Darum gehts
- Baumwipfelpfad Mogelsberg SG bietet Spaziergänge in 10 Metern Höhe
- Sonnenaufgang am Creux du Van im Neuenberger Jura
- Einmal ums Herz der Schweiz wandern: der Obwaldner Höhenweg
Das Leben der Bäume bestaunen, Mogelsberg SG
Ein Waldspaziergang auf zehn Meter Höhe: Im st. gallischen Mogelsberg ist das möglich. Vor einigen Jahren eröffnete der Baumwipfelpfad, der sich einem gewundenen Band gleich durch die Kronen der Bäume schlängelt. Nebst Tafeln, die das Ökosystem Wald erklären, geniesst man weite Blicke auf die sanften Hügel des Toggenburgs. Unter dem Baumwipfelpfad befindet sich ausserdem ein Spielplatz mit allerlei unterschiedlichen Stationen – ein ideales Mini-Abenteuer für die ganze Familie, das Spass und Wissensvermittlung vereint.
Informationen
- Öffnungszeiten: täglich 9.30 bis 18.00 Uhr
- Preis: Erwachsene ab 16 Jahren: 15 CHF; Kinder 6 bis 15 Jahre: 8 CHF; Familienkarte: 40 CHF
Sonnenaufgang am Creux du Van, Neuenburger Jura
Wer an die Schweiz denkt, denkt an die Alpen. Dabei hat unser Land eine Region zu bieten, die Touristen wie Eidgenossen gleichermassen ignorieren: den Jura. Die teils dichten Wälder, die Weiden, die nicht selten von Steinmauern umschlossen sind, die malerischen Dörfer – hier fühlt man sich eher wie in Kanada oder in England als in der Schweiz.
Einer der schönsten Orte ist der Creux du Van, jener gewaltige Felsenkessel, der sich 200 Meter senkrecht erhebt. Am magischsten ist es hier bei Sonnenauf- oder -untergang. Wer die Region intensiv erleben möchte, kann ab dem Ort Noiraigue zu einem 15 Kilometer langen Rundweg starten. Und wer Glück hat, begegnet sogar Steinböcken.
Informationen
- Länge: 15 Kilometer
- Dauer: 4 Stunden
- Schwierigkeit: mittel
Mit der Gelmerbahnzum Gelmersee, Berner Oberland
Es dauert zwar nur 12 Minuten, aber eine Fahrt mit der Gelmerbahn ist ein nervenkitzelndes Mini-Abenteuer. Auf nur 900 Metern saust die Bahn 450 Höhenmeter in den Berner Himmel – und das ohne Kabine. Mit 106 Prozent Steigung ist die Gelmerbahn die steilste offene Bahn Europas. Mit einem Bügel gesichert, fühlt man sich wie auf der Achterbahn.
Oben am Gelmersee auf 1800 Metern angekommen, kann man auf verschiedenen Wanderwegen die Bergwelt erkunden. Wer sein Mini-Abenteuer verlängern möchte, sollte sich bis zur Gelmerhütte aufmachen und mindestens eine Nacht bleiben.
Informationen Gelmerbahn
- Öffnungszeiten: 9.00 bis 16.00 Uhr
- Preise: Erwachsene retour: 40 CHF; Kinder 6 bis 15 Jahre retour: 20 CHF
Das Flüela Schwarzhornbesteigen, Davos GR
Beim Wandern und Bergsteigen geht es nicht nur um die Schönheit der Natur. Es geht auch um das Überwinden von Grenzen: 2000 Meter, 2500 Meter. Eine ernsthafte Herausforderung stellen oft bereits Dreitausender dar. Nicht nur wird die Luft dünner, in dieser alpinen Höhe sind Schwindelfreiheit und berggängerisches Können gefragt. Etwas leichter macht es einem das Flüela Schwarzhorn am Flüelapass zwischen Davos und dem Unterengadin. 3146 Meter ragt der Berg in die Höhe, bietet aber keine grossen technischen Schwierigkeiten, weswegen er auch als «Wander-Dreitausender» bezeichnet wird. Die richtige Ausrüstung und Bergerfahrung sind natürlich auch hier erforderlich. Der Ausblick ist gewaltig, und nicht selten begegnet man Steinböcken und Gämsen, die über die Flanken klettern.
Informationen
- Startpunkt: Flüelapassstrasse
- Länge: 8 Kilometer
- Höhenmeter: 820
- Dauer: 4 Stunden
Einmal ums Herz der Schweiz wandern
Diese Wanderung beginnt dort, wo andere ihren Ausflug beenden: auf dem Gipfel des Pilatus. Auf dem Luzerner Hausberg startet der Obwaldner Höhenweg, der in einem grossen Bogen bis zum Stanserhorn führt. Nebst Ausblicken auf die Berglandschaft begeistert die 100 Kilometer lange Wanderung auch mit spektakulären Tiefblicken auf den Vierwaldstättersee, den Sarnersee und den Brienzersee. Highlights sind unter anderem das Seenplateau Melchsee-Frutt, der Brünigpass und der Aufstieg auf das Stanserhorn. Für die gesamte Tour sollte man sechs Tage einplanen.
Informationen
- Länge: 100 Kilometer
- Dauer: 6 Tage
- Schwierigkeit: schwer
Chillen auf der Alp SaleiTI
Die Alp Salei hat das perfekte Motto für eine kleine Auszeit: Essen, Schlafen, Wandern. Was braucht man mehr? Die Alp liegt abseits der üblichen Touristenpfade des Sonnenkantons hoch über dem Onsernonetal. Hoch geht es mit einer Mini-Seilbahn ab dem Weiler Zott im Seitental Valle di Vergeletto. Oder man schnürt die Wanderstiefel und macht sich ab Zott oder ab Comologno in mehreren Stunden auf den Weg. Oben angekommen, herrschen paradiesische Ruhe und Abgeschiedenheit, inklusive mangelndem Handyempfang.
Auf dem Plateau kann man nicht nur zu verschiedenen Wanderungen aufbrechen, sondern auch sein inneres Kind wiederbeleben: Auf dem nahen Pizzo Zucchero steht eine riesige Schaukel, bei der man das Gefühl hat, direkt in den Himmel zu schaukeln – in der Ferne der Lago Maggiore und das Tessiner Gipfelmeer. Perfekt!
Informationen
- Check-in zwischen 16:30 und 17:30 Uhr
- ÖffnungszeitenTagesgäste: 10:30 bis 16 Uhr
Murmeli und ein Schweizer Rekord, Avers GR
Man kann sich kaum sattsehen, wenn sie ihre Köpfchen aus dem Bau stecken: Murmeltiere. Sehen kann man die herzigen Nager an vielen Orten der Schweiz, aber nur bei Avers in Graubünden sind Sichtungen fast garantiert. Denn hier im Bergalgatal lebt eine der grössten Populationen der Alpen. So viele, dass Forschende hier Murmeltiere studieren und einen Lehrpfad mit 11 Wissenstafeln kreiert haben. Die gesamte Länge des Lehrpfads beträgt rund 3 Kilometer.
Und nachdem man sich an den putzigen Fellknäueln sattgesehen hat, geht es ein paar Kilometer weiter zu einem Schweizer Rekord: dem höchsten ständig bewohnten Dorf des Landes. Juf liegt auf 2126 Metern und besteht aus einer Handvoll Häusern, davon zwei, drei Beizen und ein paar Übernachtungsmöglichkeiten. Sich hier einzuquartieren und ein paar Tage die Stille und Ruhe zu geniessen, sind Mini-Ferien pur.
Informationen
- Länge: 3 Kilometer
- Dauer: 2 Stunden
- Verpflegung: Am Ende des Wanderwegs Bergbeiz Bergala
Sternennacht im Naturpark GantrischBE
Der Naturpark Gantrisch ist einer jener Orte in der Schweiz, die ausserhalb der Region kaum bekannt sind. Unverständlich, denn der Landstrich zwischen den Städten Bern, Freiburg und Thun ist ein kleines Schmuckstück. Zwar kratzt die Gantrischkette an alpinen Höhen, der Grossteil des Parks, der seit 2012 als regionaler Naturpark anerkannt ist, ist jedoch geprägt durch sanft gewellte Landschaften, zwischen deren Feldern und Wäldern sich herzige Dörfer verstecken. Und das Beste? Ein unglaublicher Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau.
Und nachts wird es hier stockfinster. Dank seiner geringen Lichtverschmutzung wurde der Park zum ersten Schweizer «Dark Sky Park». Hier lässt sich perfekt der Sternenhimmel erkunden. Also: Isomatte und eine Decke einpacken, sich nachts auf die Wiese legen und Sternschnuppen zählen. Ein Erlebnis für die ganze Familie.
Goldrausch in Sessa TI
Gewusst, dass in der Schweiz einst Gold in Minen industriell abgebaut wurde? Eine davon befand sich in Sessa im Süden Tessins und war noch bis in die 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb. Mittlerweile hat ein Verein die Mine für Besucher zugänglich gemacht und bietet mit viel Enthusiasmus Führungen an. Der Besucherstollen ist zwar nicht sehr lang, aber die Begeisterung der Verantwortlichen steckt an, und man verlässt den Ort mit viel neuem Wissen im Gepäck. Ab der Mine startet zudem ein etwa 7,5 Kilometer langer Themenweg zum Bergbau in der Region. Danach fühlt man sich wie ein Goldsucher inmitten eines Goldrauschs.
Informationen
- Öffnungszeiten: Juli und August Mittwoch bis Sonntag, sonst an den Wochenenden
- Führungen: 10.00, 13.00 und 14.30 Uhr im Juli und August, sonst 10.00 und 14.00 Uhr
- Preis: 20 CHF, Kinder bis 15 Jahre: 13 CHF
Pilgern auf der Via Francigena
Das Pilgern erreicht einen Höhepunkt nach dem anderen: Jedes Jahr begehen mehr Menschen Pilgerwege. Spitzenreiter ist und bleibt der Jakobsweg, insbesondere in Frankreich und Spanien. Weniger bekannt ist die Via Francigena, die von Canterbury in England bis zum Vatikan in Rom führt und auch die Schweiz streift. Der Schweizer Abschnitt führt am Genfersee entlang und überquert den Grossen Sankt Bernhard.
Am Weg liegen Schmuckstücke wie das Dorf Romainmôtier, Lausanne, das Weingebiet Lavaux und das Kloster von Saint-Maurice. Highlight ist der Aufstieg zum Hospiz auf dem Sankt Bernhard, das im Jahr 1050 gegründet wurde. Für die Schweizer Strecke von Ballaigues bis zum Pass benötigt man etwa zehn Tage – ein Mini-Pilger-Abenteuer.
Informationen
- Länge: 200 Kilometer
- Dauer: 10 Tage
- Schwierigkeit: mittel