Der deutsche Mediziner, Mikrobiologe und Hygieniker Robert Koch wurde am 11. Dezember 1843 in Clausthal geboren. Koch gilt als einer der Begründer der modernen Bakteriologie und Mikrobiologie.
1882 entdeckte er den Tuberkulose-Erreger; diese Entdeckung gehört zu Kochs grundlegenden Beiträgen zur Infektionslehre. Heute ist die Medizin zwar an einem ganz anderen Punkt als zu Kochs Lebzeiten, dennoch erkranken weltweit noch heute 9 Millionen Menschen pro Jahr. Damit führt Tuberkulose die Liste tödlicher Infektionskrankheiten an.
Was ist eine Tuberkulose?
Die Tuberkulose (früher auch als Schwindsucht oder Morbus Koch, umgangssprachlich als «die Motten» bezeichnet), ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die am häufigsten die Lungen befällt.
Einatmung infektiöser Tröpfchen (z.Bsp. durch Husten) stellt den häufigsten und somit wichtigsten Übertragungsweg dar. Weitaus seltener ist die Übertragung über den Blutweg oder über Organe oder über andere Körpersekrete.
New York – Noch vor der Immunschwächekrankheit Aids ist Tuberkulose nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiterhin die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. 1,6 Millionen Menschen starben 2017 an Tuberkulose, wie die WHO in ihrem neuen Jahresreport berichtet.
New York – Noch vor der Immunschwächekrankheit Aids ist Tuberkulose nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiterhin die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. 1,6 Millionen Menschen starben 2017 an Tuberkulose, wie die WHO in ihrem neuen Jahresreport berichtet.
Tuberkulose wird durch bestimmte Arten von Mykobakterien verursacht, am häufigsten durch das Mycobacterium tuberculosis. In der Regel erfolgt eine Übertragung durch das aushusten bakterienhaltiger Tröpfen durch eine betroffene Person. Diese schweben dann in der Luft und können von anderen Menschen eingeatmet werden. In der Regel kommt es allerdings erst dann zur Ansteckung, wenn sich die Person über Stunden im entsprechenden Raum aufhält.
Welche Symptome hat Tuberkulose?
Eine Ansteckung ist erst nach 2 Monaten nachweisbar. Besonders gefährdet für eine frühe Erkrankung sind Kleinkinder und Immungeschwächte. Nur etwa 5-10 Prozent der Personen, die sich frisch anstecken, erkranken zu einem späteren Zeitpunkt - dann tritt die Erkrankung in den meisten Fällen innert 2 Jahren auf.
Die Tuberkulose-Fälle gingen mit der Entwicklung des Antibiotikums weltweit zurück. Dieser Trend wurde durch die HIV-Epidemie verlangsamt; nicht davon betroffen sind hoch entwickelte Länder wie die Schweiz - hier erkranken laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) jährlich ca. 550 Menschen. Darunter befinden sich mehrheitlich Menschen, die aus einem Land stammen, in dem Tuberkulose noch verbreitet ist (insbesondere Afrika und Asien). Bei einheimischen Betroffenen handelt es sich zur Hälfte um Menschen in Pensionsalter, die sich noch als Kind ansteckten.
Wie wird Tuberkulose behandelt?
In rund 80 Prozent der Fälle betrifft Tuberkulose die Lunge. Der Erreger kann aber auch andere Organe befallen. Zu den typischen Symptomen gehören Husten - oft mit Auswurf -, Fieber und Gewichtsabnahme. Heute ist Tuberkulose mit speziellen Antibiotika (Antituberkulotika) über Monate gut behandelbar - ohne Behandlung verläuft sie oft tödlich. In seltenen Fällen sind die Erreger gegen das Antibiotikum resistent, was die Behandlung langwieriger und komplizierter macht. Allerdings warnen Forscher vor einer Zunahme solcher Fälle, da man im Umgang mit Antibiotika immer häufiger mit Resistenzen zu kämpfen hat.
Antibiotikaresistenzen könnte Jahrzehnte des Fortschritts im Kampf gegen Tuberkulose zunichte machen. Davor warnen Forschende anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März und rufen zu entschlossenem Handeln auf.
Antibiotikaresistenzen könnte Jahrzehnte des Fortschritts im Kampf gegen Tuberkulose zunichte machen. Davor warnen Forschende anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März und rufen zu entschlossenem Handeln auf.