriff nicht klar oder nicht gesund ist, empfehle ich Zurückhaltung.»

Die plastische Chirurgin erklärt, dass es vor allem zwei Methoden gibt, die bei Männern bei einer Brustoperation zum Einsatz kommen. «Liegt beispielsweise eine vermehrte Fettansammlung vor, kommt in der Regel eine Liposuktion zum Einsatz. Handelt es sich hingegen um eine echte Drüsenvergrösserung, ist eine operative Entfernung des Drüsengewebes, also eine Exzision, erforderlich. Manchmal auch eine Kombination von beidem.»

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