Drückender Hochnebel und sinkende Temperaturen nördlich der Alpen sind gute Gründe, die Koffer zu packen und in Richtung Süden aufzubrechen. Belohnt wird man allemal, denn die Sonnenstube der Schweiz macht ihrem Namen alle Ehre. Während im Norden der Herbst heraufzieht, herrscht hier noch goldener Sommer – zumeist jedenfalls.
Rund um Lugano sind zahlreiche Wanderrouten und Ausflugsziele zu entdecken. Etwa der San Salvatore. Den Höhenunterschied von 600 Metern schafft die Standseilbahn in zwölf Minuten. Nebst der prächtigen Aussicht erwartet den Besucher auf 883 m ü. M. auch einen «Dolomiten»-Klettersteig. Dank fixen Haken, Seilen und Leitern kommen auch weniger geübte Berggänger in den Genuss einer Klettertour. Unter Anleitung eines professionellen Bergführers können sich selbst Anfänger dem Berg stellen. Belohnt wird die Anstrengung und Überwindung mit einem prächtigen 360°-Panorama weit über die Tessiner Täler.
Wer von der Bergstation via Carona – das alte und malerische Dorf ist mehr als nur einen Zwischenhalt wert – bis nach Morcote weiterwandert, wird für die Anstrengungen genussvoll entschädigt: Entlang der Promenade von Morcote laden mehrere Osterias zur kulinarischen Pause. Die Gaststätten verfügen zumeist über gemütliche Terrassen am Seeufer. Nach einem Spaziergang durch das ehemalige Fischerdorf mit den reich geschmückten Fassaden seiner Patrizierhäuser gelangt man mit dem Schiff oder Postauto mühelos zurück nach Paradiso oder Lugano.