Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama (†97) ist tot. Wie ihr Unternehmen jbestätigte, starb Kusama am 14. August im Alter von 97 Jahren in einem Tokioter Spital. Kusama prägte die Kunstwelt mit ihren charakteristischen Polka-Dots.
In der zeitgenössischen Kunstszene ist Kusama hoch angesehen, gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Nachkriegszeit. Die Motive ihrer Bildern erinnern häufig an Netze oder Wirbel, besonders häufig nutzte sie Punkte in ihrer Kunst, die schliesslich zu ihrem Markenzeichen wurden. Kusama malte auf Leinwand oder kreierte psychedelisch anmutende Installationen aus Glitzerkugeln und Lichtpunkten.
Kunst als Überlebensstrategie
Kusamas Werke wurden weltweit ausgestellt, Ende 2025 etwa war eine Retrospektive der Künstlerin in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu sehen. Die Ausstellung zählte insgesamt 274'374 Besucherinnen und Besucher.
Kusama wuchs in einer wohlhabenden bürgerlichen Familie im japanischen Matsumoto auf. Ihre Jugend im Elternhaus war von Strenge und Autorität geprägt. In ihrer Kunst verarbeitete Kusama später Ängste, Halluzinationen und verstörende «Visionen», die sie von Kindheit an begleiteten. Ihre Kunst wurde für sie zur Überlebensstrategie.