Darum gehts
- Jeans sollten möglichst selten gewaschen werden
- Reissverschluss-Probleme kann man mit Schlüsselringen beheben
- Beim Waschen solltet ihr Denim auf links drehen
Ganz egal, durch welches Jahrzehnt, welche wilden Trends oder welche Phase wir auch gegangen sind: Die Jeans waren von Anfang an dabei. Sie sind nie aus unserem Leben verschwunden, und wir danken ihnen ihren Dienst mit der gleichen Loyalität. Die ewige Lovestory könnte also kaum schöner sein – doch sind wir ehrlich: In jeder Beziehung gibt es Komplikationen. Auch in der mit unseren treuen Beinkleidern. Jeans sind manchmal eng, manchmal unbequem, reiben an den Schenkeln auf, entblössen uns in der Öffentlichkeit. Eigentlich jede Menge Red Flags. Höchste Zeit, abzuhauen? Natürlich nicht! Wir packen die Probleme lieber an und verraten, wie wir sie ein für alle Mal aus dem Weg räumen.
Nach dem Waschen zu eng
Geht es euch wie uns, dann zögert ihr zuerst den Waschgang eurer Jeans so weit wie möglich hinaus und vermeidet im Anschluss das Tragen der frisch gewaschenen Stücke um jeden Preis. Und das alles nur, um sich die ersten unbequemen Stunden zu ersparen, in denen sich die Jeans zwei Nummern zu klein anfühlen. Die gute Nachricht: Eigentlich muss das gar nicht sein. Der ehemalige Levis-Chef Chip Bergh höchstpersönlich rät dringend davon ab, Jeans überhaupt zu waschen. Das schadet Farbe und Form. Besser: Die Jeans regelmässig über Nacht ins Gefrierfach legen. Das tötet die Bakterien ab, die nach einer Weile für unangenehmen Geruch sorgen können. Und jetzt ratet mal, was nach dem Frosten mit der Passform der Jeans passiert. Genau: nichts. Sie bleibt so wunderbar bequem wie vorher.
Löcher reissen immer weiter ein
Manche sind absichtlich da, manche einfach, weil wir unsere Lieblingsjeans schon so lange tragen, wie wir denken können: Risse und Löcher. Der Look kann prinzipiell okay sein. Das Problem ist nur: Mit jedem Tragen wird die Haut grossflächiger freigelegt und aus Jeans mit Löchern werden Löcher mit Jeans. Die Lösung ist etwas aufwendiger, erhält euch dafür aber eure Lieblingsstücke ewig: Die Hose auf links drehen und Jeanspatches zum Aufbügeln in Streifen schneiden. An den Stellen, an denen die Löcher weiter aufreissen würden, kommen die Patches zum Einsatz und verstärken so den Stoff. Voilà.
Reissverschluss klemmt – oder macht das Gegenteil
Will der Reissverschluss eurer Jeans partout nicht mehr hoch (oder runter), hilft es, ein Stück Seife, eine Kerze oder die Mine eines Bleistifts über die Zähne des Verschlusses zu reiben. Alle drei Methoden fungieren wie ein natürliches Schmiermittel. Habt ihr das gegenteilige Problem und euer Hosenschlitz öffnet sich je nach Lust und Laune, rettet ein Schlüsselring die Lage: einfach am Reissverschluss-Schieber befestigen und beim Hochziehen um den Knopf der Jeans legen. Die Hose dann normal verschliessen – wir versprechen, der Zipper bleibt an Ort und Stelle.
Zwischen den Schenkeln löst sich der Stoff auf
Leider haben wir keine guten Nachrichten: Jeans, die sich schon nach kurzer Zeit zwischen den Schenkeln auflösen, sind schlicht nicht besonders gut verarbeitet. Robuste, dickere Stoffe halten mehr aus. Eure Lieblingsjeans ist nicht von dieser Sorte? Innen aufgebügelte Jeanspatches an den betroffenen Stellen helfen auch hier, die Lebensdauer des Stücks zu verlängern.
Ausgewaschen und ausgebeult
Wir wollen kurz noch mal den ersten Punkt unserer Liste bei euch auf den Schirm rufen. Denn Form und Farbe verlieren eure Jeans schliesslich vor allem durchs Waschen. Könnt ihr partout nicht darauf verzichten, solltet ihr zumindest daran denken, das gute Stück zuvor auf links zu drehen, den Feinwaschgang zu wählen und in jedem Fall die Finger von Weichspüler und Tumbler zu lassen.