Wer derzeit nach einem neuen E-Bike oder Rennvelo sucht, reibt sich mitunter verwundert die Augen: Viele teure Markenfahrräder werden momentan zu Schleuderpreisen verkauft – manche Anbieter locken mit Rabatten von bis zu 70 Prozent.
«Die Rabatte sind wirklich sehr ausserordentlich und dürften so wahrscheinlich nur einmal pro Jahrhundert vorkommen», sagt Daniel Löw vom Fahrrad-Outlet «Velomärkte». «Ganz besonders attraktiv sind die Vergünstigungen bei teureren Velos wie E-Bikes.»
Pandemie löste Veloboom aus
Doch was steckt hinter diesem historischen Preisbeben? Die Gründe dafür hängen mit der Corona-Zeit ab 2020 zusammen. Die Pandemie löste einen beispiellosen Veloboom aus, weil öffentliche Verkehrsmittel gemieden wurden und die Menschen ins Freie drängten.
Eine Entwicklung, die viele Hersteller und Fahrradhändler zu gewaltigen Bestellungen verleitete, wie Löw sagt: «Sie gingen davon aus, dass dieser Boom anhält. Manche hofften auf die grüne Wende.» Doch selbst mit neu gebauten Fabriken liess sich die enorme Nachfrage nicht von heute auf morgen bedienen – die Produktion humpelte dem Boom hinterher.
Der Boom kippte abrupt
Dann folgten der Ukraine-Konflikt und die Inflation. Die Folge: Die Lebenshaltungskosten stiegen, die Unsicherheit wuchs – und damit brach die Nachfrage nach teureren Gütern wie Velos schlagartig ein, während die verspätet produzierten Fahrräder endlich in den Lagern eintrafen. Händler konnten die Ware nicht mehr abnehmen. «Die Hersteller blieben auf ihren riesigen Beständen sitzen und waren gezwungen, sie deutlich unter ihrem Einstandspreis zu verscherbeln.»
Ein Umstand, den sich Geschäftsmodelle wie jenes von «Velomärkte» zunutze machen (siehe Box). «Als Outlet kaufen wir Überbestände günstig ein und geben diesen Preisvorteil an unsere Kunden weiter», erklärt Daniel Löw. Weil aufgrund der aktuellen Absatzkrise noch immer gewisse Überbestände vorhanden seien, seien gar noch tiefere Preise möglich als üblicherweise.
Velomärkte.ch hat sich auf das Liquidieren der Überbestände von 30 Topmarken spezialisiert und verkauft diese zu Schnäppchenpreisen in den fünf Shops in Zürich, Basel, Baar ZG, Murgenthal AG und Sion-Conthey VS. Erhältlich sind E-Bikes, Mountainbikes, Trekkingräder, Rennvelos und Gravelbikes. Mit 500 bis 800 Bikes pro Shop-Standort bietet das Outlet die schweizweit grösste Bike-Auswahl an. Kundinnen und Kunden können die Velos in den Shops ausgiebig testen und gleich mit nach Hause nehmen. Alle Bikes werden trotz reduzierten Preisen mit voller Herstellergarantie verkauft, dazu kümmern sich die Velomärkte-Shops auch um den Service. Sollte einmal etwas nicht passen, so ist eine Rückgabe oder ein Austausch des Velos unkompliziert möglich.
Velomärkte.ch hat sich auf das Liquidieren der Überbestände von 30 Topmarken spezialisiert und verkauft diese zu Schnäppchenpreisen in den fünf Shops in Zürich, Basel, Baar ZG, Murgenthal AG und Sion-Conthey VS. Erhältlich sind E-Bikes, Mountainbikes, Trekkingräder, Rennvelos und Gravelbikes. Mit 500 bis 800 Bikes pro Shop-Standort bietet das Outlet die schweizweit grösste Bike-Auswahl an. Kundinnen und Kunden können die Velos in den Shops ausgiebig testen und gleich mit nach Hause nehmen. Alle Bikes werden trotz reduzierten Preisen mit voller Herstellergarantie verkauft, dazu kümmern sich die Velomärkte-Shops auch um den Service. Sollte einmal etwas nicht passen, so ist eine Rückgabe oder ein Austausch des Velos unkompliziert möglich.
Kritik mit Qualität entgegenhalten
Ihre Rabatte seien so «krass, dass uns Kunden im Internet öfter für Betrüger halten», sagt Daniel Löw. «Manche finden auch, es handle sich sicher um schlechte Qualität.» Was entgegnet er solchen Kritikerinnen und Kritikern? «Dieser Gedanke ist nachvollziehbar», sagt er dazu. «Es gibt ja solche Anbieter. Doch mit unserem Fokus auf preisreduzierte Modelle können wir tatsächlich trotz tiefen Preisen exzellente Qualität anbieten.»
Das habe zur Folge, dass auch jene Leute Zugang zu einem Top-Bike hätten, die es sich im normalen Preissegment nicht leisten könnten. Ein Qualitätsbike zahle sich auch langfristig aus, ergänzt der Experte: «Man hat deutlich tiefere Reparaturkosten, und die Bikes halten sehr viel länger.»
Wer mit dem Kauf eines neuen Drahtesels liebäugelt, sollte allerdings nicht mehr allzu lange warten, wie Löw ergänzt. Der Markt habe sich seit 2025 langsam wieder zu stabilisieren begonnen. «Die Produzenten haben ihre Fertigung drastisch heruntergefahren, die riesigen Lagerbestände verkleinern sich zusehends.» Wer die Anschaffung eines Velos überlege, sei wohl gut beraten, noch dieses Jahr zu handeln.
Darauf solltest du beim Velo-Kauf achten
Einsatzzweck
Für welche Einsätze benötige ich das Velo? Suche ich ein Bike für den Arbeitsweg (City), Touren (Trekking), Gelände (Mountainbike) oder Schotterwege (Gravel)? Daraus ergibt sich im Beratungsgespräch oder bei eigenen Abklärungen im Internet der passende Fahrradtyp.
Qualitätscheck
Alle Komponenten eines Fahrrads gibt es in diversen Qualitätsabstufungen. Als Orientierung kann man zum Beispiel die Gangschaltung anschauen und diese auf der Qualitätsskala prüfen. In der Regel sind die anderen Komponenten von ähnlicher Qualität.
Komponentenanalyse
Die Schaltung sollte beim Gangwechsel sauber und knackig reagieren. Bremsen sind essenziell und müssen sofort und stark wirken – zu empfehlen sind Scheibenbremsen. Die Lichtanlage – wenn vorhanden – muss zuverlässig funktionieren.
Stabilitätsprüfung
Machen alle Teile am Velo einen qualitativ guten Eindruck oder wirkt etwas billig und instabil? Gibt es Geräusche beim Fahren? Durch den Vergleich mit anderen, auch teureren Modellen bekommt man rasch ein gutes Gefühl für die Qualität.
Modell-Test
Es empfiehlt sich, mehrere Modelle in der passenden Grösse zu testen. Jedes Velo ist anders, und auf dem richtigen Velo fühlt man sich wohl. Gegebenenfalls gleich vor Ort Anpassungen machen lassen (z. B. den Sattel tauschen oder die Lenkerneigung ändern).
Garantie & Service
Achte darauf, dass du trotz Rabatt die volle Herstellergarantie erhältst und einen unkomplizierten Service-Partner in der Nähe hast.
E-Bike-Check
Bei E-Bikes sind Motorleistung und Akkukapazität relevant. Das maximale Drehmoment (Nm) gibt an, wie stark die Tretunterstützung sein kann. Mit 85 Nm lässt sich jede Steigung locker meistern – weniger reicht in flachem oder nur leicht hügeligem Gelände gut aus. Akkus mit grösserer Kapazität erlauben längere Fahrten, sind aber auch schwerer.
Bauchgefühl
Nicht zuletzt ist auch das eigene Bauchgefühl ein guter Gradmesser. Was sagen die Kundenbewertungen auf Google? Wird man im Shop ehrlich, informativ und engagiert beraten?
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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