Betrugsmaschen werden wegen KI immer perfider
Wie kann man sich gegen Deepfakes schützen?

Was ist real und was nicht? Künstliche Intelligenz macht es möglich, Stimmen und Gesichter täuschend echt zu fälschen. Wir zeigen, welche Maschen hinter Deepfakes stecken – und wie wir uns dagegen wehren können.
Cyberkriminelle lassen mit Deepfakes die Realität verschwimmen. Der ideale Nährboden für Betrug.
Foto: Getty Images
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Anna klingt völlig aufgelöst. Mit schluchzender Stimme berichtet sie ihrem Vater, dass sie einen Autounfall gehabt habe und sofort Geld benötige, um den Abschleppdienst zu bezahlen. Der Vater zögert nicht und überweist gutgläubig die 500 Franken. Was er in diesem Moment nicht ahnt: Am anderen Ende der Leitung sitzen Betrüger. 

Diese Geschichte ist erfunden, doch die Gefahr ist real: Bei sogenannten Deepfake-Anrufen klonen Kriminelle mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die Stimmen von Angehörigen ihrer Opfer, um diese emotional unter Druck zu setzen und ihr Erspartes zu ergaunern.

Was lange als technische Spielerei galt, ist heute ein Werkzeug für Betrug, Manipulation und Desinformation im grossen Stil. Denn die Technologie hat in den letzten Jahren einen enormen Sprung gemacht: Für eine täuschend echte Stimmfälschung reichen den Tätern heute wenige Sekunden Audiomaterial aus öffentlichen Social-Media-Videos oder Sprachnachrichten. Für ein gefälschtes Video brauchts nicht mehr als ein paar Schnappschüsse.

Programmierkenntnisse sind keine nötig. Leistungsfähige und einfach zu bedienende KI-Werkzeuge sind im Netz frei zugänglich.

Deepfakes: Adieu Vertrauen!

Betrugsversuche werden durch KI deutlich einfacher und skalierbarer, was bedeutet, dass heute praktisch jede und jeder zur Betrügerin oder zum Betrüger werden kann. Bisherige Echtheitssignale wie das Erkennen einer bekannten Stimme oder eines Gesichts verlieren an Wert, das Grundvertrauen zwischen Menschen schwindet, das Misstrauen wächst. 

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Swisscom engagiert sich aktiv dafür, Menschen im Umgang mit digitalen Chancen und Risiken zu stärken. Auf Swisscom Campus finden Privatpersonen und Familien praktische Ratgeber und kostenlose Angebote, um sich selbstbestimmt und sicher im Netz zu bewegen.

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  • Konkrete Alltagstipps: Praktische Anleitungen für mehr Schutz im Alltag.

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Und Deepfakes betreffen nicht nur Privatpersonen: Auch die Wirtschaft leidet unter solchen Angriffen, etwa in Form des sogenannten «CEO-Fraud», bei dem sich Kriminelle als Firmenchefs ausgeben und Mitarbeitende per Telefon oder Videobotschaft anweisen, dringend Zahlungen freizugeben. Auch manipulierte Interviews und Videobotschaften verbreiten sich rasant. Darin machen prominente Personen Aussagen, die sie nie getätigt haben. Oftmals reichen solche Deepfakes aus, um rufschädigende Falschinformationen zu verbreiten.

Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Wir sind Deepfakes nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt Muster, die sich bei Betrugsversuchen wiederholen. Psychologische Tricks etwa, die Vertrauen vortäuschen und Schutzmechanismen umgehen.

Woran sich Deepfakes erkennen lassen

  • Unerwartete Kontaktaufnahme: Der Kontakt erfolgt in der Regel unerwartet und ausserhalb der gewohnten Zeiten, also zum Beispiel während der Rushhour, spätabends oder am Wochenende. Generell nutzen die Täter gezielt Momente, in denen man müde, gestresst oder abgelenkt und dadurch weniger parat ist, um auf den Anruf zu reagieren.

  • Zeitdruck: Ein weiteres Muster sind künstlich erzeugte Hektik und Zeitdruck: Eine Entscheidung oder Handlung muss sofort erfolgen, oder innert Minuten. So schaffen die Betrüger eine künstliche Dringlichkeit, um zu verhindern, dass das Opfer nachdenken, gegenprüfen oder eine zweite Person beiziehen kann.

  • Emotionale Manipulation: Das kritische Denken der Opfer wird auch mittels emotionaler Manipulation unterdrückt, etwa indem Angst und Mitleid erzeugt werden.

  • Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen: Misstrauisch werden sollte man auch, wenn Geldüberweisungen verlangt werden, die vom Standardprozess abweichen, also über einen unüblichen Kanal oder auf ein fremdes Konto. Oder wenn verlangt wird, doch rasch das Passwort der Banking-App am Telefon durchzugeben.

  • Fehlender Kontext: Stimmen und Videobilder per KI mögen verblüffend echt wirken. Doch der tiefere Kontext fehlt meist. Heisst: Deepfakes knüpfen nicht an vorherige Gespräche an, die man mit der realen betreffenden Person geführt hat. Die erzählte Geschichte wirkt wie aus dem Nichts konstruiert. Ein Betrug kann sich auch aufgrund unnatürlicher Pausen verraten oder durch eine Wortwahl, die gar nicht zur nachgeahmten Person passt.

Je besser du über diese Muster Bescheid weisst, desto schneller erkennst du den Täuschungsversuch. Im Zweifelsfall schafft ein kurzer Gegencheck Klarheit: Kontaktiere die betreffende Person über einen zweiten, vertrauenswürdigen Kanal, etwa durch einen Rückruf auf die Nummer, die du im Handy gespeichert hast.

Wer gut informiert ist, wird weniger leicht zum Opfer von Cyber-Betrügerinnen und -Betrüger.
Foto: Getty Images

Fit für den digitalen Raum

Wissen ist der wirksamste Schutz vor Deepfakes. Deshalb engagiert sich Swisscom dafür, Menschen und Unternehmen über aktuelle Risiken aufzuklären und sie zu befähigen, sich sicher und selbstbestimmt im digitalen Raum zu bewegen. 

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

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