Die schwarze Katze
Überquert dir eine schwarze Katze den Weg, soll sie Unglück bringen. Dieser Glaube stammt noch aus dem Mittelalter, als schwarze Katzen als Diener der Hexen betrachtet und verfolgt wurden. Um grösseres Unglück abzuwenden, solltest du drei Steine über die Spur der Katze werfen oder auf einen Stein spucken.
Rund um die 13
Die 13. Reihe im Flugzeug, das 13. Stockwerk oder die Hausnummer 13 – häufig wird aus Angst vor Unglück auf diese Nummerierung verzichtet. In der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert fanden Pariser Restaurants eine elegante Lösung, wenn sich eine 13-köpfige Gruppe von Gästen unwohl fühlte – es wurde einfach ein 14. Gast engagiert!
Die Zahl «13» gilt im Christentum seit über 2000 Jahren als Unglückszahl. Laut dem Neuen Testament waren 13 Personen beim letzten Abendmahl dabei, wobei der 13. der Verräter Judas war.
Gut zu wissen: Laut der Immobilien-Website «Zoopla» sparst du im Schnitt 4000 Euro beim Kauf eines Hauses mit der Nummer 13.
Scherben
Wann immer du etwas fallen lässt, das zerbricht – freu dich! Früher glaubte man, böse Geister würden von hohen und lauten Geräuschen vertrieben. Deshalb gibt es keine Hochzeit ohne Polterabend, keinen Wein ohne Anstossen und keine Jungfernfahrt eines Bootes ohne zerschlagene Sektflasche.
Salz verschüttet
Wenn du Salz verschüttest, soll dir Unglück widerfahren. Falls dir das trotz Vorsicht passiert, gibt es mehrere Lösungen: Wirf Salz über deine rechte Schulter oder streiche dir Champagner hinters Ohr.
Sternschnuppe
Früher galten Sterne als göttliche Lichtfunken und Sternschnuppen als Dochte, die Engel beim Putzen der Himmelskerzen fallen liessen. Wenn du also eine Sternschnuppe siehst, kannst du auf göttlichen Beistand hoffen. Augen auf!
Der zerbrochene Spiegel …
… lässt auch heute noch vielen einen kalten Schauer über den Rücken laufen – denn dann sollen dir sieben Jahre Unglück drohen. Es sei denn, du kehrst die Scherben erst am darauffolgenden Tag weg. Dann soll sich das Unglück auf sieben Tage begrenzen. Das Spiegelbild steht nämlich für deine Seele und braucht diese Zeit, um wieder zu heilen.
Marienkäfer
Heute gilt vor allem der Marienkäfer als Glücksbringer. Früher wurden jedoch sämtliche Käfer als Glücksträger angesehen – vorausgesetzt, du hast sie mit der linken Hand gefangen und in deiner Hosentasche aufbewahrt.
Kein Entkommen
Jedes Jahr hat mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf einen 13. fallen – bei deiner Ferienplanung solltest du also unbedingt den Kalender konsultieren!
Auf Holz klopfen …
… um drohendes Unheil abzuwenden, hat ebenfalls eine lange Tradition. Holz gilt als Ersatz für den früheren Hausbaum, in dem gute Geister wohnten. Mit dem Klopfen wolltest du Kontakt zu den Geistern aufnehmen und sie um Beistand bitten. Eine andere Theorie besagt, dass du damit böse Geister vertreibst.
Hand vor den Mund
Auch hier spielen böse Geister eine Rolle. Heute gehört es zum guten Ton, beim Gähnen die Hand vor den Mund zu halten. Früher war es eine Schutzmassnahme, damit keine Dämonen durch die Öffnung in dich eindringen konnten. Diese sollten nämlich Wahnsinn oder Geisteskrankheiten verursachen.
Die Hasenpfote …
… gilt seit jeher als Glücksbringer, genauso wie der Fuchsschwanz. Beiden Tieren wurden wegen ihrer beeindruckenden Fähigkeiten magische Kräfte nachgesagt. Der flinke Hase, der im Zick-Zack-Lauf blitzschnell verschwinden konnte, war den Menschen unheimlich. Der Fuchs wurde für seine List und Verschlagenheit bewundert. Durch den Besitz der Pfote oder des Schwanzes wolltest du diese Fähigkeiten auf dich übertragen.
Der Schornsteinfeger
Ein Klassiker: Die Asche in seinem Gesicht sollte Glück bringen. Dieser Glaube stammt aus dem frühen Mittelalter. Damals entstanden häufig Brände durch verstopfte Kamine. Der Kaminfeger sorgte also für Sicherheit in deinem Zuhause.
Die Wissenschaft sagt dazu
Zum Schluss noch die wissenschaftliche Erklärung für Glücks- und Pechbringer: In der Soziologie spricht man von «selbsterfüllenden Prophezeiungen». Dabei beeinflussen Erwartungen dein Verhalten und dessen Ergebnisse. Wenn du also zum Beispiel einen Spiegel zerbrichst, nimmst du darauffolgende Unglücksfälle stärker wahr. Daher unser Tipp: Denk positiv!