Bizarrer Fall in Spanien
Schauspielstar zeugt Kind mit Sperma ihres toten Sohnes

Die spanische Schauspielerin Ana Obregón (71) hat den letzten Wunsch ihres verstorbenen Sohnes Aless (†27) erfüllt: Mithilfe seines eingefrorenen Spermas brachte eine Leihmutter bereits 2023 seine Tochter Ana Sandra in den USA zur Welt.
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Ana Obregón ist in Spanien ein Star, spielte in diversen erfolgreichen TV- und Kinoproduktionen mit.
Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schauspielerin Ana Obregón (71) erfüllt verstorbenem Sohn Wunsch, Vater zu werden
  • Mit eingefrorenem Sperma des Sohnes wurde 2023 Tochter-Enkelin Ana Sandra geboren
  • Leihmutterschaft in Spanien illegal, Geburt erfolgte in den USA
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Diese Geschichte sorgt international für Schlagzeilen, denn sie wirft ethische Fragen auf – und zeigt zugleich die tiefe Liebe einer Mutter und Grossmutter: Die spanische Schauspielerin Ana Obregón (71) hat den letzten Wunsch ihres verstorbenen Sohnes erfüllt: Sie liess mit seinem eingefrorenen Sperma ein Kind zeugen. Heute zieht sie das kleine Mädchen, ihre Enkelin Ana Sandra, wie ihre eigene Tochter auf.

Obregóns Sohn Aless starb 2020 mit nur 27 Jahren an Krebs. Ärzte hatten ihm vor Beginn seiner Chemotherapie geraten, Sperma einzulagern, falls er später Kinder haben wolle. Doch Aless verlor den Kampf gegen den Krebs. Kurz vor seinem Tod soll er seiner Mutter anvertraut haben, dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als Vater zu werden.

«Nun halte ich sie in meinen Armen

Für Obregón war klar: Diesen Wunsch wollte sie erfüllen. «Mein Aless, ich habe geschworen, dich vor dem Krebs zu retten, und ich habe dich enttäuscht. Ich habe versprochen, deine Tochter zur Welt zu bringen, und nun halte ich sie in meinen Armen», schrieb sie auf Instagram.

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Da Leihmutterschaft in Spanien illegal ist, reiste die Schauspielerin in die USA. Dort liess sie nach mehreren gescheiterten Versuchen 2023 mit dem Sperma ihres verstorbenen Sohnes ein Baby zur Welt bringen. Die Leihmutter brachte die kleine Ana Sandra zur Welt, die rechtlich als Obregóns Tochter gilt, biologisch aber ihre Enkelin ist. «Jetzt bin ich eine Mutter-Oma», erklärte sie.

Die Schauspielerin teilt ihr Leben mit Ana Sandra regelmässig auf Instagram. Zum spanischen Muttertag am 3. Mai postete sie zwei Fotos: Eines zeigt sie vor 30 Jahren mit Aless als Baby, das andere mit der kleinen Ana Sandra. Der emotionale Beitrag richtet sich an alle Mütter, die ihre Kinder verloren haben: «Mein Herz geht zu allen Müttern, die ihre Engel im Himmel haben. Diejenigen, die ihre Tränen mit einem Lächeln schlucken, um zu überleben.»

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Obregón hat das Kinderzimmer ihres Sohnes seit seinem Tod unverändert gelassen. Auch das Bettchen von Ana Sandra steht nun dort. «Ich möchte, dass sie sich ihrem Vater nahe fühlt», erklärte sie dem Magazin «¡Hola!». Sie plane, der Dreijährigen eines Tages alles zu erzählen, wenn sie alt genug sei.

«Sie ist der Engel, der meine Dunkelheit erhellt»

Für Obregón sei Ana Sandra ein Trost in ihrer Trauer. «Wenn ich sie in den Armen halte, ist es, als würde ich dich wieder in den Armen halten», schreibt sie an ihren verstorbenen Sohn gerichtet. «Sie ist der Engel, der meine Dunkelheit jede Sekunde erhellt.»

Die Geschichte von Ana Obregón und ihrer Enkeltochter sorgt nicht nur in Spanien, sondern weltweit für Diskussionen. Während die einen ihre Entscheidung bewundern, sehen andere darin ethische Herausforderungen.

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