Traumziel Namib
Magische Weite

Die älteste Wüste der Welt ist eines der Highlights in Namibia. Hier warten Big Daddy, die «Little Five», wundersames Leben und Fotosujets der Stille. Höchste Zeit also, nach Windhoek zu fliegen, um diese Naturschönheiten zu entdecken.
Sie sind die Wahrzeichen der Namib: die ziegelroten Sanddünen.
Foto: Bettina Bono

Darum gehts

  • Namib, mit 80 Millionen Jahren die älteste Wüste weltweit mit Dünen bis 400 Meter
  • Namib-Naukluft-Park: Highlights wie Big Daddy und Deadvlei
  • Nonstop mit Edelweiss von Zürich nach Windhoek in Namibia
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Bettina BonoRedaktorin

Die Wüste ist das Land, das Gott geschaffen hat, als er wütend war. So lautet ein namibisches Sprichwort, und gemeint ist damit die Namib, die älteste Wüste der Welt. Trotz ihrer Kargheit und Unbarmherzigkeit gilt sie als Highlight eines jeden Namibia-Abenteuers.

Die Namib bietet auch ohne Big Five das Potenzial, als eine der erfüllendsten Safaris in Erinnerung zu bleiben.
Foto: Bettina Bono

Nach dem Flug von Zürich nach Windhoek (Edelweiss fliegt nonstop hin) steht uns also noch eine letzte Reise-Etappe bevor: der Buschflug ins Wilderness-Camp Little Kulala – inmitten der Wüste. Pilot Johan fliegt seit 13 Jahren, schwingt unser Gepäck mühelos in die einmotorige Cessna 210 Centurion und bietet mir den Co-Piloten-Platz an. «Ach, nicht besonders viel», lautet seine Antwort auf meine Frage, was ich denn jetzt zu sehen bekäme.

Panoramasicht garantiert: Wenn angeboten, unbedingt den Co-Piloten-Platz annehmen.
Foto: Bettina Bono

Mit einem Lachen fügt er an: «Langweilig wirds trotzdem nicht» und warnt, dass der Flug heute wegen der Winde etwas turbulent werden könne. Wenige Minuten später in der Luft stellt sich heraus, dass er mit der Landschaft recht hatte: Auf das spärliche Grün um Windhoek folgen – trockene Hügel, die in ebenso trockene Ebenen übergehen – eine schier unfassbare Weite.

Kurz nach dem Take-off in Windhoek verändert sich die Landschaft drastisch. Auf grüne Hügel folgen trockene Ebenen.
Foto: Bettina Bono

Namibia ist 20-mal so gross wie die Schweiz und zählt zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Die Namib, Namensgeberin des Landes, misst 81 000 Quadratkilometer. Ihr Alter wird auf 80 Millionen Jahre geschätzt – als die Menschheit aufrecht zu gehen begann, war sie bereits uralt. Kurz vor der Landung verändert sich die Landschaft erneut. Trockene Graslandschaften weichen Steinwüsten, und in der Ferne sind sie erstmals zu sehen: die berühmten riesigen roten Sanddünen. Einer Skyline gleich wölben sie sich am Horizont.

Wir bringen Sie hin!
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RMS

Entdecken Sie Namibia mit Edelweiss und fliegen Sie von März bis Oktober bis zu dreimal wöchentlich nonstop nach Windhoek. Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Preis inbegriffen.

Mehr Inspirationen, Tipps und spannende Geschichten zu Namibia oder einem der anderen über 100 Traumzielen finden Sie auf der Edelweiss Website.

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Entdecken Sie Namibia mit Edelweiss und fliegen Sie von März bis Oktober bis zu dreimal wöchentlich nonstop nach Windhoek. Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Preis inbegriffen.

Mehr Inspirationen, Tipps und spannende Geschichten zu Namibia oder einem der anderen über 100 Traumzielen finden Sie auf der Edelweiss Website.

Die Little Kulala Lodge liegt als glamouröser Rückzugsort inmitten des privaten 210 Quadratkilometer grossen Wilderness Reserve.
Foto: Little Kulala Lodge

Wieder am Boden, gehts im gigantischen Land Cruiser über Schotterstrassen in die Lodge. Unser Ankommen wird über Funk angekündigt, etwas, das wir nach all unseren bevorstehenden Pirschfahrten immer wieder erleben und vor allem schätzen werden. Denn was Assistent Manager Llewellyn im «Little Kulala» den Ankömmlingen jeweils anbietet, ist mehr als willkommen: kalte, feuchte, duftende Frotteetüechli und eisgekühlte Drinks wie Passionsfruchtsaft mit Gingerale.

Jede der elf Edelhütten des «Little Kulala» ist privat umzäunt, steht erhöht auf einem Holzdeck, verfügt über einen Pool – und ein Daybed, welches auch zum Übernachten genutzt werden kann.
Foto: Little Kulala Lodge

Abends stellt sich dann einzig noch die Frage: Nächtige ich drinnen oder draussen – im dafür aufgedeckten Daybed unter dem Sternenhimmel der Milchstrasse? Ich entscheide mich für Outdoor. In einer bislang nie erlebten Stille zähle ich die Schritte einer einzelnen Oryxantilope unterwegs zum Wasserloch, fühle mich wie Karen Blixen im Film «Out of Africa» und schlafe selig ein.

Über Schotterstrassen gehts im Land Cruiser auf Entdeckungstour.
Foto: Little Kulala Lodge

Am frühen Morgen gehts per Geländewagen auf zur Hauptattraktion des 50 000 Quadratkilometer grossen Namib-Naukluft-Nationalparks – den roten Dünen, die das Sossusvlei, eine Salztonebene, umschliessen. Big Daddy und Düne 7 gelten mit ihren knapp 400 Metern als die höchsten weltweit. Mit einer Sonne, die noch tief am Himmel steht, teilen Dünenkämme die Sandgebilde in ziegelrote und schwarze Flächen. Über allem liegt ein zarter Nebelschleier.

Die Oryxantilope verkörpert mit ihrer Anpassungsfähigkeit und Zähigkeit den Stolz Namibias. Nicht umsonst ist sie das NationaltierUn.
Foto: Bettina Bono

«Kleine Lebewesen wie Käfer, Skorpione, Echsen und Spinnen nehmen diese Kondensation über ihre Körper auf, während grössere Tiere die paar feuchten Gräser fressen», erklärt Guide Emmanuel die Wasseraufnahme dieser Wüstenbewohner. Fasziniert beobachten wir Oryxe, Springböcke, Bergzebras und Strausse. Einer der Laufvögel überrascht mit Beinen und Lippen in Pink – ein Männchen auf Brautschau.

Es lässt sich nicht schönreden – der Weg auf den Gipfel von Big Daddy ist beschwerlich. Doch es lohnt sich!
Foto: Bettina Bono

Als Aufstiegsweg zur Sterndüne Big Daddy wählen wir den näher gelegenen zweiten Parkplatz. Sonnencreme, Hut und Wasser sind jetzt unabdingbar. Wer Big Daddy erklimmen will, geht bis zu zwei Stunden in der prallen Sonne. Frühzeitiges Loslaufen lohnt sich, um der grössten Hitze zuvorzukommen. Und egal was andere sagen: Der Marsch durch den losen Sand ist furchtbar anstrengend!

Auf den anstrengenden Aufstieg durch tiefen Sand bei sengender Hitze folgt – das Gipfelfoto!
Foto: Bettina Bono

Auf dem Gipfel angekommen, kann man sein Glück kaum fassen. Der Ausblick ist fantastisch – und das zweite Ziel zum Greifen nah: das schneeweisse Deadvlei. Schon seit geraumer Zeit durch eine grosse Düne von jeglicher Wasserzufuhr abgeschlossen, stehen dort seit Hunderten von Jahren zahlreiche tote Kameldornbäume.

Schwarzen Skeletten gleich, bilden die toten Kameldornbäume einen Kontrast zu Salztonebene und Dünen.
Foto: Bettina Bono

Die extreme Trockenheit hat ihren Verwesungsprozess gestoppt und sie quasi konserviert. Jetzt heisst es, sich todesmutig dem «Baumfriedhof» entgegenstürzen. Denn Big Daddy runterzurennen und sich dabei einmal in Slo-Mo filmen zu lassen, ist ein Muss! Unten angekommen, wirst du staunen, wie viel Sand in deine Schuhe passt.

Die abendliche Pirschfahrt wird mit einem spektakulären Sundowner belohnt.
Foto: Bettina Bono

Kulala heisst übrigens Schlaf, und davon gibt es, wie es der Name unserer Lodge verspricht, little. Leben nach Desert-Time heisst: Früh aufstehen. Besonders lohnen tut sich das für einen Heissluftballonflug mit Namib Sky Balloon Safaris, dem ältesten Ballonfahrtunternehmen Namibias.

Dafür lohnt es sich, um vier Uhr früh aufzustehen: eine Heissluftballonfahrt über die Namib.
Foto: Bettina Bono

Noch vor Sonnaufgang klettern wir in den Korb und gleiten kurz darauf im ersten Licht des Morgens lautlos über ein Farbenmeer aus zartem Rosa, sanftem Braun und wässrigem Mintgrün. Für einen Moment scheint es, als würde die Zeit selbst den Atem anhalten.

Out of Africa lässt grüssen! Ein Champagnerfrühstück am weiss gedeckten Tisch mitten in der Wüste - unvergesslich.
Foto: Bettina Bono

Beim anschliessenden Champagnerfrühstück mitten in der Wüste bei den braunen Dünen, die nur auf dem Luftweg zu erreichen sind, findet Ballonfahrer Ivo für die Magie der Namib äusserst treffende Worte. «Es ist eben nicht nur, was du siehst, es ist, was du fühlst.»

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