Bei diesem Beitrag handelt es sich um politische Werbung.
Mit Importen, die sich zwischen 2021 und 2025 jährlich auf 162 bis 209 Tonnen beliefen, gehört die Schweiz weltweit zu den grössten Abnehmern von Foie gras. Während wir für Gänse und Enten im Inland solide Tierschutzstandards pflegen, lagern wir das Tierleid für den Gourmetgenuss schlichtweg ins Ausland aus. «Diese Doppelmoral ist für viele Menschen kaum nachvollziehbar. Was wir hier verbieten, kaufen wir im Ausland ein», sagt Nicolas Roeschli, Campaigner bei Vier Pfoten Schweiz.
Systematische Tierquälerei
Traditionell stammt Foie gras aus der Leber von zwangsgefütterten Gänsen und Enten. Der Name verrät es bereits, er lautet auf Deutsch: fette Leber. Die Vögel werden auf qualvolle Weise gestopft, indem ein Metall- oder Plastikrohr in die Speiseröhre eingeführt wird, um sie zwangszufüttern. Dabei werden Enten zweimal und Gänse dreimal täglich mit einem Brei aus Mais zwangsernährt – mit bis zu einem Kilo pro Mal. Damit müssen die Tiere etwa sechsmal mehr Nahrung aufnehmen, als sie natürlicherweise fressen würden.
«Die Tiere können sich nicht wehren. Ihre Leber wird krankhaft verfettet und schwillt auf das bis zu Zehnfache der normalen Grösse an, was mit starken Schmerzen verbunden ist», erklärt Roeschli. Die Folgen sind fatal: Atemprobleme, entzündete Organe und eine Sterblichkeitsrate, die bis zu 20-mal höher ist als bei normaler Aufzucht. Zudem werden den Tieren oft Krallen und Schnäbel mit intensiven Infrarotstrahlen verbrannt, damit sie die Enge in den Mastbetrieben überstehen. «All das zeigt klar, dass die Herstellung von Foie gras nichts anderes ist als systematische Tierquälerei», so Roeschli.
Tiere bei vollem Bewusstsein
Die Tiere sind bei der Zwangsernährung bei vollem Bewusstsein. Ein zu hoher Druck kann dazu führen, dass die Speiseröhre, der Kropf oder der Magen reisst, was den Tod des Tieres zur Folge hat. Die massiv übergrosse, kranke Leber übt zudem einen immensen Druck auf die Lunge und andere Organe aus. Das Tier kann sich nicht mehr richtig bewegen und bekommt nur noch schlecht Luft. Zusätzlich kommt es zu einer Belastung des gesamten Stoffwechsels, weil die kranke Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr erfüllen kann.
Politisches Tauziehen in Bern
Dieses enorme Leid, das in Schweizer Ställen undenkbar wäre, landet über den Import von Foie gras dennoch täglich auf Schweizer Tellern. Um diesen Widerspruch aufzulösen, fordert die Initiative «Ja zum Importverbot für Stopfleber» eine konsequente Haltung. «Das Ziel ist klar und einfach: Dieses tierquälerisch erzeugte Produkt soll nicht weiter in die Schweiz importiert werden», erklärt Sarina Gerber, Policy Officer bei Vier Pfoten Schweiz.
Doch in Bern stösst das Vorhaben auf Widerstand. Bundesrat und Nationalrat lehnten die Initiative zunächst ab, mit Verweis auf internationale Handelsbeziehungen und die individuelle Freiheit. Gerber lässt diese Argumente nicht gelten: «Aus Sicht von Vier Pfoten sind dies schwache Argumente im Gegensatz zum Leid, das den durchschnittlich 350’000 Enten und Gänsen angetan wird, die jährlich für den Import in die Schweiz gequält werden.»
Entscheidung in der Sommersession
Aktuell liegt ein indirekter Gegenvorschlag auf dem Tisch. Der sieht die Beobachtung der Importmengen vor – nach der Umsetzung der bereits 2025 verabschiedeten Deklarationspflicht – und mögliche Massnahmen, falls die Importe nicht sinken. «Der Gegenvorschlag ist zwar eine Verbesserung, gleichzeitig lässt er im Moment noch zu viele Unsicherheiten in Bezug auf die konkreten Massnahmen und auf den Zeitpunkt ihrer Umsetzung zu», so Gerbers kritische Reaktion.
Nachdem der Nationalrat dem Gegenvorschlag zugestimmt hat, befasst sich in der anstehenden Sommersession nun der Ständerat damit. Sollte dieser den Gegenvorschlag ablehnen, geht das Geschäft zurück an den Nationalrat. Falls die Vorlage letztlich scheitert oder die Initianten nicht einlenken, rückt eine Volksabstimmung in greifbare Nähe. «Unser Eindruck ist, dass das Thema Tierleid bei der Stopfleber für viele Menschen relevant ist. Insbesondere bei einer derart tierquälerischen Methode», sagt Gerber.
Tierfreundliche Alternativen
Der Verzicht auf Stopfleber ist längst keine Frage des mangelnden Genusses mehr. Es gibt zahlreiche Alternativen, die beweisen, dass die traditionelle Mastmethode überflüssig geworden ist. Nicolas Roeschli verweist auf tierische Produkte wie Foie fin, die ohne Zwangsfütterung entstehen, sowie auf rein pflanzliche Faux-gras-Varianten. Infos und Rezepte dazu findest du hier.
Da diese Alternativen rechtlich nicht als Stopfleber gelten, wären sie von einem künftigen Importverbot nicht betroffen. Wer dennoch tierische Produkte kauft, sollte laut Vier Pfoten dringend auf ungestopfte Erzeugnisse aus kontrollierter Freilandhaltung mit Wasserzugang achten.
Vier Pfoten ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heimtiere, sogenannte Nutztiere und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, im Vereinigten Königreich, in Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in 13 Ländern sorgt Vier Pfoten für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.
Vier Pfoten ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heimtiere, sogenannte Nutztiere und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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