Netze zu bauen und zu unterhalten, kostet sehr viel Geld. Darum gibt es in jedem Gebiet nur einen Anbieter. Das ist sinnvoll – schützt aber nicht vor hohen Preisen.
Trotzdem dürfen die Netzbetreiber nicht verlangen, was sie wollen. Sie dürfen maximal ihre nachgewiesenen Kosten decken plus einen angemessenen Gewinn. Dieser Gewinn wird mit dem WACC-Zinssatz berechnet: Ist er zu hoch, werden die Leitungen quasi vergoldet. Ist er zu niedrig, riskiert man, dass die Unternehmen das Interesse am Geschäft verlieren.
Genau das war das Problem: Jahrelang war der WACC-Satz zu hoch. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen und uns für eine Senkung eingesetzt. Der Bundesrat hat reagiert und die Berechnung des WACC angepasst.
Das zeigt Wirkung: 2026 zahlen wir rund 124 Millionen Franken weniger für die Stromnetznutzung. 2027 sinkt der Zins nochmals – weitere rund 34 Millionen Franken bleiben uns erspart. Gute Nachrichten für Haushalte und Wirtschaft.
Und es wäre noch mehr drin: Stromnetze sind Monopole. Konsumenten können nicht ausweichen, die Einnahmen sind garantiert. Das Risiko, mit Investitionen Geld zu verlieren, ist entsprechend klein – der Zins sollte also weiter sinken.