«Ein Diamantencollier im Wert von 2 Millionen Euro aus Hotelzimmer gestohlen» – so oder ähnlich lauteten vor kurzem die Schlagzeilen über einen spektakulären Schmuck-Diebstahl in einem Hotel in Cannes.
Diebstähle in Hotels sind keine Seltenheit — auch wenn sich der Schaden in den wenigsten Fällen in Millionenhöhe bewegen dürfte. Gerade während der Ferienzeit hört man immer wieder von Touristen, deren Wertsachen oder Gepäck aus dem Hotelzimmer verschwinden.
Um es den Langfingern so schwer wie möglich zu machen, ist es gut, Wertsachen von vornherein im Hotelsafe zu platzieren. Wichtig ist auch das richtige Vorgehen bei einem Diebstahl:
Sofort den Hotelier avisieren
Gestohlene Kreditkarten sperren lassen (die Telefonnummer des 24-Stunden-Services bereits vor den Ferien auf dem Handy speichern)
Polizei benachrichtigen, vor allem wenn die Ausweise weg sind. In diesem Fall auch die Schweizer Botschaft oder das Konsulat kontaktieren.
Üblicherweise haften Hotels für die von den Gästen mitgebrachten Sachen. In der Schweiz gilt die Haftpflicht bis zu einem Betrag von 1000 Franken, falls den Hotelier kein Verschulden trifft. Sonst kann der Betrag auch höher sein.
Nebst der Haftpflichtversicherung des Hotels hilft auch die Hausratversicherung, wenn der Zusatz «Einfacher Diebstahl auswärts» eingeschlossen ist. Der Vorteil dabei: Die Hausratversicherung des bestohlenen Touristen deckt den Neuwert – je nach vereinbartem Versicherungsschutz in der Regel zwischen 2000 und 5000 Franken. Die Haftpflichtversicherung des Hoteliers sieht nur eine Versicherung zum Zeitwert vor. Daher kann es rentabel sein, den Diebstahl auch seiner Hausratversicherung zu melden.
Möglich sind ausserdem separate Versicherungen fürs Gepäck, die man als Zusatz bei einer Reiseversicherung oder bei der Hausratpolice mit abschliessen kann. Dabei ist die Reisegepäckversicherung als Zusatz zur Hausratpolice meistens die günstigere Variante.