Travel Guide
Alles, was du für eine Reise nach Ägypten wissen musst

Ägypten hat eine neue bedeutende Sehenswürdigkeit erhalten: das Grand Egyptian Museum, das neue Museum zur altägyptischen Kultur. Nichts wie hin – und danach an den Strand. In unserem Travel Guide erfährst du alles Wichtige für eine Reise an den Nil.
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Die Pyramiden von Giseh sind das einzige antike Weltwunder, das die Jahrtausende überlebt hat – alleine für deren Anblick lohnt eine Reise nach Ägypten.
Foto: EvrenKalinbacak - stock.adobe.com

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Direktflüge von Zürich und Genf nach Ägypten verfügbar, teils saisonal
  • Touristen-Visa bei Einreise für 30 Tage erhältlich
  • Reisekosten ab 50 Franken pro Tag, 7-Tage-All-inclusive ab 500 Franken
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Christian BauerReise-Journalist

Anreise: Wie komme ich nach Ägypten?

Mehrere Airlines bringen Reisende aus der Schweiz direkt nach Ägypten. Edelweiss fliegt von Zürich nach Gizeh bei Kairo (Oktober bis März), nach Luxor (Oktober bis Mai), nach Hurghada und Marsa Alam am Roten Meer (ganzjährig) sowie nach Sharm el-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel (September bis Juni).

Kairo wird zudem ab Genf und Zürich von Swiss und Egyptair bedient.

Ab Genf verbindet Easyjet Hurghada, Gizeh (Kairo Sphinx), Marsa Alam und Sharm el-Sheikh direkt mit der Schweiz.

Einreise: Welche Bestimmungen gelten?

Schweizer und EU-Staatsangehörige benötigen ein Visum, das man bei der Einreise problemlos für maximal 30 Tage erhält. Kosten: 30 US-Dollar (Euro werden ebenfalls akzeptiert). Der Pass muss bei der Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein. Nur selten wird der Nachweis einer Hotelbuchung und des Rückflugtickets verlangt. Es ist ratsam, beides ausgedruckt griffbereit zu haben.

Unterwegssein: Wie bewege ich mich vor Ort?

Ägypten ist riesig, und Reisen über Land ziehen sich oft über viele Stunden hin. Für lange Strecken sind Inlandsflüge daher die schnellste Lösung. Die besten Anbieter sind Egyptair und Air Cairo.

Auf der Nilachse zwischen Kairo, Luxor und Assuan verkehren ausserdem Fernzüge mit Schlafwagen. Die Fahrt ist stimmungsvoll, braucht aber viel Zeit. Von Kairo nach Luxor muss man beispielsweise mit 9 bis 10 Stunden rechnen – im Vergleich zu einer Stunde mit dem Flugzeug.

Unterwegs in Städten: Ausser der Metro in Kairo ist das ÖV-Netz für Besucher unübersichtlich. Am unkompliziertesten sind Taxis. Besonders zu empfehlen ist die Taxi-App Uber; dadurch erspart man sich das ermüdende Feilschen um den Fahrpreis.

Tipp: Jegliche Versuche des Uber-Fahrers, den Preis nachzuverhandeln, strikt ablehnen. Eine weitere App-Alternative ist Careem.

Kosten: Wie teuer ist Ägypten?

Ägypten ist spürbar günstiger als die Schweiz, aber längst nicht mehr das absolute Ultra-Schnäppchenland früherer Jahre. Wer individuell reist, sollte mit folgendem Tagesbudget rechnen:

  • Budget: weniger als 50 Franken (einfache Unterkünfte, einfache Restaurants, wenige Eintritte)
  • Mittelklasse: 90 bis 150 Franken (3- bis 4-Sterne-Hotels, Restaurantbesuche, Eintritte zu Sehenswürdigkeiten, einige geführte Ausflüge)
  • Luxus: ab 200 Franken (Luxushotel, individuelle Ausflüge)

All-inclusive-Ferien für 7 Tage inklusive Flug an einer der Beach-Destinationen am Roten Meer findet man schon für weniger als 500 Franken pro Person. Wer an bestimmten Daten fliegen und eine bessere Hotel- und Zimmerkategorie wählen möchte, sollte allerdings ab 800 Franken rechnen.

Stay connected: Telefonieren und surfen mit dem Handy

Roaming in Ägypten mit einer Schweizer SIM-Karte ist teuer. Wer individuell reist und unterwegs auf verschiedene Apps zugreifen möchte, etwa Uber, sollte sich eine lokale Touristen-SIM zulegen. Anbieter sind Vodafone, Orange und WE, die an den Flughäfen eigene Verkaufsstände betreiben. Dort hilft man auch bei der Aktivierung. SIM-Karten mit mehreren Gigabyte Daten gibt es ab 5 Franken.

Eine Alternative ist eine eSIM, die als zweite SIM-Karte auf dem Handy hinterlegt wird. Vor Ort läuft darüber dann der Datenverkehr – also Apps, Whatsapp und Videocalls. Ein bewährter Anbieter ist beispielsweise Holafly.

Stay safe: Wie sicher ist Ägypten?

Ägypten liegt in einer geopolitisch angespannten Region. In der Vergangenheit sind Unruhen in benachbarten Gebieten auch in Form von Anschlägen auf staatliche Einrichtungen nach Ägypten übergeschwappt. Auch Touristen wurden zum Ziel terroristischer Attentate. Der letzte Angriff auf Besucher liegt allerdings schon mehrere Jahre zurück.

Derzeit ist die Lage im Allgemeinen sicher und stabil. Die touristischen Orte gelten als sicher – Polizei und Militär haben ihre Präsenz an den Bade-Destinationen und archäologischen Stätten massiv erhöht. Auf Reisen in die Randgebiete (nördlicher Sinai, Wüstengebiete zu Libyen und Sudan) sollte man verzichten.

Die gängigen Reisesicherheitsregeln sollte man natürlich auch in Ägypten befolgen: Wertsachen im Hotelsafe lassen oder nah am Körper tragen, Taxis über Apps buchen und Warnungen zu No-go-Areas ernst nehmen.

Tipp: Aufdringliche Verkäufer an touristischen Hotspots sind lästig, aber nicht gefährlich – freundlich, klar und knapp zu reagieren, funktioniert meist am besten.

Gesundheit: Worauf sollte ich achten?

Das Klima in Ägypten ist trocken und heiss. Das bedeutet: Die fiesen tropischen Krankheiten aus anderen Teilen Afrikas gibt es hier nicht. Dennoch sollte man seine Grundimpfungen auffrischen; zudem ist eine Hepatitis-A-Impfung sinnvoll. Die Gefahren durch Moskitos sind mässig, dennoch sollte generell auf Mückenschutz geachtet werden. Eine erste Übersicht bietet die Schweizer Infostelle für Reisemedizin.

Das Leitungswasser ist nicht trinkbar. Nur abgepacktes Wasser zu sich nehmen. Speisen und Eis in Getränken in Restaurants sind in der Regel sicher.

Kauderwelsch: Wie verständige ich mich in Ägypten?

Landessprache ist Arabisch; an den touristischen Orten kommt man mit Englisch gut zurecht. Manch ein Händler spricht auch Deutsch.

Was ist die beste Reisezeit?

Für die klassische Ägyptenreise entlang des Nils (Kairo, Luxor und Assuan) gelten die kühleren Monate von Oktober bis April als beste Reisezeit. Dann sind die Temperaturen deutlich angenehmer als im Hochsommer. Dezember bis Februar ist Hochsaison mit den höchsten Preisen.

Die Bade-Destinationen am Roten Meer können ganzjährig bereist werden, wobei im Frühling und Herbst die angenehmsten Temperaturen herrschen. Im Sommer ist es teilweise sehr heiss, während es auch im Winter durchaus etwas frisch werden kann.

Sightseeing: Was sollte ich erlebt haben?

Gizeh-Plateau
Ein Ort, den man einmal im Leben gesehen haben sollte: die Pyramiden und die Sphinx – auch wenn die Besucher in Massen herbeiströmen. Die Cheops-Pyramide ist das letzte erhaltene Weltwunder der Antike; früh am Morgen ist das Licht am schönsten und der Trubel meist noch erträglich.

Grand Egyptian Museum
Die meisten Sehenswürdigkeiten Ägyptens haben 3000 Jahre und mehr auf dem Buckel – mit Ausnahme des Grand Egyptian Museum, das erst letztes Jahr eröffnet wurde. Gezeigt werden die wichtigsten Funde des alten Ägyptens. Highlight sind die Artefakte aus der Grabkammer von Pharao Tutanchamun.

Saqqara
In Saqqara südlich von Gizeh erhebt sich die Stufenpyramide des Djoser, die älteste Pyramide Ägyptens.

Der Karnak-Tempel in Luxor
Die Tempelanlage von Karnak bei Luxor ist neben den Pyramiden der eindrücklichste Bau Ägyptens. In der grossen Halle mit ihren 134 teils 20 Meter hohen Säulen fühlt man sich wie ein Zwerg in einem Riesenwald.

Tal der Könige
Auf der Westseite des Nils bei Luxor liegen die berühmten Königsgräber, die mit ihren 3000-jährigen Fresken beeindrucken und überwältigen. Ebenfalls zu sehen ist die Mumie Tutanchamuns. Nicht verpassen: den terrassenförmigen Totentempel der Hatschepsut.

Tempel Philae bei Assuan
Der kleine Tempel von Philae, der der Göttin Isis geweiht ist, gehört zu den schönsten Anlagen des Südens – schon die Bootsfahrt dorthin ist ein Highlight.

Abu Simbel
Der Felsentempel von Ramses II. ist der berühmteste Tempel Ägyptens. Seine spektakuläre Rettung vor dem Assuan-Staudamm macht ihn umso eindrücklicher: Der komplette Tempel wurde abgetragen und an anderer Stelle wieder errichtet.

Siwa-Oase
Im Westen Ägyptens liegt die Siwa-Oase – ein kleines Paradies mitten in der Wüste: Palmen, restaurierte Lehmhäuser und Salzseen, in denen man schwimmen kann.

Für Schleckmäuler: Was sollte ich probieren?

Koshari
Ägyptens Kultgericht ist ein würziger Mix aus Reis, Linsen, Pasta, Kichererbsen, Tomatensosse und Röstzwiebeln.

Ful medames
Langsam gekochte Favabohnen mit Tahini, Kreuzkümmel, Zitrone und Öl – schlicht, herzhaft und genau richtig zum Frühstück.

Ta’ameya
Die ägyptische Version von Falafel wird aus Favabohnen statt aus Kichererbsen hergestellt.

Mahshi
Gefülltes Gemüse – etwa Zucchini, Auberginen oder Weinblätter – mit Reis, Kräutern und Gewürzen.

Hawawshi
Ein Streetfood-Hit: knuspriges Brot, gefüllt mit würzigem Hackfleisch, Zwiebeln und warmen Gewürzen.

Mezze
Auch in Ägypten liebt man die kleinen Vorspeisen: Hummus, Baba Ghanoush, Falafel, Tabbouleh.

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