Hinter den Kulissen von Spital und Coiffeursalon
Warum Gefühle im Job unverzichtbar sind

Die Arbeitswelt wird schneller, komplexer und anspruchsvoller – hinzu kommt als Herausforderung die KI. Zwei Beispiele aus dem Gesundheits- und Dienstleistungssektor verdeutlichen, weshalb Softskills wie emotionale Intelligenz und mentale Stärke an Bedeutung gewinnen.
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von SwissSkills

Lisa Maibach, Fachfrau Gesundheit: «Ohne die beiden Kompetenzen läuft in der Pflege nichts»

Wenn Lisa Maibach abends ihre Schicht im Spital Aarberg BE beendet, wirft sie nicht nur ihre Arbeitskleidung in den Wäschesack. «Ich streife bildlich gesprochen auch all meine Probleme ab, die vom Arbeitstag noch an mir haften», sagt sie dazu. «Diese Strategie habe ich selbst entwickelt. Sie hilft mir dabei, mich nach Schichtende gefühlsmässig vom Job abzugrenzen.»

Ein Beispiel aus dem Joballtag einer Fachfrau Gesundheit EFZ, das zeigt, wie wichtig Softskills im Arbeitsleben sind. Emotionale Intelligenz und mentale Stärke gewinnen auch im Gesundheitswesen weiter an Bedeutung: Ersteres steht dafür, Gefühle besser wahrzunehmen, zu verstehen und dann gezielt einzusetzen. Und das Zweite meint die psychische Fähigkeit, auch unter extremem Druck, bei Rückschlägen oder in Unsicherheiten fokussiert und widerstandsfähig zu bleiben. 

Beide Fähigkeiten gehören im Pflegeberuf zu den wichtigsten Skills überhaupt, hält Lisa Maibach fest. Der Grund: Ihr Job wird von Jahr zu Jahr komplexer. Patientinnen und Patienten haben oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig, befinden sich in belastenden Lebenssituationen und finden sich im Spital in ungewohnter Umgebung wieder. Hinzu kommt der ohnehin anspruchsvolle Alltag in der Pflege – mit steigendem Zeit- und Kostendruck.

Kommunikation, Empathie und Stressresistenz

Eine Entwicklung, wie sie in grossen Teilen der Arbeitswelt zu beobachten ist – ständige Erreichbarkeit, verdichtete Arbeitsabläufe, hybride Teamstrukturen, gestiegene Anforderungen an die Kommunikation sowie vielschichtige Multitasking-Anforderungen stellen Beschäftigte unter Dauerbelastung. Fachwissen allein reicht unter diesen Voraussetzungen nicht mehr aus. 

«Man muss gut kommunizieren können, mit Stress umgehen und in schwierigen Situationen professionell bleiben», sagt Lisa Maibach. Es gelte, einen kühlen Kopf zu bewahren. «Auch dann, wenn es um einen herum brennt.» In solchen Situationen könne mentale Stärke dazu beitragen, ruhig zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Sie helfe zudem dabei, nach Rückschlägen wieder motiviert weiterzumachen. «Sich selbst zu kennen und zu wissen, wo die eigenen Grenzen liegen. Kompetenzen und Defizite zugeben und an ihnen arbeiten – das verbinde ich ebenfalls mit mentaler Stärke.»

Emotionale Intelligenz wiederum sei essenziell, um spezifisch auf Menschen eingehen zu können. «Das entscheidet oft darüber, ob sich jemand sicher und verstanden fühlt», sagt die Bernerin. «So kann ich unter anderem den allgemeinen Stress, der mit einem Spitalaufenthalt verbunden ist, abfedern.»

Auch innerhalb eines Teams gewinne die Fähigkeit mehr und mehr an Bedeutung. «Gerade, wenn der Arbeitsdruck hoch ist, bleibt man dann gemeinsam stark, weil jeder sein Bestes gibt.» Gleichzeitig gehe es bei der emotionalen Intelligenz darum, die eigenen Gefühle zu kennen und mit ihnen gewinnbringend umgehen zu können. Stichwort «Abgrenzung». «Ich lasse die Patientinnen und Patienten nur so nahe an mich heran, wie ich es im Moment mental zulassen kann», erzählt Lisa Maibach.

UBS – Hauptpartnerin von SwissSkills

Die Berufslehre und die Berufsvielfalt sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Damit Jugendliche im Berufsleben ihr volles Potenzial entdecken und entfalten können, engagiert sich UBS umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen. Diese haben das Ziel, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken. 

Zu diesen Plattformen gehören unter anderem die zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern, die SwissSkills City sowie die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft und deren Unterstützung bei der Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe, wie den WorldSkills 2026 in Shanghai, die vom 22. bis 27. September stattfinden.

Ringier Medien Schweiz ist offizieller Medienpartner von SwissSkills.

Die Berufslehre und die Berufsvielfalt sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Damit Jugendliche im Berufsleben ihr volles Potenzial entdecken und entfalten können, engagiert sich UBS umfassend im Rahmen aller SwissSkills-Plattformen. Diese haben das Ziel, die Exzellenz der Berufsausübung in der Schweiz langfristig zu stärken. 

Zu diesen Plattformen gehören unter anderem die zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern, die SwissSkills City sowie die Förderung der SwissSkills-Berufsnationalmannschaft und deren Unterstützung bei der Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe, wie den WorldSkills 2026 in Shanghai, die vom 22. bis 27. September stattfinden.

Ringier Medien Schweiz ist offizieller Medienpartner von SwissSkills.

Nebst dem Lehrbuch sind Feedbacks und Erfahrungen zentral

Welch wesentlichen Stellenwert die beschriebene Sozialkompetenz im Pflegeberuf einnimmt, bestätigt Lisa Maibachs Expertin Irina Meier. «Wir arbeiten sehr eng mit Menschen zusammen und werden immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert. Um individuell betreuen und pflegen zu können, brauchen wir Einfühlungsvermögen.»

Es sei zentral, dass diese beiden Fähigkeiten in der gesamten Ausbildung gezielt vermittelt würden, ergänzt Expertin Meier. Die Auszubildenden lernen etwa in professionellen Kommunikationstrainings die Grundlagen für den Beziehungsaufbau. Im Alltag ermutige sie die Lernenden zu kurzen Reflexionen und gebe regelmässig Rückmeldungen.

Sinnvoll seien auch Feedbacks von Patientendarstellerinnen und -darstellern. «Sie geben an, ob sie sich empathisch behandelt gefühlt haben oder weniger. Dadurch kann Lisa Massnahmen ableiten, um in der nächsten Situation anders zu reagieren», erklärt Irina Meier.

Die Stärkung der beiden Softskills geschehe während der Ausbildung, dann aber vielfach über die eigenen Erfahrungen. «Erst wenn man schwierige Gespräche führt, belastende Situationen erlebt und diese anschliessend reflektiert, entwickelt man diese Fähigkeiten wirklich weiter», sagt Lisa Maibach.

Wie gut sie Gelerntes und Erlebtes in ihre emotionale Intelligenz und mentale Stärke umgemünzt hat, bewies sie spätestens 2025 mit dem Erringen der Goldmedaille an den SwissSkills in Bern. Aktuell bereitet sich Maibach auf die WorldSkills im September in Shanghai (China) vor. Sie stelle erneut fest, wie wichtig psychische Widerstandskraft sei: «Sie hilft mir in jeder Situation weiter, etwa beim Verstehen, wieso man etwas so macht oder auf eine bestimmte Weise reagiert. Und sie wird mir im September helfen, bei den WorldSkills fokussiert zu bleiben.»

6 Tipps für mentale Stärke

Ausbildnerinnen und Lernende verraten ihre besten Ratschläge:

  • Aus Erfahrungen und Fehlern lernen: Nach schwierigen Situationen ehrlich reflektieren – was lief gut und was lässt sich beim nächsten Mal verbessern?
  • Die Komfortzone verlassen: Sich bewusst neuen Herausforderungen stellen, hohe Ziele stecken und an Aufgaben wachsen.
  • Persönliche Strategien im Alltag nutzen: Ob Sport, Meditation, Muskelentspannung oder Spaziergänge – die eigene Methode finden und gezielt bei Stress anwenden.
  • Inseln zur Energierückgewinnung schaffen: Bewusste Pausen im Alltag einplanen, um frische Energie zu tanken.
  • Generell gut auf sich achten: Auf ausreichend Erholung, einen gesunden Ausgleich zum Job und ein unterstützendes Umfeld achten.
  • Sich von Mentoren inspirieren lassen: Vorbilder suchen, von deren Erfahrung profitieren und sich auf dem eigenen Weg begleiten lassen.

Ausbildnerinnen und Lernende verraten ihre besten Ratschläge:

  • Aus Erfahrungen und Fehlern lernen: Nach schwierigen Situationen ehrlich reflektieren – was lief gut und was lässt sich beim nächsten Mal verbessern?
  • Die Komfortzone verlassen: Sich bewusst neuen Herausforderungen stellen, hohe Ziele stecken und an Aufgaben wachsen.
  • Persönliche Strategien im Alltag nutzen: Ob Sport, Meditation, Muskelentspannung oder Spaziergänge – die eigene Methode finden und gezielt bei Stress anwenden.
  • Inseln zur Energierückgewinnung schaffen: Bewusste Pausen im Alltag einplanen, um frische Energie zu tanken.
  • Generell gut auf sich achten: Auf ausreichend Erholung, einen gesunden Ausgleich zum Job und ein unterstützendes Umfeld achten.
  • Sich von Mentoren inspirieren lassen: Vorbilder suchen, von deren Erfahrung profitieren und sich auf dem eigenen Weg begleiten lassen.

Coiffeuse Marine Känzig: «Wir brauchen diese Skills jeden Tag»

Auch Marine Känzig bereitet sich mit Hochdruck auf die WorldSkills vor. Die Coiffeuse EFZ aus Court BE holte im vergangenen Herbst an den SwissSkills den vierten Platz. Auch sie erfuhr im Laufe ihrer Ausbildung, dass es ohne mentale Stärke und emotionale Intelligenz in ihrem Beruf kaum geht. «Ich habe gelernt: Wir brauchen beides jeden Tag», sagt sie dazu. Beide Skills seien elementar, um aufmerksamer auf die Kundschaft einzugehen und deren Gefühle und Bedürfnisse zu verstehen.

Beide Skills seien zudem elementar, um aufmerksamer auf die Kundschaft einzugehen und deren Gefühle zu verstehen. Denn der Coiffeurberuf werde immer fordernder, wie Marines Expertin Carole Corminboeuf bestätigt. «Die Coiffeurbranche ist heute aufgrund der hohen Dichte an Geschäften ein besonders konkurrenzbetonter Markt», erläutert sie. Zudem sei es extrem anspruchsvoll, täglich acht Stunden in engem Kontakt mit der Kundschaft zu stehen. «Wir müssen manche Situationen im Salon mit viel Diplomatie bewältigen, ohne jemals die Beherrschung zu verlieren, stets lösungsorientiert bleiben und wunde Punkte feinfühlig ausgleichen.»

Selbsterkenntnis, Beobachtungsgabe und Empathie

Ganz allgemein gehe es im Coiffeurberuf um eine Beziehung zu den Kundinnen und Kunden, die sehr intimer Natur sein könne. «Wir berühren ihren Kopf und ihre Haare – etwas, das normalerweise dem engsten Vertrauten- oder dem Gesundheitsbereich vorbehalten ist.» Darüber hinaus vertraue ihnen die Kundschaft mehr als «nur» die Haarpracht an: Jobwechsel, Beziehungsfragen, Scheidungen, Todesfälle. «Wir teilen all diese Sachen täglich mit ihnen. Deshalb ist es besonders wichtig, hier die nötige Feinfühligkeit zu besitzen.»

Aus ihrer Sicht entsteht diese Fähigkeit zur Empathie vor allem durch Selbsterkenntnis, Beobachtungsgabe und Empathie. «Jemand, der diese Fähigkeit besitzt, hört zunächst gut zu, nimmt wahr, analysiert dann und drückt sich danach angemessen aus.» Ausserdem sei sie oder er in der Lage, Überflüssiges auszublenden, bleibe lösungsorientiert und verliere das Ziel nicht aus den Augen.

Als Ausbildnerin könne sie den Lernenden helfen, an diesen Fertigkeiten zu feilen. «Ich kann mit ihnen zum Beispiel am eigenen Mitgefühl arbeiten, indem sie sich in die Lage anderer hineinversetzen. Das hilft zu verstehen, wie wichtig es ist, Verständnis und Taktgefühl zu zeigen.» Andererseits gelte es, eine klare Vision zu haben, um auf einem schwierigen Weg resilient zu bleiben.

Foto: Stefan Wermuth

Umgang mit Menschen stärkt die Belastbarkeit

Bei Marine wandte Carole etwa einen Selbstwahrnehmungstest an: «Dadurch habe ich schnell gemerkt, dass sie etwas ängstlich war und schlecht mit Unvorhergesehenem umgehen konnte. Diese Information ermöglichte es mir, gemeinsam mit ihr Anpassungsstrategien zu erarbeiten, die wir im Training gezielt einsetzten.»

Mit Erfolg: Wie Lisa Maibach hat sich auch Marine Känzig die beiden Skills durch viel Learning by Doing angeeignet. Sowohl die Ausbildungseinheiten als auch der Alltag im Salon Coiffure Chics Tifs in Reconvilier BE haben sie geprägt. «Der Umgang mit Menschen hat meine psychische Widerstandsfähigkeit verbessert», betont Känzig. Auch im Hinblick auf den Wettkampf in Shanghai gelte für sie: «Prüfungen festigen uns. Mentale Stärke wächst, indem wir unsere Defizite in Pluspunkte verwandeln, das Positive sehen und uns nicht entmutigen lassen.»

Ist emotionale Intelligenz damit die entscheidendere Form der Intelligenz? Oder anders gefragt: Ist der EQ der neue IQ? Ausbilderin Carole Corminboeuf bleibt bei dieser Frage diplomatisch. «Beide ergänzen sich», so ihre Einschätzung. Dennoch glaube sie fest an die gestiegene Bedeutung der beschriebenen Skills – gerade im Zeitalter von KI. «Die KI kann Emotionen lediglich nachahmen, nicht aber selbst empfinden. Deshalb denke ich, dass emotionale Intelligenz heute mindestens genauso wichtig ist wie ein hoher IQ.»

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

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