Taylor-Swift-Konzert in Zürich
Warum verteilt Pro Juventute Armbändeli an Swifties?

Heute kommt der grösste Popstar der Welt in die Schweiz. An den beiden Taylor-Swift-Konzerten in Zürich verteilt die Pro Juventute 10’000 Freundschaftsarmbänder mit der Nummer 147. Wir erklären die ernsten Hintergründe einer spassigen Aktion.
Publiziert: 09.07.2024 um 01:11 Uhr
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Aktualisiert: 09.07.2024 um 07:55 Uhr
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Am 9. und 10. Juli steht der grösste Popstar der Welt im Letzigrund Stadion Zürich auf der Bühne – ein riesiges Happening.
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Alexandra BaderPraktikantin

Zwei Abende spielt Taylor Swift (34) im Letzigrundstadion in Zürich. Die Doppel-Show ist ein Event der Superlative: Bis zu 50’000 Personen werden pro Tag erwartet.

Die Pro Juventute, die grösste Schweizer Stiftung für Kinder- und Jugendförderung, sieht darin eine Chance, auf ihr Beratungstelefon aufmerksam zu machen. 147 richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die mit all ihren grossen oder kleinen Sorgen anrufen können und von Fachpersonen beraten werden. «Wir sind überzeugt, dass dies ein guter Ort ist, um auf 147 aufmerksam zu machen – und das in bester Taylor-Swift-Manier, mit Freundschaftsbändern», sagt Lulzana Musliu (35) von der Pro Juventute.

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Freundschaftsbänder als Synonym für Gemeinschaft

Freundschaftsbänder haben eine grosse Bedeutung für Swifties. Im Song «You’re On Your Own, Kid» ruft Taylor Swift ihre Fans auf, Freundschaftsbänder zu machen und diese untereinander zu tauschen: «So make the friendship bracelets, take the moment and taste it, you got no reason to be afraid.»

Seitdem gehören sie zum Fan-Kult um Taylor Swift. Mit ihnen zeigen Swifties, dass sie eine Gemeinschaft bilden. «Indem wir Freundschaftsbänder verteilen, können wir zeigen: Pro Juventute ist mit 147 jederzeit für euch da, wie ein Freund oder eine Freundin», so Musliu.

Psychische Belastungen bei Jugendlichen

Das Beratungstelefon ist immer mehr gefragt: 42’000 Beratungen werden jährlich in der ganzen Schweiz gemacht. 70 Prozent der Ratsuchenden sind weiblich. Eine Studie von Unicef zeigt, dass ein Drittel aller 14- bis 19-Jährigen in der Schweiz und Liechtenstein an psychischen Problemen leidet. Deshalb ist es wichtig, dass die Jugendlichen wissen, wo sie Hilfe finden können.

«Musik hilft erwiesenermassen in psychischen Belastungssituationen», sagt Musliu. Da Taylor Swift in ihren Songs Themen wie Liebeskummer, Selbstzweifel oder Mobbing aufgreift, können sich viele Jugendliche, besonders junge Frauen, damit identifizieren. «Taylor Swift verbreitet in ihren Texten Botschaften der Gemeinschaft, Selbstliebe und Zusammenhalt, und das passt auch gut zur Pro Juventute», so Lulzana Musliu. Deshalb sei das Taylor-Swift-Konzert die perfekte Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, dass es anonyme Beratungsstellen gibt.

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