Zürich im Zentrum der Unwetter
Fast 7000 Blitze und Regenmengen wie in einem halben Juni

Heftige Gewitter haben am Freitagabend weite Teile der Schweiz getroffen. Besonders die Region Zürich wurde von Starkregen, Sturmböen und tausenden Blitzen heimgesucht. Innert zwei Stunden fiel lokal rund die Hälfte der üblichen Juni-Regenmenge.
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Roger Perret von MeteoNews.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Heftige Unwetter trafen am Freitagabend die Schweiz, besonders die Region Zürich
  • In Sihlbrugg fielen 57 Liter Regen pro Quadratmeter in zwei Stunden
  • 6888 Blitze wurden in Zürich registriert, schweizweit der höchste Wert
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Daniel MacherRedaktor News

Am Freitagabend zogen schwere Unwetter über weite Teile der Schweiz und hinterliessen örtlich chaotische Zustände. Die Region Zürich war dabei besonders stark betroffen und bildete das Zentrum der Gewitterlage. 

In extrem kurzer Zeit fielen riesige Regenmengen, begleitet von Tausenden von Blitzen, heftigen Sturmböen und einem deutlichen Temperaturabfall.

«Zürich erwischte es mit voller Breitseite»

Die Niederschlagsmengen waren bemerkenswert. In Sihlbrugg ZH wurden 57 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, in Küsnacht waren es 54 Liter und in Opfikon 53 Liter. «Die Region Zürich erwischte es mit voller Breitseite», so der Meteorologe Roger Perret von «Meteo News» gegenüber Blick. 

Das bedeutet, dass innerhalb von nur ein bis zwei Stunden etwa die Hälfte dessen fiel, was normalerweise im gesamten Juni zusammenkommt. Die Wassermassen sorgten örtlich für überflutete Strassen und erschweren die Verkehrslage in der Stadt nach wie vor erheblich.

Sturmböen sorgten für Verwüstung

Auch der Wind liess seine Muskeln spielen. In höheren Lagen registrierten die Messstationen Böen von bis zu 89 Kilometern pro Stunde. Das sind allerdings die offiziellen Messwerte der Wetterstationen. 

Angesichts der vielen Bilder und Videos aus der Region Zürich, die umgestürzte Bäume und Sturmschäden zeigen, kann man davon ausgehen, dass es örtlich deutlich stärkere Windböen gab. Solche Spitzenwerte werden nicht immer von fest installierten Messstationen erfasst.

Temperatursturz und Tausende Blitze

Besonders auffällig war auch der schnelle Wetterumschwung. An vielen Orten fiel die Temperatur innerhalb von nur ein bis zwei Stunden um etwa 12 bis 15 Grad. Aus einem warmen und schwülen Sommerabend wurde binnen kürzester Zeit eine deutlich kühlere Wetterlage, die von Gewittern geprägt war.

Für ein wahres Blitzspektakel sorgte vor allem die Region Zürich. Mit exakt 6888 registrierten Blitzen war Zürich am Freitagabend schweizweit an der Spitze. Immer wieder erhellten elektrische Entladungen den Himmel, während sich die Gewitterzellen über der Region entluden.

Obwohl die Gewitter an vielen Orten nur wenige Stunden wüteten, hinterliessen sie klare Spuren. Alles dazu findest du hier in unserem Wetter-Ticker.

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