La Rioja Alta in Haro: 7,5 Millionen Flaschen jährlich!(02:45)

Für Sie degustiert: Rioja und Co.
La Rioja Alta hat 14 Millionen Liter Wein im Keller

Was in Spaniens Weinbau beeindruckt, sind die Mengen, welche die Winzer in Spitzenqualität in die Flaschen zu bringen vermögen. Paradebeispiel ist La Rioja Alta S.A.
Publiziert: 03.05.2020 um 17:40 Uhr
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Aktualisiert: 13.05.2020 um 09:32 Uhr
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Eines von sagenhaften 25'000 Barriques in den Kellern von La Rioja Alta.

7,5 Millionen Flaschen. 25'000 Barriques. Die erste Zahl ist die Jahresproduktion der historischen Kellerei in Haro, dem Hauptort der – Nomen est Omen – Rioja Alta. Die zweite die Anzahl 225-Liter-Holzfässchen, die in der Kellerei am berühmten Station District liegt.

Dort entstehen viele der berühmten Rioja-Betriebe der Gegend, als Mitte des 19. Jahrhunderts der Weintransport von Pferdewagen auf Schienen umgestellt wird. Wegen der Pest in Frankreich dislozieren gleichzeitig viele französische Weinmacher in die Rioja und beginnen dort, Wein zu machen. 1877 wird der erste Betrieb an der Eisenbahnstrasse gegründet, Lopez de Heredia, den wir an dieser Stelle bereits ausführlich vorgestellt haben.

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1890 folgt La Rioja Alta S.A. Das Unternehmen floriert und expandiert schnell. Heute nennen die Betreiber einen zweiten Weinkeller in der Rioja ihr eigen, Torre de Oña aus der Rioja Alavesa, der 1995 übernommen wurde; mit Lagar de Cervera einen in der weissen Hochburg Rias Baixas im Norden Spaniens, den die Gruppe seit 1998 besitzt; und mit Aster einen in der Ribera del Duero, der 1989 gegründet wurde.

Riesige Traubenmengen zur Auswahl

Zurück zu den Zahlen, und die beeindrucken mächtig. So liegen in der Hauptkellerei insgesamt 14 Millionen Liter Wein in Behältern aller Art, sei es grosse und kleine Holzfässer oder Stahltanks. Dazu kommen 12 Millionen Flaschen, die vor Ort gelagert werden, um die Reserva- oder Gran-Reserva-Labels zu erhalten. Im grössten Keller mit sechs Kammern liegen allein 1,5 Millionen Flaschen. Das Flaggschiff ist die Reserva Viña Ardanza, von der jährlich 500'000 Flaschen abgefüllt werden. Der teuerste Wein ist die Gran Reserva 890. Aktueller Jahrgang: 2005! Kostet schlappe 129 Franken. Der zweite Gran Reserva, der 904, ist da mit 54 Franken schon ungleich günstiger. «Aber auch den produzieren wir nur in den besten Jahren», sagt Julio Saenz, der Director Tecnico. «Im Schnitt alle zwei Jahre.» Aktueller Jahrgang ist 2010.

Die grosse Frage: Wie gelingt es La Rioja Alta bei solchen Mengen, derart viele qualitativ hochstehende Weine in die Flaschen zu bringen? Saenz: «Wir haben sehr viele Trauben zur Verfügung und können entsprechend selektionieren. Nur die besten Trauben werden zu unseren Weinen verarbeitet. Den Rest verkaufen wir offen. So können wir die Qualität hochhalten.» Dass es dann gelingt, die gewünschte Qualität hinzukriegen, hat für Saenz auch klare Gründe: «Wir haben Super-Rebberge. Wir haben eine tolle Infrastruktur. Wir haben die besten Fässer. Und wir haben sehr gute Weinmacher. Das alles zusammen macht es aus.»

Zu den Weinen, unterteilt in jene vom Stammhaus und jene aus den drei anderen Bodegas:

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Die Weine von La Rioja Alta S.A.
  • Viña Alberdi Rioja Reserva 2014: Expressiv, Portnoten, tief, Holzkohle, Brombeere, Kirschen, wirkt hoch konzentriert, Power, samten, erdig, Tiefe, Druck, sehr typisch, reife Tannine, schönes Finish. Score: 17,5/20 (21.70 Franken). Jahrgang 2012: 16,5/20.
  • Viña Ardanza Rioja Reserva 2010: Sehr tief-dunkel, komplex, schwarze Kirschen, Brombeeren, Portnote, erdig, Holz, Power, Eleganz, unglaubliche Tiefe, wunderbarer Fluss, ätherisch, Kräuter, Thymian, Minze, Frische, Superlänge! Score: 18/20 (31 Franken). Jahrgang 2009: 18/20. Jahrgang 2008: 17,75/20. Jahrgang 2007: 17,5/20.
  • Viña Arana Rioja Gran Reserva 2012: Wahnsinnig ausladende Nase, viel Parfüm, Cassis, Beerenpower, Mineralität, Espresso, komplex, leichte Vanille, Dörrfrüchte, ätherisch, starke Sherry-Aromatik, Power. Eleganz, knackige Tannine, trinkig, superlang. Ein atemberaubender Wein! Score; 18,5/20 (42 Franken).
  • Rioja Gran Reserva 904 2010 (Foto): Unfassbar expressive Nase, sehr erdig, sehr typisch, sehr fruchtig, sehr… gross! Superfrisch, tief, Kräuter, Vermouth, Spannung, Nervigkeit, floral, Tannenadeln, knackige Säure, vife, reife Tannine, füllende Länge, bleibt immer vertikal, Wow! Preis-/Leistung auch hier: Fantastisch! Score: 18,75/20 (54 Franken). Jahrgang 2009: 18,5/20. Jahrgang 2007: 18,25/20.
  • Rioja Gran Reserva 890 2005: Wunderschön komplexe Nase, hat alles. Würze, tolle Frucht, ist ätherisch; trinkig, königlich elegant, unfassbar frisch, Kräuter wie Maggikraut, kernige Tannine, Power, Fülle, enorme Länge. Kein Wunder war der Wein 2018 auf der Liste der besten Weine des Jahres von Wine Spectator die Nummer vier! Score: 19/20 (129.50 Franken)

(Die Weine von La Rioja Alta gibts bei www.wyhusbelp.ch)

  • Viña Alberdi Rioja Reserva 2014: Expressiv, Portnoten, tief, Holzkohle, Brombeere, Kirschen, wirkt hoch konzentriert, Power, samten, erdig, Tiefe, Druck, sehr typisch, reife Tannine, schönes Finish. Score: 17,5/20 (21.70 Franken). Jahrgang 2012: 16,5/20.
  • Viña Ardanza Rioja Reserva 2010: Sehr tief-dunkel, komplex, schwarze Kirschen, Brombeeren, Portnote, erdig, Holz, Power, Eleganz, unglaubliche Tiefe, wunderbarer Fluss, ätherisch, Kräuter, Thymian, Minze, Frische, Superlänge! Score: 18/20 (31 Franken). Jahrgang 2009: 18/20. Jahrgang 2008: 17,75/20. Jahrgang 2007: 17,5/20.
  • Viña Arana Rioja Gran Reserva 2012: Wahnsinnig ausladende Nase, viel Parfüm, Cassis, Beerenpower, Mineralität, Espresso, komplex, leichte Vanille, Dörrfrüchte, ätherisch, starke Sherry-Aromatik, Power. Eleganz, knackige Tannine, trinkig, superlang. Ein atemberaubender Wein! Score; 18,5/20 (42 Franken).
  • Rioja Gran Reserva 904 2010 (Foto): Unfassbar expressive Nase, sehr erdig, sehr typisch, sehr fruchtig, sehr… gross! Superfrisch, tief, Kräuter, Vermouth, Spannung, Nervigkeit, floral, Tannenadeln, knackige Säure, vife, reife Tannine, füllende Länge, bleibt immer vertikal, Wow! Preis-/Leistung auch hier: Fantastisch! Score: 18,75/20 (54 Franken). Jahrgang 2009: 18,5/20. Jahrgang 2007: 18,25/20.
  • Rioja Gran Reserva 890 2005: Wunderschön komplexe Nase, hat alles. Würze, tolle Frucht, ist ätherisch; trinkig, königlich elegant, unfassbar frisch, Kräuter wie Maggikraut, kernige Tannine, Power, Fülle, enorme Länge. Kein Wunder war der Wein 2018 auf der Liste der besten Weine des Jahres von Wine Spectator die Nummer vier! Score: 19/20 (129.50 Franken)

(Die Weine von La Rioja Alta gibts bei www.wyhusbelp.ch)

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Die Weine der anderen Bodegas der Gruppe
  • Lagar de Cervera Albariño Rias Baixas 2018: Floral, Flieder, Rosen, Pfirsich, laktisch, Schmelz, wohl jahrgangsbedingt untypisch zurückhaltende Säure, kräuterig, trinkig, frisch, schwebend leicht. Score. 16,5/20 (17.10 Franken). Jahrgang 2017: 17/20.
  • Finca San Martin Rioja Crianza Torre de Oña 2016: 16,25/20 (12.65 Franken)
  • Martelo Rioja Reserva Torre de Oña 2014: Wahnsinnsnase! Viel Frucht, Haselnüsse, Espresso, Würze, eingekochte Kirschen, Koriander; Power, Fruchtsüsse, leichte Sherry-Aromatik, dennoch elegant, Maggikraut, reife Tannine, Fülle, schöne Länge. Score: 17,75/20 (40.50 Franken)
  • Aster Ribera del Duero 2014 (Foto): Enorm ausladend, Chriesi, Brombeeren, komplex, ein Hauch Zedernholz, Würze, Druck, Schmelz, hoch elegant, feingliedrig, tief, samtene Textur, Fülle, trinkig, superlang: Etwas vom Besten in diesem Jahr Verkosteten in Sachen Preis-/Leistung! Score: 18/20 (24.50 Franken)
  • Aster Finca el Otero Ribera del Duero 2015: Tiefe, kirschige, ätherische Nase, nicht massiv, Power, Eleganz, Druck, Brombeeren, etwas Vanille, samtene Textur, lebendig, füllig, schöne Länge. Score: 17,25/20 (40 Franken)

(Die Weine von La Rioja Alta gibts bei www.wyhusbelp.ch)

  • Lagar de Cervera Albariño Rias Baixas 2018: Floral, Flieder, Rosen, Pfirsich, laktisch, Schmelz, wohl jahrgangsbedingt untypisch zurückhaltende Säure, kräuterig, trinkig, frisch, schwebend leicht. Score. 16,5/20 (17.10 Franken). Jahrgang 2017: 17/20.
  • Finca San Martin Rioja Crianza Torre de Oña 2016: 16,25/20 (12.65 Franken)
  • Martelo Rioja Reserva Torre de Oña 2014: Wahnsinnsnase! Viel Frucht, Haselnüsse, Espresso, Würze, eingekochte Kirschen, Koriander; Power, Fruchtsüsse, leichte Sherry-Aromatik, dennoch elegant, Maggikraut, reife Tannine, Fülle, schöne Länge. Score: 17,75/20 (40.50 Franken)
  • Aster Ribera del Duero 2014 (Foto): Enorm ausladend, Chriesi, Brombeeren, komplex, ein Hauch Zedernholz, Würze, Druck, Schmelz, hoch elegant, feingliedrig, tief, samtene Textur, Fülle, trinkig, superlang: Etwas vom Besten in diesem Jahr Verkosteten in Sachen Preis-/Leistung! Score: 18/20 (24.50 Franken)
  • Aster Finca el Otero Ribera del Duero 2015: Tiefe, kirschige, ätherische Nase, nicht massiv, Power, Eleganz, Druck, Brombeeren, etwas Vanille, samtene Textur, lebendig, füllig, schöne Länge. Score: 17,25/20 (40 Franken)

(Die Weine von La Rioja Alta gibts bei www.wyhusbelp.ch)

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Artadi: Viña El Pison – ein Wein nahe der Perfektion

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BLICK-Redaktor Alain Kunz (l.) beim Verkosten der Artadi-Weine.

Artadi (dem Gut habe ich schon mal eine Story gewidmet) gehört zu den besten Weingütern der Rioja, auch wenn die Bodega mit einer Gesamtproduktion von 500'000 Flaschen für die Region klein ist. Die 75 Hektaren Rebland sind überall verstreut. Der berühmteste Wein ist der legendäre Viña El Pison, von einer mit einer Steinmauer umgebenen und 1945 bepflanzten Parzelle nach dem Burgunder Clos-Vorbild, die gleich neben einer alten Wassermühle liegt. Hier entsprang auch eine Quelle, die das Wasser für eine Beret-Fabrik lieferte. Vom El Pison gibts gerade mal 5000 bis 7000 Fläschchen jährlich, je nach Jahrgang. «Was da rauskommt ist anders als alles andere, was wir machen», sagt Paloma Jimenez, Exportmanagerin von Artadi. Warum? «Rein geologisch: Der Lehm-Anteil ist viel höher. Das ist eine Erklärung. Doch damit hat es sich, denn eigentlich wissen wir es auch nicht so genau. Wir haben die Parzelle durch Studenten aus Bordeaux untersuchen lassen, doch die fanden gar nichts heraus. Am Ende wollte unser Besitzer Juan Carlos de Lacalle von denen das Geld zurück. Denn dass die Parzelle hervorragend sei, habe er auch vorher schon herausgefunden gehabt …»

Speziell an Artadi: Das einer Genossenschaft entsprungene und 1985 gegründete Gut ist aus der DOC Rioja ausgetreten und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. «Wir glauben nicht an das Klassifizierungssystem», erklärt Paloma, «weil es Unsinn ist, die Weine in jedem Jahrgang gleich lang in den Fässern und Flaschen zu lassen. Die Jahrgänge sind ja total unterschiedlich.» Komme die riesige Diversität der Rioja hinzu, «da geht es nicht an, diese verschiedenen Weine unter ein einziges Label zu pressen. So haben wir uns 2015 aus der Appellation verabschiedet.»

Die Weine von Artadi
  • Viñas da Gain Blanco 2014 (100% Viura): 15/20
  • Sparkling Brut Hondarribi Zuri Izar-Leku Mahastiak 2015: Der Schaumwein aus der Küstenregion Bilbao aus den Trauben mit den abenteuerlichen Namen Hondarribi Zuri und Hondarribi Beltza besticht durch eine hefig-erdige Nase, Humus, im Gaumen ist die Hefe gar enorm, auch Briochenoten schimmern durch, viel Zitrus, stringent, fast etwas spitz, leichte Grünnote, kräftiges, mittellanges Finale. Score: 17/20 (29.80 Franken. www.moevenpick-wein.com)
  • Artazuri Garnacha Rosado Viñedos Artazu Navarra 2018: Sehr fruchtig, vor allem Erdbeere, leicht mineralisch und erdig, ein Touch Hefe, wild-animalisch, Bittermandeln, knackige Säure, hat Struktur, Himbeere, gegen Ende harsch, was ihn trinkig macht, mittleres Finish. Score: 16,5/20 (17.50 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Rioja Tempranillo 2016: Dezent floral-parfümierte Nase, schöner Fluss, leichte Tannine, Druck, frisch, Fülle, wunderbar trinkig, schönes Finale. Toller Preis-/Leistungswert. Score: 16,75/20 (16.95 Franken. Jahrgang 2016 ist im Sechserkarton für 101.70 Franken lieferbar. www.mondovino.ch)
  • Viñas da Gain 2016: Der Höhenwein, Gain = Höhe, eine Selektion der höchsten Weinberge um die 650 m.ü.M., Artadis Village-Wein, wenn man das Burgunder-System zu Rate zieht, ist leicht schweflig, würzig, ausladend, die Früchte sind dunkel, Tabak und Teer, Power, Mineralität, ausgewogen, präzise Säure, minzige Frische, schöne Länge. Score: 17,5/20 (29 Franken für Jahrgang 2016. www.casadelvino.ch)
  • El Sequé Alicante DO 2016: Der Monastrell aus der Region Alicante besticht mit rotbeerigen Aromen, vor allem Johannisbeeren, Kräuter, Rosen, erinnert an Nebbiolo, rechte Süsse, plüschig, sauber, Fülle, Superlänge! Score; 17,25/20 (36 Franken. www.casasdelvino.ch)
  • Valdegines Tinto Cosecha 2016: Tiefe, würzige Nase, genau getimte Säure und schöne Tannine, ätherische Frische, Power, Brombeeren, Eleganz, Fülle, gute Länge. Score: 17,25/20 (45 Franken. www.casadelvino.ch)
  • San Lorenzo Quintanilla 2016: Tolle komplexe Nase, leichte Röstaromen, ätherisch, schwebend, Johannisbeere, Kräuter, rechte Tannine, Frische, Kraft, wirkt noch etwas unharmonisch, Fülle, schöne Länge. Score: 17,5/20 (89 Franken. www.spanienweinonline.ch)
  • La Poza de Ballesteros Tinto Cosecha 2015: Minime Pilznote, animalisch-reduktiv wirkend, Power, viel Frucht, harmonisch im Gaumen, schöne Tannine, Mundfülle, wunderbares Finale. Score: 17,5/20 (85 Franken. www.casadelvino.ch)
  • La Morera de San Lazaro 2016 (Foto): Leicht laktisch, mineralisch, ätherisch-frisch, Schmelz, easy-beschwingt, Druck, harmonisch, reife Tannine, enorme Fülle, Trinkigkeit und Länge. Toll! Score: 18,25/20 (93 Franken. www.casadelvino.ch)
  • El Carretil 2016: Verschlossen, Struktur nahezu perfekt, frisch, hoch elegant, samten, seidige Tannine, Fülle, Würze, mineralisch, ätherisch, Superlänge. Score: 18,75/20 (145 Franken für Jahrgang 2016. www.casadelvino.ch)
  • Viña El Pison Tinto Cosecha 2016: Komplexe Nase, leichte Röstaromen, Frucht, minime Mineralik, samten, sensationelle Struktur, reife, seidige Tannine, frisch, Fruchtmix, Druck, königlich elegant, Mundfülle total, der Wein bleibt an jedem Winkel des Gaumens haften - und er bleibt endlos lang im Mund. ÜBERWÄLTIGEND!!! Score: 19,5/20 (320 Franken. www.casadelvino.ch)
  • Viñas da Gain Blanco 2014 (100% Viura): 15/20
  • Sparkling Brut Hondarribi Zuri Izar-Leku Mahastiak 2015: Der Schaumwein aus der Küstenregion Bilbao aus den Trauben mit den abenteuerlichen Namen Hondarribi Zuri und Hondarribi Beltza besticht durch eine hefig-erdige Nase, Humus, im Gaumen ist die Hefe gar enorm, auch Briochenoten schimmern durch, viel Zitrus, stringent, fast etwas spitz, leichte Grünnote, kräftiges, mittellanges Finale. Score: 17/20 (29.80 Franken. www.moevenpick-wein.com)
  • Artazuri Garnacha Rosado Viñedos Artazu Navarra 2018: Sehr fruchtig, vor allem Erdbeere, leicht mineralisch und erdig, ein Touch Hefe, wild-animalisch, Bittermandeln, knackige Säure, hat Struktur, Himbeere, gegen Ende harsch, was ihn trinkig macht, mittleres Finish. Score: 16,5/20 (17.50 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Rioja Tempranillo 2016: Dezent floral-parfümierte Nase, schöner Fluss, leichte Tannine, Druck, frisch, Fülle, wunderbar trinkig, schönes Finale. Toller Preis-/Leistungswert. Score: 16,75/20 (16.95 Franken. Jahrgang 2016 ist im Sechserkarton für 101.70 Franken lieferbar. www.mondovino.ch)
  • Viñas da Gain 2016: Der Höhenwein, Gain = Höhe, eine Selektion der höchsten Weinberge um die 650 m.ü.M., Artadis Village-Wein, wenn man das Burgunder-System zu Rate zieht, ist leicht schweflig, würzig, ausladend, die Früchte sind dunkel, Tabak und Teer, Power, Mineralität, ausgewogen, präzise Säure, minzige Frische, schöne Länge. Score: 17,5/20 (29 Franken für Jahrgang 2016. www.casadelvino.ch)
  • El Sequé Alicante DO 2016: Der Monastrell aus der Region Alicante besticht mit rotbeerigen Aromen, vor allem Johannisbeeren, Kräuter, Rosen, erinnert an Nebbiolo, rechte Süsse, plüschig, sauber, Fülle, Superlänge! Score; 17,25/20 (36 Franken. www.casasdelvino.ch)
  • Valdegines Tinto Cosecha 2016: Tiefe, würzige Nase, genau getimte Säure und schöne Tannine, ätherische Frische, Power, Brombeeren, Eleganz, Fülle, gute Länge. Score: 17,25/20 (45 Franken. www.casadelvino.ch)
  • San Lorenzo Quintanilla 2016: Tolle komplexe Nase, leichte Röstaromen, ätherisch, schwebend, Johannisbeere, Kräuter, rechte Tannine, Frische, Kraft, wirkt noch etwas unharmonisch, Fülle, schöne Länge. Score: 17,5/20 (89 Franken. www.spanienweinonline.ch)
  • La Poza de Ballesteros Tinto Cosecha 2015: Minime Pilznote, animalisch-reduktiv wirkend, Power, viel Frucht, harmonisch im Gaumen, schöne Tannine, Mundfülle, wunderbares Finale. Score: 17,5/20 (85 Franken. www.casadelvino.ch)
  • La Morera de San Lazaro 2016 (Foto): Leicht laktisch, mineralisch, ätherisch-frisch, Schmelz, easy-beschwingt, Druck, harmonisch, reife Tannine, enorme Fülle, Trinkigkeit und Länge. Toll! Score: 18,25/20 (93 Franken. www.casadelvino.ch)
  • El Carretil 2016: Verschlossen, Struktur nahezu perfekt, frisch, hoch elegant, samten, seidige Tannine, Fülle, Würze, mineralisch, ätherisch, Superlänge. Score: 18,75/20 (145 Franken für Jahrgang 2016. www.casadelvino.ch)
  • Viña El Pison Tinto Cosecha 2016: Komplexe Nase, leichte Röstaromen, Frucht, minime Mineralik, samten, sensationelle Struktur, reife, seidige Tannine, frisch, Fruchtmix, Druck, königlich elegant, Mundfülle total, der Wein bleibt an jedem Winkel des Gaumens haften - und er bleibt endlos lang im Mund. ÜBERWÄLTIGEND!!! Score: 19,5/20 (320 Franken. www.casadelvino.ch)
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Fernando Mora, König der Garnacha

Er ist ein Tausendsassa. Ganz bestimmt aber der Shootingstar in Spanien: Fernando Mora, frischgebackener Master of Wine. In der kleinen DOC Campo de Borja zaubert er Weine in die Flasche, die sowohl im Wohlfühl-Preissegment restlos überzeugen wie auch im hochpreisigeren Level. Vom 88 Franken teuren Tuca Negra erhält Importeur Gerstl gerade mal 120 Fläschchen. Die Zahl kann aber erst dann ins rechte Licht gerückt werden, wenn man weiss, wie gross die Totalproduktion ist: Beim Jahrgang 2016 waren es gerade mal… 953 Flaschen. Das nenn’ ich mal eine Mikro-Auflage. Doch nicht nur dieses Juwel, für welches die Trauben mit Füssen getreten werden, hat es in sich, sondern auch die neue Cuvée des Mannes, der die Garnacha-Traube zähmt wie kein Zweiter auf der iberischen Halbinsel: Der Pedro Forca. Denn der kostet derzeit gerade mal 16 (statt 18) Franken. So viel Wein für diesen kleinen Preis gibt es selten!

Er ist ein Tausendsassa. Ganz bestimmt aber der Shootingstar in Spanien: Fernando Mora, frischgebackener Master of Wine. In der kleinen DOC Campo de Borja zaubert er Weine in die Flasche, die sowohl im Wohlfühl-Preissegment restlos überzeugen wie auch im hochpreisigeren Level. Vom 88 Franken teuren Tuca Negra erhält Importeur Gerstl gerade mal 120 Fläschchen. Die Zahl kann aber erst dann ins rechte Licht gerückt werden, wenn man weiss, wie gross die Totalproduktion ist: Beim Jahrgang 2016 waren es gerade mal… 953 Flaschen. Das nenn’ ich mal eine Mikro-Auflage. Doch nicht nur dieses Juwel, für welches die Trauben mit Füssen getreten werden, hat es in sich, sondern auch die neue Cuvée des Mannes, der die Garnacha-Traube zähmt wie kein Zweiter auf der iberischen Halbinsel: Der Pedro Forca. Denn der kostet derzeit gerade mal 16 (statt 18) Franken. So viel Wein für diesen kleinen Preis gibt es selten!

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Die Weine von Cuevas de Arom
  • Pedro Forca 2016 (60% Garnacha, 40% Syrah, Foto): Rotfruchtig, viel Fruchtsüsse, schöne Struktur, knackige Säure, reife Tannine, alles andere als banal, Frische, schöne Länge, enorm süffig! Score: 17/20 (16 statt 18 Franken. www.gerstl.ch)
  • As Ladieras 2015 (100% Garnacha): 16,5/20 (22.50 statt 25 Franken. www.gerstl.ch)
  • Os Cantals 2015 (100% Garnacha): Mittelexplosive Nase, Power, Tiefe, samten, enorme Frische, präzise Säure, macht sogleich Lust auf ein zweites und drittes Glas, ätherisch, sehr lang. Score: 18,5/20 (49.50 statt 55 Franken. www.gerstl.ch)
  • Tuca Negra 2015 (100% Garnacha aus 70-jährigen Reben): Hochkomplexe Nase, Kaffee, dunkle Frucht, Mineralität, Salzigkeit, frisch, clean, tolle Struktur, ätherisch, Mundfülle, wunderbar langer Abgang. Score: 18,5/20 (77 statt 85 Franken. www.gerstl.ch)
  • Pedro Forca 2016 (60% Garnacha, 40% Syrah, Foto): Rotfruchtig, viel Fruchtsüsse, schöne Struktur, knackige Säure, reife Tannine, alles andere als banal, Frische, schöne Länge, enorm süffig! Score: 17/20 (16 statt 18 Franken. www.gerstl.ch)
  • As Ladieras 2015 (100% Garnacha): 16,5/20 (22.50 statt 25 Franken. www.gerstl.ch)
  • Os Cantals 2015 (100% Garnacha): Mittelexplosive Nase, Power, Tiefe, samten, enorme Frische, präzise Säure, macht sogleich Lust auf ein zweites und drittes Glas, ätherisch, sehr lang. Score: 18,5/20 (49.50 statt 55 Franken. www.gerstl.ch)
  • Tuca Negra 2015 (100% Garnacha aus 70-jährigen Reben): Hochkomplexe Nase, Kaffee, dunkle Frucht, Mineralität, Salzigkeit, frisch, clean, tolle Struktur, ätherisch, Mundfülle, wunderbar langer Abgang. Score: 18,5/20 (77 statt 85 Franken. www.gerstl.ch)
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La Mancha: Grösste Weinbau-Region von Europa!

Hätten Sie das gewusst? In der Denominacion La Mancha liegt die grösste zusammenhängende Rebfläche der Welt und die grösste D.O. von Europa! Total stehen im Don-Quichote-Land in der kastilischen Hochebene 160 000 Hektaren unter Reben. 267 Weingüter und 15'000 Winzer teilen sich diese Rebfläche südlich vom 60 Kilometer entfernten Madrid. Teils sind das gewaltige Betriebe mit 1500 Hektaren. Die Leitsorten sind die autochthone weisse Rebsorte Airén sowie Spaniens Vorzeigesorte Tempranillo, die vor Ort unter dem Namen Cencibel bekannt ist. In den letzten Jahren hat sich die Infrastruktur der Weingüter massiv verbessert, vor allem durch mittlerweile durchgehende Kühlketten. Was in der Region besonders spannend ist, sind die tiefen Preise. Gelingt es, unter den vielen Etiketten die richtigen herauszupicken, ist die Chance auf ein Schnäppchen riesig. Wermutstropfen: In der Schweiz führen nur ganz wenige Anbieter Weine aus La Mancha. Ausser den üblichen Verdächtigen wie die Weine von Finca Antigua der Familie Martinez Bujanda aus der Rioja oder jene der Linie El Vinculo von Ribera-del-Duero-Legende Alejandro Fernandez. Hier vier weitere, in der Schweiz erhältliche Weine, wobei vor allem der Canforrales Clasico von Campos Reales heraussticht: 17 Punkte für gerade mal 15 Franken. Ein sensationeller Wert!

Fünf Weine aus La Mancha

  • Mundo de Yuntero Verdejo/Sauvignon Blanc, Bodegas Yuntero 2018: Fruchtige, agrumige Nase, etwas Schwefel, Stachelbeere, nasses Gras, Katzenpisse, Schmelz, Fülle, mittleres Finish. Spannender Wein und zu einem fast unschlagbaren Preis! Score: 16,25/20 (7.90 Franken. www.delinat.com)
  • Mundo de Yuntero Tempranillo/Merlot/Syrah, Bodegas Yuntero 2018: 15,5/20 (7.90 Franken. www.delinat.ch)
  • Canforrales Clasico, Bodegas Campos Reales 2018: Dezent schweflig, Frucht, Schmelz, viel Primärfrucht, Holzkohle, Power, Fülle, Frische, schöne Länge, trinkig, toller Wert! Score: 17/20 (12 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Canforrales Seleccion, Bodegas Campos Reales 2016: 16,25/20 (15 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Canfora Pie Franco, Bodegas Campos Reales 2010 (Foto): Ich weiss, es ist mühsam. Da stelle ich einen aussergewöhnlichen Wie vor – und dann kann man den bei uns nicht kaufen. Aber dieses Ding ist wirklich aussergewöhnlich. Es ist ein Prephylloxera-Wein. Das bedeutet, dass die Rebstöcke aus der Zeit von vor der Reblaus stammen, und die Rebstöcke deshalb nicht wie 99,99 Prozent aller europäischen Rebstöcke auf amerikanische reblausresistente Unterlagsreben aufgepfropft worden sind. Das nennt man in Spanien Pie Franco, ehrlicher Fuss. Es gibt nur 5000 Flaschen davon! Dezente komplexe Nase, recht verschlossen, sauber, harmonisch, viel Frucht, Frische, Fülle, Zwetschgen, Kraft, süffig, tolle Länge. Superwein! Score: 17,75/20 (in der Schweiz nicht erhältlich. Gibts aber zum Beispiel bei www.bodegas-rioja.de für 39 Euro)

Hätten Sie das gewusst? In der Denominacion La Mancha liegt die grösste zusammenhängende Rebfläche der Welt und die grösste D.O. von Europa! Total stehen im Don-Quichote-Land in der kastilischen Hochebene 160 000 Hektaren unter Reben. 267 Weingüter und 15'000 Winzer teilen sich diese Rebfläche südlich vom 60 Kilometer entfernten Madrid. Teils sind das gewaltige Betriebe mit 1500 Hektaren. Die Leitsorten sind die autochthone weisse Rebsorte Airén sowie Spaniens Vorzeigesorte Tempranillo, die vor Ort unter dem Namen Cencibel bekannt ist. In den letzten Jahren hat sich die Infrastruktur der Weingüter massiv verbessert, vor allem durch mittlerweile durchgehende Kühlketten. Was in der Region besonders spannend ist, sind die tiefen Preise. Gelingt es, unter den vielen Etiketten die richtigen herauszupicken, ist die Chance auf ein Schnäppchen riesig. Wermutstropfen: In der Schweiz führen nur ganz wenige Anbieter Weine aus La Mancha. Ausser den üblichen Verdächtigen wie die Weine von Finca Antigua der Familie Martinez Bujanda aus der Rioja oder jene der Linie El Vinculo von Ribera-del-Duero-Legende Alejandro Fernandez. Hier vier weitere, in der Schweiz erhältliche Weine, wobei vor allem der Canforrales Clasico von Campos Reales heraussticht: 17 Punkte für gerade mal 15 Franken. Ein sensationeller Wert!

Fünf Weine aus La Mancha

  • Mundo de Yuntero Verdejo/Sauvignon Blanc, Bodegas Yuntero 2018: Fruchtige, agrumige Nase, etwas Schwefel, Stachelbeere, nasses Gras, Katzenpisse, Schmelz, Fülle, mittleres Finish. Spannender Wein und zu einem fast unschlagbaren Preis! Score: 16,25/20 (7.90 Franken. www.delinat.com)
  • Mundo de Yuntero Tempranillo/Merlot/Syrah, Bodegas Yuntero 2018: 15,5/20 (7.90 Franken. www.delinat.ch)
  • Canforrales Clasico, Bodegas Campos Reales 2018: Dezent schweflig, Frucht, Schmelz, viel Primärfrucht, Holzkohle, Power, Fülle, Frische, schöne Länge, trinkig, toller Wert! Score: 17/20 (12 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Canforrales Seleccion, Bodegas Campos Reales 2016: 16,25/20 (15 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Canfora Pie Franco, Bodegas Campos Reales 2010 (Foto): Ich weiss, es ist mühsam. Da stelle ich einen aussergewöhnlichen Wie vor – und dann kann man den bei uns nicht kaufen. Aber dieses Ding ist wirklich aussergewöhnlich. Es ist ein Prephylloxera-Wein. Das bedeutet, dass die Rebstöcke aus der Zeit von vor der Reblaus stammen, und die Rebstöcke deshalb nicht wie 99,99 Prozent aller europäischen Rebstöcke auf amerikanische reblausresistente Unterlagsreben aufgepfropft worden sind. Das nennt man in Spanien Pie Franco, ehrlicher Fuss. Es gibt nur 5000 Flaschen davon! Dezente komplexe Nase, recht verschlossen, sauber, harmonisch, viel Frucht, Frische, Fülle, Zwetschgen, Kraft, süffig, tolle Länge. Superwein! Score: 17,75/20 (in der Schweiz nicht erhältlich. Gibts aber zum Beispiel bei www.bodegas-rioja.de für 39 Euro)
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Atlan & Artisan: Philosophische Weine

Fast noch als jungfräulich kann man das Projekt mit dem schrägen Namen Atlan & Artisan bezeichnen. Denn die beiden Weinmacher Sebastian Keller und Philippe Bramaz haben es erst 2011 aus der Taufe gehoben. Keller ist Deutscher mit Erfahrung als Berater auf vielen grossen Weingütern und im Weinhandel. Bramaz ist Romand mit grosser Bordeaux-Erfahrung, der auch in Asien tätig war. Sie wählten die beiden Regionen Yecla und Mallorca aus, um ihre Träume zu verwirklichen. Keller auf der Touri-Insel, Bramaz mit dem Potenzial der Monastrell-Traube in der DO Yecla. Das Resultat sind die diversen Epistem-Weine, der Name eine Referenz ist an die philosophische Erkenntnistheorie (Epistemologie) - und den Umstand, dass gemäss antiker Philosophie zwei Wege zur Erkenntnis führen: logisches Denken und sensorielle Erfahrung. Die beiden Wege ergänzen sich, nirgendwo so zwingend wie im Weinbau! In Jumilla besitzen die Beiden 100 Hektaren (!) Rebberge, die im Schnitt 50 Jahre alt und 880 Meter ü.M. sind. Darunter eine wurzelechte Anlage, deren Rebstöcke also noch vor der Reblausplage angelegt wurden und nicht aufgepfropft sind. Neben den «normalen» Etiketten, die ich an der legendären Weingala im Hotel Waldhaus in Sils-Maria verkostet habe, füllen Keller und Bramaz auch zwei Weine speziell für Baur au Lac ab. Hier alle Weine:

  • Epistem 2017: Frische, würzige Nase zwischen rot und schwarz, Landwein-Stilistik, Power, stringent, frisch, herbal, Eukalyptus, rechtes Finale, guter Essensbegleiter. Score: 16,75/20 (16 Franken. www.casadelvino.ch)
  • Epistem No 3 2015 (Foto): Dieser GSM-Wein (steht für Garnacha, Syrah, Monastrell) ist dezent würzig, kräftig, harmonisch, hat rechte Tannine, ist frisch, füllig und verfügt über einen recht langen, schönen Abgang. Score: 17,25/20 (25.50 Franken für Jahrgang 2013. www.casadelvino.ch)
  • Epistem No 5 2016 (Aus dem Clos Espernalos, wo die Reben 1945 gepflanzt wurden, 100% Monastrell): Komplexe Nase, leichtes Parfüm, Zedernholz, dunkle Früchte, Würze – toll! Power, minimer Medizinaltouch, Waldboden, ätherisch, Mundfülle, etwas grün, wunderbare Länge. Score: 17,75/20 (110 Franken für Jahrgang 2014. www.casadelvino.ch)
  • 8 Vents Mallorca 2017: 15,5/20 (26 Franken. wwwcasadelvino.ch)
  • Two Miles 2016 (GSM-Wein, Spezialabfüllung für Baur au Lac Vins): Ausladend, Power, Frische, Würze, Kräuter, rechte Tannine, Tiefe, enorm trinkig, sehr elegant daherkommend, rechtes Finish. Score: 17,5/20 (27 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Five Miles (Monastrell, Garnacha Tintorera, hat 16,5 Volumenprozent Alkohol!, Spezialabfüllung für Baur au Lac Vins) 2015: Sehr tiefe, würzige Nase, leicht vegetabil, etwas süss, opulent, man spürt den Alkohol, tief, dennoch erstaunlich süffig, ätherisch-eukalyptisch, rechtes Finale. Aber doch etwas überextrahiert. Score: 17/20 (39.80 Franken. www.bauraulacvins.ch)

(Die Weine von Atlan & Artisan finden Sie auch bei Dani Matter Weine in der Vinothek in Samedan, Plazett 12, www.danimatterweine.ch)

Fast noch als jungfräulich kann man das Projekt mit dem schrägen Namen Atlan & Artisan bezeichnen. Denn die beiden Weinmacher Sebastian Keller und Philippe Bramaz haben es erst 2011 aus der Taufe gehoben. Keller ist Deutscher mit Erfahrung als Berater auf vielen grossen Weingütern und im Weinhandel. Bramaz ist Romand mit grosser Bordeaux-Erfahrung, der auch in Asien tätig war. Sie wählten die beiden Regionen Yecla und Mallorca aus, um ihre Träume zu verwirklichen. Keller auf der Touri-Insel, Bramaz mit dem Potenzial der Monastrell-Traube in der DO Yecla. Das Resultat sind die diversen Epistem-Weine, der Name eine Referenz ist an die philosophische Erkenntnistheorie (Epistemologie) - und den Umstand, dass gemäss antiker Philosophie zwei Wege zur Erkenntnis führen: logisches Denken und sensorielle Erfahrung. Die beiden Wege ergänzen sich, nirgendwo so zwingend wie im Weinbau! In Jumilla besitzen die Beiden 100 Hektaren (!) Rebberge, die im Schnitt 50 Jahre alt und 880 Meter ü.M. sind. Darunter eine wurzelechte Anlage, deren Rebstöcke also noch vor der Reblausplage angelegt wurden und nicht aufgepfropft sind. Neben den «normalen» Etiketten, die ich an der legendären Weingala im Hotel Waldhaus in Sils-Maria verkostet habe, füllen Keller und Bramaz auch zwei Weine speziell für Baur au Lac ab. Hier alle Weine:

  • Epistem 2017: Frische, würzige Nase zwischen rot und schwarz, Landwein-Stilistik, Power, stringent, frisch, herbal, Eukalyptus, rechtes Finale, guter Essensbegleiter. Score: 16,75/20 (16 Franken. www.casadelvino.ch)
  • Epistem No 3 2015 (Foto): Dieser GSM-Wein (steht für Garnacha, Syrah, Monastrell) ist dezent würzig, kräftig, harmonisch, hat rechte Tannine, ist frisch, füllig und verfügt über einen recht langen, schönen Abgang. Score: 17,25/20 (25.50 Franken für Jahrgang 2013. www.casadelvino.ch)
  • Epistem No 5 2016 (Aus dem Clos Espernalos, wo die Reben 1945 gepflanzt wurden, 100% Monastrell): Komplexe Nase, leichtes Parfüm, Zedernholz, dunkle Früchte, Würze – toll! Power, minimer Medizinaltouch, Waldboden, ätherisch, Mundfülle, etwas grün, wunderbare Länge. Score: 17,75/20 (110 Franken für Jahrgang 2014. www.casadelvino.ch)
  • 8 Vents Mallorca 2017: 15,5/20 (26 Franken. wwwcasadelvino.ch)
  • Two Miles 2016 (GSM-Wein, Spezialabfüllung für Baur au Lac Vins): Ausladend, Power, Frische, Würze, Kräuter, rechte Tannine, Tiefe, enorm trinkig, sehr elegant daherkommend, rechtes Finish. Score: 17,5/20 (27 Franken. www.bauraulacvins.ch)
  • Five Miles (Monastrell, Garnacha Tintorera, hat 16,5 Volumenprozent Alkohol!, Spezialabfüllung für Baur au Lac Vins) 2015: Sehr tiefe, würzige Nase, leicht vegetabil, etwas süss, opulent, man spürt den Alkohol, tief, dennoch erstaunlich süffig, ätherisch-eukalyptisch, rechtes Finale. Aber doch etwas überextrahiert. Score: 17/20 (39.80 Franken. www.bauraulacvins.ch)

(Die Weine von Atlan & Artisan finden Sie auch bei Dani Matter Weine in der Vinothek in Samedan, Plazett 12, www.danimatterweine.ch)

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Wein der Woche: Cava Gran Vintage von Pere Ventura

Prosecchi kriegen das nicht hin, weil sie nach der Charmat-Methode vinifiziert werden, also nicht nach der traditionellen Flaschengärmethode, die man vom Champagner her kennt. Damit bringt man die noblen Hefe- und Brioche-Noten nicht in die Flasche, aufgrund derer sich Champagner-Aficionados zu Begeisterungsstürmen hingerissen fühlen. Cavas hingegen, die spanischen Schaumweine, werden nach der Méthode Champenoise vinifiziert. So auch jene von Pere Ventura, einem spanischen Selfmade-Winzer aus Sant Sadurni d’Anoia im Herzen von Penedès, der sich zu den renommiertesten Produzenten von ganz Spanien emporgearbeitet hat. Sein Gran Vintage 2014 erhielt das Label Cava de Paraje Calificado, die höchste Auszeichnung für Premium Cavas in der Denomination. Der Wein wird nur in den allerbesten Jahren produziert und wird aus Macabeu- und Xarel-lo-Trauben gekeltert. Rund 60 Monate reift der Wein in der Flasche, bevor degorgiert wird. Und dann kommt er in die höchst dekorative Box, die ihn zu einem Geschenk macht, mit dem man garantiert Beifallsstürme erntet. Und dies zu einem äusserst moderaten Preis!

Die Notizen zum Pere Ventura Cava Brut Gran Vintage 2014 (Foto): Leicht hefig, enorm frisch, Brot- und Briochenote, Power, perfekte Perlage, Fülle, minim vegetabil, Limonenaromatik, die genau richtig getimt ist, Kräuter, Fülle, trinkig - super! Kann locker mit vielen grossen Champagnern mithalten! Score: 18/20 (42 Franken. www.schuewo.ch).

Und dann wollen wir auch einen der kleinen Brüder des Gran Vintage nicht ausser Acht lassen, denn das lohnt sich allemal. Der Cava Tresor Reserva 2016, der auch nach der traditionellen Flaschengärungs-Methode gekeltert wurde, ist ein Brut, der durch eine erstaunlich rauchige Nase besticht, vor allem ist es Weihrauch, die Hefe ist dezent, die Früchte sind Apfel und Limette, die Perlage ist massiv, aber fein und herb, er wird mineralisch, trinkig, Bittermandeln schimmern durch, Säure, und der Abgang ist recht lang. Score: 16,25/20. Und das für schlappe 13.80 Franken. Da kann ein Prosecco einpacken. Sorry Veneto … (www.schuewo.ch)

Prosecchi kriegen das nicht hin, weil sie nach der Charmat-Methode vinifiziert werden, also nicht nach der traditionellen Flaschengärmethode, die man vom Champagner her kennt. Damit bringt man die noblen Hefe- und Brioche-Noten nicht in die Flasche, aufgrund derer sich Champagner-Aficionados zu Begeisterungsstürmen hingerissen fühlen. Cavas hingegen, die spanischen Schaumweine, werden nach der Méthode Champenoise vinifiziert. So auch jene von Pere Ventura, einem spanischen Selfmade-Winzer aus Sant Sadurni d’Anoia im Herzen von Penedès, der sich zu den renommiertesten Produzenten von ganz Spanien emporgearbeitet hat. Sein Gran Vintage 2014 erhielt das Label Cava de Paraje Calificado, die höchste Auszeichnung für Premium Cavas in der Denomination. Der Wein wird nur in den allerbesten Jahren produziert und wird aus Macabeu- und Xarel-lo-Trauben gekeltert. Rund 60 Monate reift der Wein in der Flasche, bevor degorgiert wird. Und dann kommt er in die höchst dekorative Box, die ihn zu einem Geschenk macht, mit dem man garantiert Beifallsstürme erntet. Und dies zu einem äusserst moderaten Preis!

Die Notizen zum Pere Ventura Cava Brut Gran Vintage 2014 (Foto): Leicht hefig, enorm frisch, Brot- und Briochenote, Power, perfekte Perlage, Fülle, minim vegetabil, Limonenaromatik, die genau richtig getimt ist, Kräuter, Fülle, trinkig - super! Kann locker mit vielen grossen Champagnern mithalten! Score: 18/20 (42 Franken. www.schuewo.ch).

Und dann wollen wir auch einen der kleinen Brüder des Gran Vintage nicht ausser Acht lassen, denn das lohnt sich allemal. Der Cava Tresor Reserva 2016, der auch nach der traditionellen Flaschengärungs-Methode gekeltert wurde, ist ein Brut, der durch eine erstaunlich rauchige Nase besticht, vor allem ist es Weihrauch, die Hefe ist dezent, die Früchte sind Apfel und Limette, die Perlage ist massiv, aber fein und herb, er wird mineralisch, trinkig, Bittermandeln schimmern durch, Säure, und der Abgang ist recht lang. Score: 16,25/20. Und das für schlappe 13.80 Franken. Da kann ein Prosecco einpacken. Sorry Veneto … (www.schuewo.ch)

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Provins: Neuer Geschäftsführer – und erste Enttäuschung

Aus Wasser wird Wein! So lautet in etwa die Losung bei Michel Charbonnet, der per 1. September die Leitung der neuen Provins S.A. übernimmt. Der Weingigant, der vor der Übernahme durch Fenaco (Landi, VOLG) getaumelt hatte und am Rande des Konkurses stand, ist in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Interimistisch hatte Othmar Hofer Provins seit Anfang Jahr geführt. Charbonnet (51) leitet seit 2004 die Aproz Sources Minérales S.A., ein Tochterunternehmen der Migros. Zuvor hatte der gebürtige Walliser verschiedene leitende Funktionen innerhalb der Migros inne. Der neue VR-Präsident Christian Consoni zur Wahl von Charbonnet: «Er ist im Wallis verwurzelt, bringt viel Unternehmergeist mit und kennt den Schweizer Getränkemarkt mit all seinen Facetten.» Charbonnet selbst hält Provins für eine Perle der Waliser Wirtschaft. «Dank der Partnerschaft mit Fenaco eröffnen sich für das Unternehmen ganz neue Perspektiven. Dass ich die Zukunft dieser einzigartigen Weinkellerei nun mitgestalten darf, freut mich sehr.» Provins produziert zehn Prozent des Weins in der Schweiz und 20 Prozent der Gesamtmenge des Wallis. Zweimal war die Genossenschaft mit 1500 Traubenlieferanten Weinkeller des Jahres.

Allerdings: Alles ist deswegen noch nicht in Minne bei Provins. Wie versprochen hat Fenaco die Genossenschafter für die Lese 2019 mit Termin Ende April pünktlich entlöhnt. Aber zu äusserst tiefen Trauben-Kilopreisen. Diese lägen laut dem Walliser Lokalblatt «Nouvelliste» deutlich unter den Richtpreisen des Branchenverbands und der Winzergesellschaft. «Ich bin ganz einfach enttäuscht. Die kleine Hoffnung, die ich mit der neuen Führung hatte, ist bereits verflogen», sagt einer der Traubenlieferanten.

Aus Wasser wird Wein! So lautet in etwa die Losung bei Michel Charbonnet, der per 1. September die Leitung der neuen Provins S.A. übernimmt. Der Weingigant, der vor der Übernahme durch Fenaco (Landi, VOLG) getaumelt hatte und am Rande des Konkurses stand, ist in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Interimistisch hatte Othmar Hofer Provins seit Anfang Jahr geführt. Charbonnet (51) leitet seit 2004 die Aproz Sources Minérales S.A., ein Tochterunternehmen der Migros. Zuvor hatte der gebürtige Walliser verschiedene leitende Funktionen innerhalb der Migros inne. Der neue VR-Präsident Christian Consoni zur Wahl von Charbonnet: «Er ist im Wallis verwurzelt, bringt viel Unternehmergeist mit und kennt den Schweizer Getränkemarkt mit all seinen Facetten.» Charbonnet selbst hält Provins für eine Perle der Waliser Wirtschaft. «Dank der Partnerschaft mit Fenaco eröffnen sich für das Unternehmen ganz neue Perspektiven. Dass ich die Zukunft dieser einzigartigen Weinkellerei nun mitgestalten darf, freut mich sehr.» Provins produziert zehn Prozent des Weins in der Schweiz und 20 Prozent der Gesamtmenge des Wallis. Zweimal war die Genossenschaft mit 1500 Traubenlieferanten Weinkeller des Jahres.

Allerdings: Alles ist deswegen noch nicht in Minne bei Provins. Wie versprochen hat Fenaco die Genossenschafter für die Lese 2019 mit Termin Ende April pünktlich entlöhnt. Aber zu äusserst tiefen Trauben-Kilopreisen. Diese lägen laut dem Walliser Lokalblatt «Nouvelliste» deutlich unter den Richtpreisen des Branchenverbands und der Winzergesellschaft. «Ich bin ganz einfach enttäuscht. Die kleine Hoffnung, die ich mit der neuen Führung hatte, ist bereits verflogen», sagt einer der Traubenlieferanten.

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Buchtipp: Echt Poletto

Bis 11. Mai sind die Restaurants noch geschlossen. Noch findet die Nahrungsaufnahme fast ausschliesslich in den eigenen vier Wänden statt. Und da werden die Mahlzeiten mittlerweile vielenorts richtiggehend zelebriert. Ein positiver Ausfluss der aktuellen Krise und des Lockdowns, immerhin.

Umso wichtiger ist da die Wahl der richtigen Kochbücher. Eines, das ich vorbehaltlos empfehlen kann, ist das siebte von Cornelia Poletto, Hamburger Spitzenköchin mit italienischen Wurzeln. Die Frau weiss, wovon sie spricht respektive schreibt, wenn sie in die Tasten haut: «Die Rezeptsammlung ist nach Jahreszeiten eingeteilt, nach den ‘Quattro Stagioni’. Die fünfte Jahreszeit sind meine Lieblingsrezepte, meine Klassiker, die Dauerbrenner auf meiner Speisekarte.» Die umtriebige ehemalige Jurorin bei der Sat1-Show «The Taste» führt heute drei Restaurants. Zwei in Hamburg und eines in Shanghai. Für ihr vormaliges Restaurant «Poletto», das wegen des Verkaufs der Immobilie geschlossen werden musste, hatte sie einen Michelin-Stern erhalten.

Auch Poletto ist sicher, dass Essen über den Virusfrust hinweghilft: «Ich bin der Überzeugung, dass die Zubereitung von gutem Essen glücklich macht. An der Nudelmaschine zu stehen hat etwas Meditatives. Und etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, ist ein angenehmer Ausgleich zum digitalisierten Alltag.»

Poletto stellt mediterrane Rezepte mit viel Liebe zum Detail vor, die eher einfach sind, mit nicht allzu vielen Ingredienzen, die mit wenigen Handgriffen veredelt werden können. Perfekt inspirativ! Und: Sie gibt viele Tricks und Kniffs, welche die Zubereitung erleichtern.

(«Echt Poletto – Geheimnisse meiner Küche». Verlag Gräfe und Unzer. 192 Seiten. ISBN: 978-3-8338-7405-5. 23.90 Franken. www.exlibris.ch)

Bis 11. Mai sind die Restaurants noch geschlossen. Noch findet die Nahrungsaufnahme fast ausschliesslich in den eigenen vier Wänden statt. Und da werden die Mahlzeiten mittlerweile vielenorts richtiggehend zelebriert. Ein positiver Ausfluss der aktuellen Krise und des Lockdowns, immerhin.

Umso wichtiger ist da die Wahl der richtigen Kochbücher. Eines, das ich vorbehaltlos empfehlen kann, ist das siebte von Cornelia Poletto, Hamburger Spitzenköchin mit italienischen Wurzeln. Die Frau weiss, wovon sie spricht respektive schreibt, wenn sie in die Tasten haut: «Die Rezeptsammlung ist nach Jahreszeiten eingeteilt, nach den ‘Quattro Stagioni’. Die fünfte Jahreszeit sind meine Lieblingsrezepte, meine Klassiker, die Dauerbrenner auf meiner Speisekarte.» Die umtriebige ehemalige Jurorin bei der Sat1-Show «The Taste» führt heute drei Restaurants. Zwei in Hamburg und eines in Shanghai. Für ihr vormaliges Restaurant «Poletto», das wegen des Verkaufs der Immobilie geschlossen werden musste, hatte sie einen Michelin-Stern erhalten.

Auch Poletto ist sicher, dass Essen über den Virusfrust hinweghilft: «Ich bin der Überzeugung, dass die Zubereitung von gutem Essen glücklich macht. An der Nudelmaschine zu stehen hat etwas Meditatives. Und etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, ist ein angenehmer Ausgleich zum digitalisierten Alltag.»

Poletto stellt mediterrane Rezepte mit viel Liebe zum Detail vor, die eher einfach sind, mit nicht allzu vielen Ingredienzen, die mit wenigen Handgriffen veredelt werden können. Perfekt inspirativ! Und: Sie gibt viele Tricks und Kniffs, welche die Zubereitung erleichtern.

(«Echt Poletto – Geheimnisse meiner Küche». Verlag Gräfe und Unzer. 192 Seiten. ISBN: 978-3-8338-7405-5. 23.90 Franken. www.exlibris.ch)

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Wo gibts was zu degustieren?

Nein, nein. Sorry! Es gibt noch nicht an manchen Orten etwas zu degustieren. Vielleicht in einzelnen Weinhandlungen. Aber grössere Verkostungen und Festivals finden leider noch nicht statt. So auch jenes von Manor, das von Ende April bis 24. Mai in allen Filialen mit Food-Abteilung hätte steigen sollen. Gestrichen für 2020. Dennoch gibts das Festivalangebot zu kaufen. Online. Es umfasst 135 teils starke rabattierte Weine mit besonderem Augenmerk auf lokale und Bio-Weine. Stellen wir drei davon aus den drei Schweizer Landesteilen vor, deren Kauf empfehlenswert ist:

  • Aigle Terre des Rois, Les Celliers du Chablais, Aigle VD 2018: Ein typischer Chasselas mit der typischen 18er-Opulenz, Noten nach Schwarztee, Kräutern, Pfirsich, schmelzig, dezente Säure, Power, Bittermandeln, mittellang. Score: 16,25/20 (11.95 statt 14.95 Franken. www.manor.ch)
  • Cornalin Les Perlines, Maison Gilliard, Sion VS 2018: Würzige, dunkelbeerige Nase, sortentypisch, Schmelz, viel Beerenpower, Fruchtsüsse, dennoch leicht herb, vegetabil und leichte Bitternote, was der Zugänglichkeit und Süffigkeit keinen Abbruch tut, Fülle, schönes Finale. Der warme Jahrgang kommt dem Cornalin definitiv entgegen. Score: 16,75/20 (15.95 statt 19.95 Franken. www.manor.ch)
  • Merlot Touché Brivio, Gialdi Vini, Mendrisio TI 2017 (Foto): Liebliche Nase nach Beeren und Espresso, etwas Kräuter, typisch für Merlot, Rotbeeren-Aromatik im Gaumen, dezente Tannine, enorm rund, erst gegen Ende leicht herbe Note, schöne Fülle und Länge, ein recht geschliffener und deshalb sehr trinkiger Merlot aus dem Südtessin. Score: 17/20 (21.90 statt 27.90 Franken. www.manor.ch)

Nein, nein. Sorry! Es gibt noch nicht an manchen Orten etwas zu degustieren. Vielleicht in einzelnen Weinhandlungen. Aber grössere Verkostungen und Festivals finden leider noch nicht statt. So auch jenes von Manor, das von Ende April bis 24. Mai in allen Filialen mit Food-Abteilung hätte steigen sollen. Gestrichen für 2020. Dennoch gibts das Festivalangebot zu kaufen. Online. Es umfasst 135 teils starke rabattierte Weine mit besonderem Augenmerk auf lokale und Bio-Weine. Stellen wir drei davon aus den drei Schweizer Landesteilen vor, deren Kauf empfehlenswert ist:

  • Aigle Terre des Rois, Les Celliers du Chablais, Aigle VD 2018: Ein typischer Chasselas mit der typischen 18er-Opulenz, Noten nach Schwarztee, Kräutern, Pfirsich, schmelzig, dezente Säure, Power, Bittermandeln, mittellang. Score: 16,25/20 (11.95 statt 14.95 Franken. www.manor.ch)
  • Cornalin Les Perlines, Maison Gilliard, Sion VS 2018: Würzige, dunkelbeerige Nase, sortentypisch, Schmelz, viel Beerenpower, Fruchtsüsse, dennoch leicht herb, vegetabil und leichte Bitternote, was der Zugänglichkeit und Süffigkeit keinen Abbruch tut, Fülle, schönes Finale. Der warme Jahrgang kommt dem Cornalin definitiv entgegen. Score: 16,75/20 (15.95 statt 19.95 Franken. www.manor.ch)
  • Merlot Touché Brivio, Gialdi Vini, Mendrisio TI 2017 (Foto): Liebliche Nase nach Beeren und Espresso, etwas Kräuter, typisch für Merlot, Rotbeeren-Aromatik im Gaumen, dezente Tannine, enorm rund, erst gegen Ende leicht herbe Note, schöne Fülle und Länge, ein recht geschliffener und deshalb sehr trinkiger Merlot aus dem Südtessin. Score: 17/20 (21.90 statt 27.90 Franken. www.manor.ch)
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