Bei der Wahl des Flugoutfits zählt nicht nur der Stil. Auch Bequemlichkeit und Sicherheit spielen eine Rolle. Trotzdem achten viele Reisende vor dem Abflug vor allem darauf, möglichst wenig Platz im Handgepäck zu brauchen oder am Flughafen gut auszusehen.
Die dänische Flugbegleiterin Sille Ridell, die auf Tiktok unter dem Namen «Travel with SilleRydell» Tipps rund ums Reisen teilt, rät bei vier Kleidungsstücken zur Vorsicht. Manche davon dürften auch im Ferienkoffer vieler Schweizerinnen und Schweizer liegen.
1. Flipflops: Bei einer Evakuierung ungeeignet
Flipflops sind im Sommer praktisch und luftig. Im Flugzeug können sie allerdings zum Nachteil werden. Die Füsse können während eines längeren Flugs anschwellen, zudem kann es in der Kabine kühl werden.
Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit: Sollte das Flugzeug in einer Notsituation schnell verlassen werden müssen, bieten Flipflops kaum Schutz. Sie können beim raschen Gehen oder Laufen verrutschen und die Bewegung erschweren. Geschlossene, bequeme Schuhe sind deshalb die bessere Wahl.
2. Kurze Hosen und bauchfreie Tops: Vorsicht vor der Kälte
Am Ferienort ist es vielleicht sommerlich warm, in der Flugzeugkabine kann die Temperatur jedoch deutlich tiefer sein. Wer mit kurzen Hosen und einem knappen Top reist, friert deshalb möglicherweise schon nach kurzer Zeit.
Ridell gibt zudem zu bedenken, dass die Haut bei kurzen Kleidungsstücken direkt mit dem Sitzbezug in Kontakt kommt. Wer das vermeiden möchte, setzt besser auf längere Hosen und ein Oberteil, das den Körper ausreichend bedeckt.
3. Enge Jeans: Bequem ist anders
Skinny Jeans sehen gut aus, können auf einem mehrstündigen Flug aber unbequem werden. Durch langes Sitzen und mögliche Schwellungen an den Beinen kann sich eng anliegende Kleidung besonders unangenehm anfühlen.
Für die Reise eignen sich deshalb Hosen mit einem bequemen Bund und genügend Bewegungsfreiheit. Lockere Stoffhosen oder weiche Jogginghosen sind eine mögliche Alternative. Wer zu Schwellungen neigt, sollte ausserdem regelmässig die Füsse bewegen und, wenn möglich, zwischendurch aufstehen.
4. Nur ein dünnes Oberteil: Die Temperatur kann täuschen
Auch wer in ein warmes Land fliegt, sollte nicht allein auf die Wetterprognose am Ferienort setzen. In der Kabine kann es kühl sein, selbst wenn draussen sommerliche Temperaturen herrschen.
Die Flugbegleiterin empfiehlt deshalb, zusätzliche Kleidung mitzunehmen. Ein Pullover oder eine leichte Decke lässt sich bei Bedarf überziehen und später wieder verstauen. Besonders praktisch ist das Zwiebelprinzip: Mehrere Schichten können je nach Temperatur an- oder ausgezogen werden.
So gelingt das bequeme Flugoutfit
Für eine angenehme Reise empfiehlt es sich, Kleidung zu wählen, die weder einengt noch zu viel Haut ungeschützt lässt. Bequeme Schuhe, eine lockere Hose und mehrere Schichten sind eine gute Grundlage.
Auch auffällige Verzierungen können störend sein. Pailletten etwa können auf dem Sitz scheuern oder unangenehm drücken. Bei der Sicherheitskontrolle können zudem bestimmte Kleidungsdetails oder metallische Elemente zusätzliche Kontrollen auslösen.
Das perfekte Flugoutfit muss also nicht besonders schick sein. Entscheidend ist, dass man sich darin mehrere Stunden wohlfühlt, sich gut bewegen kann und für unterschiedliche Temperaturen gerüstet ist.
Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet Kobieta, der Frauen- und Lifestyle-Rubrik des polnischen Nachrichtenportals Onet, das zur Ringier-Gruppe gehört.