Darum gehts
- Armin Mueller-Stahl feierte Erfolge sowohl in der DDR als auch in der BRD und in Hollywood
- Heute malt er gerne, ist auch mit 95 Jahren noch regelmässig an Veranstaltungen
- Seine Gabriele schaut, dass er nicht im Altersheim schmort
Er ist der einzige deutsche Schauspielgigant, der sowohl in der DDR als auch in der BRD und im Hollywood-Olymp triumphierte. Doch wer glaubt, Armin Mueller-Stahl würde heute, mit 95 Jahren, im Schaukelstuhl Däumchen drehen, kennt den kreativen Macher schlecht. Sein Lebensmotto fasst er treffend zusammen: «Da, wo die Schauspielerei aufhört, beginnt das Schreiben. Da, wo das Schreiben aufhört, beginnt die Malerei. Und da, wo die Malerei aufhört, beginnt die Musik.»
Unvergessen bleiben seine Filmmeilensteine: Als strenger Vater im Drama «Shine – Der Weg ins Licht» lieferte er eine denkwürdige Leistung ab, die ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Unnachahmlich verzauberte er das Publikum zudem als Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann im TV-Epos «Die Manns – Ein Jahrhundertroman».
Leidenschaftlicher Maler
Heute hat der gebürtige Ostpreusse aus Tilsit – das nichts mit unserem Käse zu tun hat – die Filmkameras gegen Pinsel und Staffelei getauscht. Schliesslich gilt für ihn: «Zu malen ist eine kreative Lust, die Lebensfesseln loszuwerden.» Öffentliche Auftritte absolviert er nach wie vor mit Vorliebe im Kunst- und Kulturbereich – etwa bei Ausstellungseröffnungen oder Ehrungen. Erst vor wenigen Wochen wurde ihm der Film-Ehrenpreis «Goldene Henne» verliehen. Mueller-Stahl hat inzwischen einen ganzen goldenen Zoo an Preisen – mit Bambi, Leopard, Bär und Ochsen.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
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Privat verläuft sein Leben in beneidenswert beständigen Bahnen: Seit 1973 ist er mit der Hautärztin Gabriele Scholz (75) verheiratet. Gemeinsam mit Sohn Christian (52) bilden sie das Herz der Familie, die vorzugsweise an der geliebten Ostseeküste lebt. «Ich bin einer der seltenen Ausserirdischen, die eine glückliche Ehe führen», sagte er jüngst in einem Interview. «Ich verdanke Gabriele, dass ich nicht in irgendeinem Altersheim schmore. Sie achtet darauf, dass ich gesund lebe, sie macht gesundes Essen.» Zwar war er vor einigen Jahren wegen eines Herzleidens im Spital, zeigt sich jedoch weiterhin voller schöpferischer Energie. Und falls er dann mal gehen sollte, hofft er, «dass wenigstens ein Stiefmütterchen auf mir blüht».