Wenn das Herz weh tut
So gefährlich ist das Broken-Heart-Syndrom

Emotionen und Gefühle können tatsächlich Einfluss auf das Herz nehmen: Das Broken-Heart-Syndrom, eine Funktionsstörung des Herzens, wird durch starke körperliche oder psychische Belastungen ausgelöst. Forscher haben nun herausgefunden, dass einige Patienten auch noch Jahre danach daran sterben können.
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Das Broken-Heart-Syndrom ist eniger gefährlich als ein Herzinfarkt, Trotzdem können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.
Foto: Getty Images

Etwa 10 Prozent aller Personen mit dem Broken-Heart-Syndrom, fachsprachlich auch Takotsubo, erleiden zusätzlich einen sogenannten kardiogenen Schock.

Was ist Takotsubo-Syndrom?

Darunter verstehen Mediziner eine lebensbedrohliche Situation, in der das Herz den Körper plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Forscher des Universitätsspitals Zürich in der Schweiz stellten nun erstmals fest, dass Menschen mit einem Broken-Heart-Syndrom, das durch einen kardiogenen Schock verkompliziert wurde, noch bis zu fünf Jahre später ein höheres Risiko für einen vorzeitigen Tod hatten.

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Folgende Risikofaktoren sind zu beachte

  1. Das Broken-Heart-Syndrom wurde bei ihnen durch körperlichen Stress wie eine Operation oder einen Asthmaanfall ausgelöst.
  2. Es traten Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern) und/oder geringeres Schlagvolumen auf.
  3. Röntgen- oder Ultraschallbefunde zeigten Auffälligkeiten in der linken Herzkammer.
  4. Es lagen Risikofaktoren für Herzerkrankungen wie Diabetes oder Rauchen vor.

"Dank der Studie wissen wir nun, welche Takotsubo-Patienten in der akuten Phase der Erkrankung einen kardiogenen Schock entwickeln und deshalb intensiv überwacht werden sollten. Diese Patienten zeigen auch langfristig ein erhöhtes Risiko und sollten deshalb auch dauerhaft verlaufskontrolliert werden", berichtet Studienleiter und Kardiologe Dr. Christian Templin auf der Jahrestagung der American Heart Association.

Wie erkennt man Broken-Heart-Syndrom?

Hinter einem gebrochenen Herzen verbirgt sich eine Krankheit, die ähnliche Beschwerden wie ein Herzinfarkt verursacht, aber keiner ist. Denn anders als bei einem Herzinfarkt sind die Herzkranzgefässe nicht verschlossen. Trotzdem schlägt ein Teil des Herzens schlecht, die Patienten haben Atemnot und verspüren Schmerzen in der Brust. Warum und wie genau diese Erkrankung entsteht, ist noch nicht geklärt. Bekannt ist jedoch, dass sie am häufigsten bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt und sowohl durch emotional belastende Ereignisse als auch durch akute körperliche Beschwerden ausgelöst werden kann. Sogar gute Nachrichten und freudige Begebenheiten können zum Broken-Heart-Syndrom führen.

Ein gebrochenes Herz in zwei Stücken gerissen
Eine Trennung kann man überstehen, auch wenn es schwer fällt.
Getty Images

Hinter einem gebrochenen Herzen verbirgt sich eine Krankheit, die ähnliche Beschwerden wie ein Herzinfarkt verursacht, aber keiner ist. Denn anders als bei einem Herzinfarkt sind die Herzkranzgefässe nicht verschlossen. Trotzdem schlägt ein Teil des Herzens schlecht, die Patienten haben Atemnot und verspüren Schmerzen in der Brust. Warum und wie genau diese Erkrankung entsteht, ist noch nicht geklärt. Bekannt ist jedoch, dass sie am häufigsten bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt und sowohl durch emotional belastende Ereignisse als auch durch akute körperliche Beschwerden ausgelöst werden kann. Sogar gute Nachrichten und freudige Begebenheiten können zum Broken-Heart-Syndrom führen.

Symptomen ähneln sich einem Herzinfarkt

Beim Broken-Heart-Syndrom kann es zu Symptomen kommen, die einem Herzinfarkt ähneln. Es treten jedoch keine Herzmuskelschäden oder Arterienverschlüsse auf, und die Patienten erholen sich in der Regel binnen Tagen oder Wochen, sofern der Patient die lebensbedrohliche akute Phase überwindet. Allgemein wird angenommen, dass das Broken-Heart-Syndrom durch Stresshormone verursacht wird. Auslöser können neben körperlicher Belastung sowohl extrem negative als auch positive Erlebnisse wie etwa ein Todesfall oder ein Lottogewinn sein.

Die Risikofaktoren wurden durch eine Analyse von Daten des grössten internationalen Takotsubo-Registers identifiziert. Dabei wurden 198 Personen, die einen kardiogenen Schock erlitten hatten, mit 1880 Patienten ohne kardiogenen Schock verglichen, in der Mehrzahl waren es Frauen. (aponet)

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