Evolution, ist das dein Ernst?
Die 12 grössten Pechvögel des Planeten

Ein Käfer mit Giraffenhals, ein Affe mit knallblauen Hoden und ein Fisch, dem das Hinterteil fehlt – die Wissenschaftlerin Mara Grunbaum hat ein (nicht ganz ernst gemeintes) Buch mit den grössten Pechvögeln des Planeten zusammengestellt.
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Foto: Guy Edwardes / naturepl.com
Andrea Trueb

1. Der Marabu

Der 1,5 Meter grosse Aasfresser sieht aus wie aus verrückten Einzelteilen falsch zusammengesetzt. Oder um es mit den Worten von Grunbaum zu sagen: «Ihr kennt doch dieses Spiel, bei dem einer den ersten Teil von etwas zeichnet, das Papier faltet und es dann an jemand anders weiterreicht, der den nächsten Teil zeichnen muss, ohne zu sehen, was der Erste getan hat? Nach diesem Prinzip hat die Evolution den Marabu gemacht.»

2. Die Cantors Riesen-Weichschildkröte

Weich, flach und mit Rüssel – was um Himmels willen war an der herkömmlichen Schildkröten-Version falsch?

3. Der Nasenfrosch

Was lange währt, muss nicht zwingend gut werden. Für den Nasenfrosch hatte die Evolution immerhin stolze 130 Millionen Jahre Zeit.

4. Der Irawadidelfin

Der hintere Teil ist der Evolution gut gelungen. Aber was ist mit der Schnauze passiert?

5. Die Vierhorn-Krötenechse

Die Krötenechse wehrt Kojoten ab, indem sie einen meterlangen Strahl ihres eigenen Blutes aus ihrem Auge schiesst. Raffiniert – aber auch ein bisschen psycho.

6. Der Gallertkalamar


Bei diesem Tier hat die Evolution ihre kindliche Seite ausgelebt. Ernst nehmen wird die Spass-Kugel keiner

7. Der rote Uakari

Auch ein zu kleiner, hochroter Kopf ist zu klugen Gedanken fähig. Blöd sieht es trotzdem aus.

8. Der Uraba lugens

Sich häuten zu können, ist toll. Man bricht sein Exoskelett auf, und heraus kommt ein neues Tier, wunderbar befreit von allen Zwängen seines vorherigen, kleineren Lebens. Es sei denn, man hat Pech und ist eine Raupe der Motte Uraba lugens. In dem Fall lässt einen die Evolution die alten Köpfe auf die neuen stapeln, und man muss sie mit sich herumtragen wie einen makabren Zylinder.

9. Der Nasenaffe

Wer wünscht sich ein Leben mit einem schlaffen Penis im Gesicht? Kein Wunder, ist die Existenz des Primaten gefährdet

10. Der Flying Buttocks

Im Gegensatz zu Pferden und Hühnern scheint die Kreation eines Wurms nicht gerade anspruchsvoll. Tatsächlich hat die Evolution eine ganze Reihe beachtlicher Würmer hervorgebracht. Warum der Tiefseewurm aussehen muss wie ein schwebendes Füdli, weiss keiner.

11. Die gestreifte Blattnasenfledermaus

Trotz Echo-Ortung in die Wand geknallt?

12. Die Blattnasennatter

Welche Funktion der spitze Nasenaufsatz hat, ist der Wissenschaft nicht bekannt. Grunbaum: «Evolution, hast du etwas gebraucht, womit du den Dreck aus deinen Badezimmerfugen kratzen kannst?»

«Liebe Evolution, ist das dein Ernst?!» von Mara Grunbaum, Verlag Knaur.

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