Bernie Sanders probiert es erneut: Der US-Senator will für die Präsidentschaft kandidieren. Dies kündigte er in einem Radiointerview an.
Der parteilose Senator hatte sich bereits um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2016 beworben und war bei den Vorwahlen an Hillary Clinton (71) gescheitert. Sanders ist für seine linken politischen Forderungen bekannt.
Vom Protestkandidaten zum Favoriten
Sanders geht als einer der Favoriten ins Rennen um das Präsidentenamt. 2016 galt der Politiker, der im Senat der Fraktion der Demokratischen Partei angehört, noch als Protestkandidat.. Heute zählt er laut «CNN» zu einem der beliebtesten Politikern unter demokratischen Wählern.
Den bevorstehenden Wahlkampf wolle er mit einem «Glauben an Gerechtigkeit, an Gemeinschaft, an Basispolitik» bestreiten, sagte der linksgerichtete Politiker. Sein Ziel sei es, den Republikaner Donald Trump aus dem Weissen Haus zu vertreiben. Sanders kritisierte den gegenwärtigen Amtsinhaber als «rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich».
Der linksgerichtete Senator Sanders war in der Wahlauseinandersetzung 2016 zu einer Art Ikone vor allem junger Wähler geworden. Viele seiner Anhänger sind überzeugt, dass er Trump bei der Wahl besiegt hätte. Allerdings gibt es in der Partei nun auch kritische Stimmen, die hinterfragen, ob die Demokraten wirklich mit einem weissen Mann Ende 70 bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten.
Mehrere Demokraten haben Kandidatur bereits bekanntgegeben
Sanders ist parteilos, stimmt im Senat aber mit den Demokraten. Sich selbst bezeichnet er als demokratischen Sozialisten. Er tritt ein für mehr soziale Gerechtigkeit und präsentiert sich gerne als Kämpfer gegen die Macht von Grosskonzernen, Banken und Lobbyisten.
Der 77-Jährige vertritt den Bundesstaat Vermont. In den vergangenen Wochen hatten bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung für die Kandidatur der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl bekannt gegeben.
Die kommenden parteiinternen Vorwahlen der Demokraten beginnen Anfang 2020 in Iowa. Bei den Republikanern hat bislang nur Amtsinhaber Donald Trump erklärt, dass er wieder antreten wird. (SDA/rey/kin)