Viel Luxus, Bienen und Kaiserin Sisis Gärten
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Mit Flavia auf Korfu:Auf der grünen Insel warten Luxus und Sisis Gärten

Der neue Hotspot heisst Korfu
Viel Luxus, Bienen und Kaiserin Sisis Gärten

Die grüne Insel Griechenlands verzaubert mit Olivenhainen, neuen Luxusresorts und Traditionen. Korfu ist ein Naturjuwel, das Sterneköche, Hollywoodstars und Reisende gleichermassen anzieht.
Ein charmantes Gewusel erwartet einen in der Altstadt Korfus.
Foto: LOREN BEDELI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Korfu bietet Naturjuwel, historische Orte und Luxusresorts wie Ella Álkyna
  • Lifestyle-Beach-Resort Ella Álkyna: 349 Zimmer, 6 Bars, 16 Pools, Adults only
  • Über 300'000 Bienen, Sisis Palast und ein 1500-jähriger Olivenbaum
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Wasser wie Seide und ein Grün in tausend Tönen – das ist Korfu. Und noch viel mehr. Die griechische Insel, geprägt von unzähligen Oliven-, Kumquatbäumen und Zypressen, ist ein Naturjuwel mit reichem historischem Erbe. Hier liess sich einst die österreichische Kaiserin Sisi (1837–1898) den prunkvollen Palast Achilleion erbauen. Noch heute zieht Korfu grosse Namen an. Sterneköche, Hollywoodstars – und natürlich Ferienreisende. Wer von hier kommt, kehrt meist zurück. Wer zum ersten Mal kommt, ebenso. So wie ich.

Flavia Schlittler von Blick war drei Tage lang im neuen Lifestyle-Beach Resort Ella Álkyna auf Korfu.
Foto: Flavia Schlittler / Korfu

Mein Reisetagebuch handelt von Bienen, Bäumen und Luxus. Auf unserem dreitägigen Programm standen Besuche bei einer Olivenölproduktion, ein Altstadtbummel, Wine Tasting, ein Dinner beim Sternekoch sowie ein Besuch beim Imker mit über 300’000 Bienen – und wir wandelten durch Sisis Gärten. Alles liegt jeweils nur rund eine halbe Stunde Autofahrt voneinander entfernt. Die Wege führen durch dichte Wälder und hügelige Landschaften, die Strassen sind schmal, die Menschen freundlich und geduldig – gehupt wird kaum. Doch der Reihe nach.

Luxusresort Ella Álkyna

Genächtigt habe ich im Fünf-Sterne-Lifestyle-Beach-Resort Ella Álkyna in Agios Gordios an der Westküste Korfus. Die moderne Anlage eröffnete erst im vergangenen Mai und zählt 349 Zimmer, drei Restaurants, sechs Bars sowie ein Spa. Die Junior-Suiten verfügen über private kleine Gärten, die Suiten über eigene Pools und einen freien Blick auf das Ionische Meer. Das Resort ist konsequent auf Adults only - ausschliesslich Erwachsene - ausgerichtet und setzt auf kompromisslosen All-inclusive-Komfort: frische Meeresfrüchte, griechischer Salat, Pizzas, hochwertige Weine, Marken-Champagner und Whiskey – alles ist im Preis inbegriffen.

Das Fünfsterne-Luxusresort liegt an Korfus Westküste und ist nur für Erwachsene.
Foto: Ella Alkyna

Die Anlage liegt leicht erhöht in eine Hügellandschaft eingebettet. Der Weg zum privaten Strand mit seinen Strohschirmen ist kurz, aber steil – wer ihn nicht zu Fuss gehen möchte, wird bequem mit Golf-Caddys hin- und wieder zurückchauffiert. Ob sportlich aktiv, entspannt oder kulturell interessiert – abends zieht es viele an die Rooftop-Bar. Dort trifft eisgekühlter Ouzo auf spektakuläre Sonnenuntergänge. Architektur und Interior setzen auf modernes, reduziertes Design in hellen, eleganten Farben. Flughafen und Altstadt von Korfu liegen rund 15 Kilometer entfernt – nah genug für Ausflüge und weit genug für absolute Ruhe.

Das neue Lifestyle-Beach Resort Ella Álkyna auf der griechischen Insel Korfu mit schönstem Blick auf das Ionischen Meer.
Foto: Heinz Troll Photography

Ab in einen der Pools

Coole Pools gibt es drei, die Regeln gelten für alle: keine Drinks im Wasser, kein Reinspringen, kein Tauchen. Umso mehr wird entspannt gechillt. Rundherum gibts Restaurants, bequeme Liegestühle und Sonnenschirme auf Rädern. Insgesamt zählt das Resort 16 Pools, ein Teil davon gehört exklusiv zu den Suiten.

Coole Pools gibt es drei davon, mit klaren Regeln. Kein Drink im Wasser, kein Hereinspringen, kein Tauchen. Umso mehr ein entspanntes Chillen für alle.
Foto: Heinz Troll
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Entdecken Sie Griechenland mit Edelweiss und fliegen Sie von März bis Oktober mehrmals wöchentlich nonstop nach Korfu. Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Preis inbegriffen.

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Sterneküche: Blumenkohl mit Schoggi

Ein besonderes Highlight im Ella Álkyna ist die Eventreihe «Culinary Voyages»: Dann übernehmen griechische Spitzenköche das kulinarische Zepter und machen das Resort zu einem Traum für Gourmets. Einer der Gastköche ist der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Alex Tsiotinis (39). Der in Paris ausgebildete Koch ist nach Griechenland zurückgekehrt und steht für eine moderne, kreative Küche mit klarer Handschrift. Er mag Blumenkohl mit Schokolade und Vanilleglacé mit Olivenöl.

Blick-Redaktorin Flavia Schlittler im Gespräch mit dem Sternekoch Alex Tsiotinis. Griechischer Salat ist sein Lieblingsessen, wie er sagt.
Foto: Flavia Schlittler / Korfu

Für das Resort hat er die kulinarische Karte kuratiert. Ich genoss ein Abendessen in Kombination mit einem Wine Tasting des renommierten Weinguts Ktima Avantis, das für seine charakterstarken griechischen Weine bekannt ist. Das von Tsiotinis komponierte Dinner umfasste elf Gerichte. Weshalb elf? «Weil mir die Zahl gefällt», sagt mir der Sternekoch, dessen Lieblingsgericht griechischer Salat ist. Dieser besteht aus: Oliven, Feta, Tomaten, Zwiebeln, Olivenöl und Salz. Wichtig dabei sei einzig, dass die Qualität der Ingredienzen exzellent ist.

So sieht ein komponierter Teller vom griechischen Sternekoch Alexandros Tsiotinis aus.
Foto: Flavia Schlittler / Korfu

An diesem speziellen Abend servierte er mit seinem Team unter anderem: eine samtige violette Kartoffelmousse, dazu Blauschimmelkäse-Creme mit Haselnusskruste, gegrillte Garnelen sowie eine Espresso–Passionsfrucht-Sauce, die Bitterkeit und Frucht überraschend verbindet. Für Tsiotinis ist Essen Emotion. Eng verbunden mit Herkunft, Erinnerungen und der Qualität der Produkte.

Olivenöl-Degustation

The Governor’s Olive Mill – die Olivenmühle des Gouverneurs – wird seit Generationen von der Familie Dafnis geführt. Berühmt ist sie für die Produktion von «The Governor», einem sortenreinen, kaltgepressten Öl aus der Lianolia-Olive, das international zu den vielfach prämierten Spitzenölen zählt. Und aufgrund seines hohen Gehalts an Polyphenolen als besonders hochwertig und gesundheitsfördernd gilt. Dabei erklärt die Mühlen-Expertin Jona den Herstellungsprozess und die sorgfältige Ernte der Oliven. Die Führung mit anschliessender Degustation von Olivenöl, griechischem Salat und lokalem Wein dauert rund eineinhalb Stunden. Erst wird an den Ölen gerochen, dann nimmt man einen Löffel voll, lässt es im Mund zirkulieren wie bei einem Wine Tasting. Die Geschmäcker entwickeln sich unterschiedlich. Von Vanille über Thymian, von Rauchmandeln über Minze. Ein sensorisches Erlebnis, das sich auf jeden Fall lohnt.

Die alten Mühlsteine, die von Eseln gedreht wurden, sind nun Teil des Museums von der Olivenmühle des Gouverneurs.
Foto: Flavia Schlittler

Der Olivenbaum namens Mutter

Er ist rund 1500 Jahre alt und trägt den Namen «Mitéra», das griechische Wort für Mutter. Der markante Olivenbaum gilt als ältester und grösster auf Korfu. Er steht nahe dem Bergdorf Agios Matthaios, unweit der Strasse, und ist frei zugänglich. Einst sollte er gefällt werden, doch eine private Rettungsaktion und rund 20’000 Euro sicherten sein Überleben. Heute gilt er als eines der eindrücklichsten Naturdenkmäler der Insel und wurde auch als Drehort für «My Big Fat Greek Wedding 3» genutzt. Der Baum steht symbolisch für die lange Tradition des Olivenanbaus auf Korfu. Ihn zu berühren, ist emotional. Mit all seinen Wurzeln und Ästen, scheint er ein wahres Wunder der Natur. In den Wintermonaten wird der Baum abgesperrt, damit er zur Ruhe kommt.

Blick-Reporterin Flavia Schlittler vor dem grössten und mit 1500 Jahren ältesten Olivenbaum auf Korfu. Er heisst Mitéra, was auf Deutsch Mutter heisst.
Foto: Flavia Schlittler

In Kaiserin Sisis Gärten

Elf Kilometer vom Hotelresort entfernt liegt das Achilleion. Jener Palast auf Korfu, den die österreichische Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, zwischen 1889 und 1892 erbauen liess. Für die Monarchin war es weit mehr als ein Feriendomizil: Nachdem ihr Sohn, Kronprinz Rudolf, mit nur 30 Jahren starb, wurde das Achilleion für die damals 51-jährige Kaiserin zum Rückzugs- und Trauerort. In den terrassenförmigen Gärten mit Blick aufs Meer spiegelt sich ihre Schwermut bis heute – besonders in der Statue des «Sterbenden Achill», die symbolische Wahl einer Frau, die selbst von Schmerz und Verlust gezeichnet war. Das Innere des Palasts wird seit Jahren umgebaut und ist nicht zugänglich. In den Gärten kann man ruhen und auf Sisis Lebensreise gehen, die auf Videoscreens erzählt wird.

Blick-Reporterin Flavia Schlittler in Kaiserin Sisis berühmten Gärten auf Korfu. Sie gehören zum Achilleion, ihrem Palast, rund sieben Kilometer südlich von Korfu-Stadt.
Foto: Flavia Schlittler / Korfu

Charmante Altstadt

Die Altstadt von Korfu, ein Unesco-Weltkulturerbe, ist ein einziges Gewusel aus Charme und Geschichte. Kopfsteinpflaster, pastellfarbene Häuser und pittoreske Gassen prägen das Bild, dazwischen finden sich Wäscheleinen, Cafés und kleine Boutiquen. Venedig lässt grüssen – der jahrhundertelange venezianische Einfluss zeigt sich an jeder Ecke. In den engen Gassen rund um die Liston-Promenade trifft man Einheimische, Studenten und Reisende. Es riecht nach Kaffee, Meersalz und Souvlaki. Zwischen Kirchen, Arkaden und alten Festungsmauern pulsiert das Leben – laut, lebendig, mediterran. Ein Ort, der nicht geschniegelt ist, sondern echt. Und genau das macht ihn so unwiderstehlich.

Foto: Loren Bedeli

Bienen streicheln

Bei der Apiary Tour in Potamos auf Korfu erlebe ich eine kleine Familien-Imkerei mit rund 300’000 Bienen, geführt von den Geschwistern Vasia and Aggelos Dermetzoglou. Die beiden geben Einblick in eine Welt, die süsser und komplexer kaum sein könnte. Über die ganze Insel verteilt stehen die Bienenstöcke. Je nach Region und Blütenlandschaft entfalten sich völlig unterschiedliche Aromen – von würzigem Thymianhonig bis zu feinen Wildblütennoten.

Die Blick-Reporterin Flavia Schlittler hier noch voll geschützt bei den insgesamt rund 300'000 Bienen. Kurz danach wurde der Anzug abgelegt und ein Teil der Bienen konnte gestreichelt werden.
Foto: Flavia Schlittler / Korfu

Ein Detail überrascht viele Besucher: Eine einzelne Biene produziert in ihrem ganzen Leben weniger als der Mythos besagt. Also nicht einen Teelöffel Honig, sondern nur rund 1/8. Die riesige Honigmenge entsteht also nur durch das Zusammenspiel eines ganzen Superorganismus. Für 1 Glas Honig mit 500 Gramm müssen Bienen rund zwei bis drei Millionen Blüten besuchen. Wer möchte, kann bei den Imker-Geschwistern den Schutzanzug ausziehen und die jungen Bienen am Rücken streicheln. Dies war ein energetischer Hochgenuss. Wie die Degustation der verschiedenen Honigsorten – ein süsser Blick hinter die Kulissen einer der ältesten Traditionen der Insel.

Korfu, ich kehre zurück!

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