Aufgepasst!
Diese weihnachtlichen Pflanzen sind giftig

Amaryllis, Christrose, Weihnachtsstern & Co. sorgen derzeit in vielen Wohnungen für ein weihnachtliches Flair. Wenn Kinder oder Tiere im Haus leben, ist jedoch Vorsicht angebracht, denn all diese weihnachtlichen Schönheiten sind giftig.
Publiziert: 05.12.2018 um 13:24 Uhr
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Aktualisiert: 05.12.2018 um 16:17 Uhr
Der Weihnachtsstern ist ein echter Klassiker in der Adventszeit. Wer kleine Kinder oder Tiere hat, muss jedoch aufpassen: Alle Pflanzenteile sind giftig.
Foto: Keystone

Wir leiben Amaryllis, Christrose, Weihnachtsstern ! Diese Pflanzen sorgen in der Vorweihnachtszeit  für ein festliches Flair.  Für  Kinder oder Tiere im Haus können diese Pflanzen giftig werden. Darauf weist die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) hin.

Giftstoffe in den Amaryllis

In der Amaryllis zum Beispiel stecken Giftstoffe in allen Pflanzenteilen. Besonders hoch ist die Konzentration in der Zwiebel. Schon der Verzehr von nur wenigen Gramm kann laut DSH zu Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit und Durchfall führen. Im schlimmsten Fall sind Nierenschäden und Lähmungen möglich. Familien platzieren daher Vasen mit Amaryllis-Blüten am besten außerhalb der Reichweite ihrer Kinder. Die Pflanze ist auch für Tiere giftig: Für Hund, Katze & Co. besteht Lebensgefahr, wenn sie Teile der Amaryllis fressen.

Wie pflegt man einen Weihnachtsstern?

Der Weihnachtsstern ist im Winter die beliebteste Zimmerpflanze. Wie muss man diese Pflanze richtig pflegen und giessen um sie wieder zum Blühen zu bringen?

Weihnachtssterne gehören zu den Festtagen wie der Tannenbaum.

Weihnachtssterne gehören zu den Festtagen wie der Tannenbaum.

Getty Images

Der Weihnachtsstern ist im Winter die beliebteste Zimmerpflanze. Wie muss man diese Pflanze richtig pflegen und giessen um sie wieder zum Blühen zu bringen?

Übelkeit, Erbrechen und Leibschmerzen als Symptome

Beim roten Weihnachtsstern sind ebenfalls alle Pflanzenteile giftig und können zu Erbrechen und Übelkeit führen. Gleiches gilt für die weisse Christrose, sie kann bei Verzehr ein Kratzen in Mund und Rachen, erhöhten Speichelfluss, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfall, Pupillenerweiterung und einen verlangsamten, unregelmässigen Puls auslösen.

Bei der Eibe, deren rote Scheinbeeren viele Adventskränze aufwerten, sind gekaute Blätter, Zweige und Samen äußerst giftig. Das zeigt sich ein bis zwei Stunden nach dem Verzehr durch Übelkeit, Erbrechen und Leibschmerzen bis hin zu Herzrasen, Kreislaufschwäche und Bewusstlosigkeit. Tödliche Herzrhythmusstörungen sind laut DSH nicht ausgeschlossen.

Was tun bei der Vergiftung mit den toxischen Pflanzen

Auch im Dezember häufen sich Vergiftungen, weil vor allem Kinder sich toxische Pflanzen in den Mund stecken. Der Giftnotruf 145 hilft. Gefährdet sind vor allem kleine Kinder bis drei Jahren.

Beim Rhododendron steckt das Gift in den Blättern, im Nektar und in den Pollen.

Beim Rhododendron steckt das Gift in den Blättern, im Nektar und in den Pollen.

Anton J. Geisser

Auch im Dezember häufen sich Vergiftungen, weil vor allem Kinder sich toxische Pflanzen in den Mund stecken. Der Giftnotruf 145 hilft. Gefährdet sind vor allem kleine Kinder bis drei Jahren.

Auch Mistel kann gefährlich sein

Mit der Weihnachtszeit kommen auch die Mistelzweige an die Tür – und darunter stehen junge Pärchen und küssen sich.
Foto: -

Auch die sagenumwobene Mistel, als Zauber- und Heilpflanze bekannt, ist für Mensch und Tier ungeniessbar. Auch wenn der Verzehr nur leichte Beschwerden hervorruft, sollte sie nicht in Kinderhände gelangen.

Hat ein Kind Pflanzenteile verschluckt, gilt es, die Ruhe zu bewahren und den Giftnotruf zu wählen. Folgen Sie dann den Anweisungen der Experten. Bei schweren Vergiftungserscheinungen wählen Sie umgehend den Notruf (145). (aponet)

Tipps für Eltern

Haben Kinder unklare gesundheitliche Probleme, stehen Eltern immer vor der gleichen Frage: Ist es besser, abzuwarten und zu schauen, wie sich das Problem entwickelt, oder soll man schon zum Arzt? Fehlt der Kinderarzt, oder ist dieser bereits ausgebucht, wird es noch schwieriger: Denn Eltern haben dann nur noch die Möglichkeit, direkt als Notfall ins Spital zu fahren.

Für eine erste Einschätzung des Problems können sich Eltern aber auch zuerst telefonisch beraten lassen. Etwa bei der Notfall-Nummer von Medphone.ch (0900 57 67 47 – kostenpflichtig!). Ebenfalls bieten häufig Kantonsspitäler eine Hotline für Eltern an, wo Fragen zu gesundheitlichen Probleme der Kinder gestellt werden können. Die Nummern sind im Internet zu finden.

Etabliert ist schliesslich noch die Notrufnummer 145 von Tox Info Suisse bei Notfällen infolge einer Vergiftung.

Haben Kinder unklare gesundheitliche Probleme, stehen Eltern immer vor der gleichen Frage: Ist es besser, abzuwarten und zu schauen, wie sich das Problem entwickelt, oder soll man schon zum Arzt? Fehlt der Kinderarzt, oder ist dieser bereits ausgebucht, wird es noch schwieriger: Denn Eltern haben dann nur noch die Möglichkeit, direkt als Notfall ins Spital zu fahren.

Für eine erste Einschätzung des Problems können sich Eltern aber auch zuerst telefonisch beraten lassen. Etwa bei der Notfall-Nummer von Medphone.ch (0900 57 67 47 – kostenpflichtig!). Ebenfalls bieten häufig Kantonsspitäler eine Hotline für Eltern an, wo Fragen zu gesundheitlichen Probleme der Kinder gestellt werden können. Die Nummern sind im Internet zu finden.

Etabliert ist schliesslich noch die Notrufnummer 145 von Tox Info Suisse bei Notfällen infolge einer Vergiftung.

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