Darum gehts
- Amalfi lockt mit Gassen, Meerblick und historischem Charme seit Jahrhunderten
- Dom St. Andreas und Museo della Carta sind kulturelle Highlights
- Anantara Grand Hotel Amalfi bietet spektakulären Ausblick
Amalfi ist ein Ort, der gerade überall auf Instagram, in Reiseführern und Empfehlungen auftaucht. Ich wollte selbst herausfinden, ob der Hype stimmt – ob die schmalen Gassen, die Häuser an den steilen Klippen und das azurblaue Meer wirklich so bezaubernd sind, wie alle sagen.
Klein, aber voller Charakter
Mein erster Eindruck: Verlaufen kann man sich hier kaum. Schon nach den ersten Schritten durch die verwinkelten Strassen wird klar, dass Amalfi klein ist – dafür voller Charakter und Atmosphäre. Als kompaktes Küstenjuwel lässt es sich in kurzer Zeit gut zu Fuss erkunden.
Im Zentrum steht die Kathedrale Sant'Andrea, die mit ihrer imposanten Fassade und der langen Treppe sofort ins Auge fällt. Die Stufen sind ein beliebter Treffpunkt und eines der meistfotografierten Motive des Ortes. Rund um die Piazza sitzen Menschen in Cafés, essen Gelato oder beobachten das lebhafte Treiben. Den Dom von innen zu besichtigen ist ein absolutes Muss und bildet einen ruhigen Kontrast zur Atmosphäre draussen.
Ebenfalls spannend ist das Museo della Carta, das in einer alten Papiermühle untergebracht ist und zeigt, wie hier bereits im Mittelalter Papier von Hand hergestellt wurde. Diese Tradition prägt den Ort bis heute und verleiht ihm weitere historische Tiefe.
Doch auch ohne festes Programm reicht schon ein Spaziergang durch die engen Gassen oder entlang des kleinen Hafens, um Amalfi zu erleben. Kleine Boote schaukeln im Wasser, und immer wieder öffnet sich der Blick auf das tiefblaue Meer. Die kleinen Shops und Restaurants in den Gassen verleihen dem Ort zudem eine warme Atmosphäre.
Ein Hauch von Geschichte: Anantara Grand Hotel Amalfi
Ein Stück oberhalb des Zentrums liegt eine Sehenswürdigkeit für sich: das Anantara Grand Hotel Amalfi, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als Kapuzinerkloster direkt in den Felsen gebaut, ist die historische Substanz bis heute deutlich spürbar: in den alten Mauern, dem Kreuzgang und der ruhigen, fast abgeschiedenen Atmosphäre.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort unterschiedlich genutzt: als Kloster, später als nautisches Institut und heute als Hotel. Trotz dieses Wandels bleibt die besondere Ruhe erhalten, die im starken Kontrast zum lebhaften Treiben an der Küste steht. Man hat das Gefühl, dass das Hotel seine Geschichte nicht abgelegt hat, sondern sie weiterhin mitträgt. Die historischen Räume vermitteln den Besuchern mehr über die Lebensweise der Kapuzinerbrüder und die ursprünglichen architektonischen Besonderheiten.
Besonders eindrücklich ist die Lage selbst: Der Klostergarten mit seinen Zitronenhainen, die Terrasse und der weite Blick über das Meer prägen das Bild. Von hier aus öffnet sich die Sicht über die Dächer der Altstadt und den Hafen. Auch ohne Übernachtung lässt sich die Atmosphäre des ehemaligen Klosters erleben, etwa bei einem Abendessen im hoteleigenen Restaurant Dei Cappuccini. Allein schon wegen der Aussicht und des idyllischen Gartens lohnt sich ein Besuch.
Was von Amalfi bleibt
Nach meinem dreitägigen Aufenthalt bleibt vor allem ein Eindruck: Amalfi wirkt tatsächlich wie eine lebendig gewordene Postkarte. Die Mischung aus engen Gassen, historischen Gebäuden und dem intensiven Blau des Meeres schafft eine Atmosphäre, die gleichzeitig lebendig und idyllisch ist. Gerade diese Kontraste erklären, warum der Ort auf so vielen Reiselisten ganz oben steht.
Mein wichtigster Tipp: eine Reise ausserhalb der Hauptsaison. In den Sommermonaten wird es in den engen Gassen und entlang der Küste schnell sehr voll und hektisch. Besonders am Nachmittag, wenn Tagesausflügler und Kreuzfahrttouristen eintreffen, verliert der Ort einen Teil seiner Ruhe. Im Frühling oder Herbst hingegen zeigt sich Amalfi von seiner schönsten Seite – mit angenehmen Temperaturen und mehr Raum, um den Charme wirklich wirken zu lassen.
Wer die Region intensiver erleben möchte, sollte Amalfi nicht isoliert betrachten, sondern als Teil dieses einzigartigen Küstenabschnitts. Gerade wegen seiner Überschaubarkeit eignet sich das Postkartenstädtchen ideal als Zwischenstopp auf einer Reise entlang der Küste, etwa in Kombination mit Positano oder Ravello. Im Zusammenspiel mit diesen Orten entfaltet das kleine Juwel seinen Reiz und bleibt als stimmungsvoller Teil dieser einzigartigen Küstenregion in Erinnerung.
*Dieser Beitrag entstand im Zusammenhang mit einer Pressereise*