Darum gehts
- Es Trenc: Traumstrand auf Mallorca, drei Kilometer lang, unverbaut, Natur pur
- Playa de Muro: Kilometerlanger Strand, Altstadtbummel und Delfintour
- Tipps zu Unterkünften, Restaurants und Sonnenuntergangs-Plätzen
Es Trenc
Der Sand fein, fast weiss, das Wasser glasklar und türkis schimmernd – kein Wunder, wird Es Trenc auch als die «Karibik Mallorcas» bezeichnet. Der Strand an der Südküste erstreckt sich auf etwa drei Kilometer Länge, fällt flach ab und – es kommt noch besser – ist weitestgehend unverbaut. Eingebettet in Kiefernwälder und in eine weitläufige Dünen- und Salzwiesenlandschaft ist er Teil des Naturparks Es Trenc – Salobrar de Campos. Rund um Es Trenc führen Velowege durch die unberührte Natur und durch Dörfer wie Colonia Sant Jordi. Es gibt einen FKK-Abschnitt und ein paar Strandbars.
Solo für Salz
Der Strand grenzt an das Naturschutzgebiet Ses Salines, eines der bedeutendsten Salzgewinnungsareale des Mittelmeerraums. In den Salinas D’Es Trenc gewinnt man Einblick in die traditionelle Salzgewinnung. Auf den Touren mit Guide (sehr empfehlenswert, Dauer: etwa 50 Minuten) spaziert man an Salzbergen und -becken vorbei und erfährt, wie die manuelle Ernte vonstattengeht, wie das Salz getrocknet wird und warum so viele Flamingos zu sehen sind. Ein Info-Mix aus Handwerk, Naturkunde, Geschichte – und Genuss. Im «Flor de Sal»-Shop kann man sich mit hübsch gestalteten Salz-Mitbringseln eindecken.
Sonnenuntergangs-Sitzplatz
Einen Logenplatz am Wasser hat man vom Strandrestaurant «5illes Beach & Sunset» aus – zu Fuss via Strandspaziergang erreichbar. Der Weg lohnt sich: ein Chill-out-Bereich mit bestem Blick auf den Sonnenuntergang oder ein feines Znacht (Tipp: Sepia-Paella), das Ganze eingebettet in den Schatten spendenden Pinienwald – kurzum, ein wunderbarer Tagesausklang.
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Meerestiere-Gucken
Das Aquarium in Colonia de Sant Jordi (Centro de Visitantes del Parque Nacional de Cabrera) ist mehr als eine Schlechtwetter-Alternative. 2008 eröffnet, konzentriert es sich auf die lokale Tierwelt – also alles, was man auch vor der Küste Mallorcas entdecken kann. Bunte Fische, Krabben, Seesterne und Seeigel lassen sich aus nächster Nähe beobachten. Das Aquarium ist Teil des Informationszentrums über den Nationalpark Cabrera, der 15 km südlich im Meer liegt. Der Aussichtsturm und die Dachterrasse des Gebäudes bieten einen sagenhaften Blick über Hafen und Meer.
Inselhopping
Von Colonia de Sant Jordi aus starten Bootsfahrten zum Archipel Parc Nacional de Cabrera (19 kleine, unbewohnte Inseln). Nach knapp einer Stunde läuft man in der Bucht der Insel Cabrera ein. Dort kann man baden oder das Naturkundemuseum Es Celler besuchen. Im Hafen gibt es eine Beiz und einen Picknickplatz. Ausserdem lohnt ein Abstecher zur Burg. Seit Ende des 14. Jahrhunderts sicherte sie die Hafenbucht vor Piraten, die versuchten, sich auf Cabrera einzunisten, um von hier aus Mallorca zu überfallen. Auf der Rückfahrt stoppt der Kapitän in der Blauen Grotte (Cova Blava), wo man das Spiel der Farben und Lichtreflexe bestaunen kann.
Schlafen mit Meerblick
In Poleposition am Meer: Das Fünfsternehaus «Iberostar Es Trenc» (Mitte 2025 eröffnet) im historischen Fischerdorf Colonia de Sant Jordi ist von zwei Seiten von Wellen umspült. Bei den Zimmern in hellen Holz-, Beige- und Grüntönen war man darauf bedacht, die Natur optisch nach drinnen zu holen. Jedes der 145 Zimmer hat grosse Fensterfronten zu Balkon oder Terrasse und freien Blick aufs Meer. Beim Duschen kann man dabei zusehen, wie das Morgenlicht langsam Himmel und Meer voneinander trennt. Im Infinity-Pool auf der Dachterrasse hat man Rundum-Panorama aufs unendliche Blau, der zweite Pool im Erdgeschoss ist der Form eines Boots nachempfunden. Auch wenn der berühmte Strand im Hotelnamen mitschwingt: Bis zum Es Trenc muss man ein bisschen laufen, doch der Weg führt der hübschen Uferpromenade entlang.
Playa de Muro
Was Es Trenc im Süden der Insel ist, ist die Playa de Muro im Nordosten. Sie erstreckt sich von Port Alcudia bis nach Can Picafort und gilt als einer der besten Strände in ganz Spanien. Während Es Trenc naturbelassen und minimalistisch daherkommt, ist die Playa de Muro voll erschlossen, mit vielen Hotels, Restaurants und Wassersportmöglichkeiten. Lebhaft, familienfreundlich, sehr flach abfallend, mit türkisblauem Wasser. In der näheren Umgebung gibt es von historischen Städtchen über einsame Plätze am Wasser bis zum ruhigen Naturschutzgebiet viel zu entdecken.
Piep-Show
Faszinierend: Man macht ein paar Schritte von der Hauptverkehrsstrasse MA-12 weg, und schon schluckt der Naturpark S’Albufera sämtlichen Lärm. Wer jetzt seine Ohren spitzt, kann einer ganz anderen Geräuschkulisse lauschen: einem Piep-Konzert. Der Naturpark ist das grösste Feuchtgebiet der Balearen – und Heimat von rund 300 Vogelarten, darunter Flamingos und Reiher. Die 1646-Hektar-Fläche ist mit Wanderwegen erschlossen, es gibt acht Vogelwarten und elf Beobachtungsplattformen. Neben gefiederten Freunden kann man Aale, Frösche, Schlangen, Fledermäuse und nachtaktive Schmetterlinge erspähen. Auch die Pflanzenwelt kann sich sehen lassen, mit Schilf, Salzgräsern, Weisspappeln und mehr als 200 Pilzarten.
Delfine und Zmorge
Ein früher, aber unvergesslicher Start in den Tag: In der Bucht von Alcudia sticht man in der Morgendämmerung (Abfahrt um 6.20 Uhr) in See, cruist dann entlang der Küste, geniesst während der Fahrt ein feines Frühstück – während Delfine ums Boot springen und die Sonne über dem Horizont aufsteigt. Preis: für Erwachsene 54 Franken, für Kinder 36 Franken (3–12 Jahre). Das Essen ist inklusive. Etwa drei Stunden sollte man für die Ausflugsfahrt einplanen.
Stadtmauer-Spazieren
Wer mal eine Strandpause einlegen will, kann sich dienstags und sonntags auf Alcudias lebhaftem Wochenmarkt vergnügen. Früh da sein ist ratsam, es wird oft sehr voll. Am besten reist man mit dem öffentlichen Bus an, der einen mitten ins Geschehen bringt. Auch an den anderen Wochentagen lohnt sich ein Besuch der Altstadt mit ihren engen Gassen, dem Rathaus aus dem 20. Jahrhundert und der mittelalterlichen Stadtmauer. Einst war Alcudia Wohnort von Adelsfamilien und Kaufleuten und rückte daher ins Visier von Piraten. Um 1300 wurde die Stadtmauer errichtet. Am Nordwestrand der Stadt kann man auf ihr entlanglaufen, mit einem tollen Blick über die Bucht von Pollença.
Mallorquinisch mit Twist
Wer in Alcudia ist, sollte das Restaurant «Ca’n Costa» ansteuern. Es ist das älteste Restaurant der Stadt (untergebracht in einem Gebäude aus dem Jahr 1594) – und serviert einheimisches Essen vom Feinsten. Bacalau mit Honig, Sobrasada in Knoblauchsauce, Petersfisch mit einheimischem Gemüse oder Spanferkel – für die Gerichte verwenden die Inhaber Rezepte ihrer Vorfahren, immer mit einem überraschenden Twist. Ca’n Costa gilt als DAS Lokal im Norden, wenn man mallorquinisch essen möchte.
Wandern mit Weitblick
Der Mirador Es Colomer gilt als einer der spektakulärsten Aussichtspunkte der Insel und ist bei Fotografen und Naturliebhabern gleichermassen beliebt. Er liegt an der MA-2210, etwa 20 bis 30 Minuten Autofahrt von Alcudia entfernt. Früh ankommen lohnt sich, es gibt nur wenige Parkplätze. Am besten erkundet man ihn zu Fuss, ein kleiner Pfad führt entlang der Klippe, durch Pinien und mediterrane Vegetation, mit Panoramablick auf die Pollença-Bucht und die vorgelagerte Felseninsel Es Colomer, die dem Aussichtspunkt auch seinen Namen gibt. Besonders schön sind Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, wenn das Licht die Landschaft in warme Farben taucht.
Rutsch-Vergnügen
Der Hidropark Alcudia ist ein einziges (Wasser-)Vergnügen für Gross und Klein. 15 Wasserrutschen – von familienfreundlichen Slides bis zu Kamikaze-Rutschen mit 15 Metern Höhe – sorgen für Schwung und gute Laune. Man kann sich in der Spiralrutsche in die Kurven legen, im Wellenbad schaukeln oder beim Slide Race parallel bergabflitzen. Minigolf, Spielplätze und Hüpfburgen machen das Angebot komplett – sodass man hier locker einen ganzen Tag verbummeln kann.