Darum gehts
- La Pissaladière aus Nizza: Zwiebeln, Sardellen und Oliven auf Pizzateig
- Tropea-Zwiebeln aus Kalabrien sorgen für natürliche Süsse und perfekte Harmonie
- Rezept: 600 g Teig, 1,5 kg Zwiebeln, 12 Sardellen, 20 Minuten Backzeit
Selbst als eingeschworener Freund und Verfechter der italienischen Pizza muss ich zugeben: La Pissaladière, c’est fantastique! Der Belag aus langsam geschmorten Zwiebeln ist der eigentliche Star. Nach einer guten halben Stunde in der Pfanne verwandeln sie sich beinahe in eine Creme – süss, aromatisch und unglaublich saftig. Dazu kommen salzige Sardellen und würzige Oliven. Mehr braucht es fast nicht für ein kleines Stück Provence.
Ganz klassisch wird die Pissaladière nur mit Sardellenpaste und Zwiebeln belegt. Ab und zu auch mit Tomaten. Das mag ich besonders gerne, vor allem grosse, saftige Ochsenherztomaten. Sie bringen Frische, etwas Säure und machen die Pizza auch optisch noch attraktiver. Ihre italienische Cousine findet man zwar unter dem Namen Pissaladiera bis nach Ligurien. Doch das Original aus Nizza besitzt einen ganz eigenen Charakter. Da werden selbst Italiener fast ein wenig neidisch.
Traditionell verwendet man gelbe Zwiebeln. Wenn Saison ist, greife ich gerne zu den süssen Tropea-Zwiebeln aus Kalabrien. Ihre natürliche Süsse harmoniert wunderbar mit den kräftigen Sardellen. Wichtig ist vor allem eines: Geduld. Die Zwiebeln dürfen nicht bräunen, sondern sollen langsam und sanft weich schmoren. Genau das macht den Unterschied.
Zutaten für ein eckiges Backblech
600 g Pizzateig (vom Bäcker oder selbst gemacht)
1,5 kg Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
4 Ochsenherztomaten, in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten
12 kantabrische Sardellenfilets
2 EL Picholine-Oliven aus der Provence (ersatzweise Taggiasca-Oliven)
Feines Meersalz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Frischer Thymian und Rosmarin nach Belieben
Picholine-Oliven
Olivenöl extra vergine
Zubereitung
- Die Zwiebeln in einer weiten Pfanne in wenig Olivenöl einige Minuten glasig anschwitzen.
- Zugedeckt bei mittlerer Hitze rund 30 Minuten weich schmoren.
- Zwischendurch umrühren und bei Bedarf wenig Wasser zufügen.
- Die Zwiebeln sollen weich und cremig werden, aber keine Farbe annehmen.
- Am Ende ohne Deckel einkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr übrig ist.
- Anschliessend etwas abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Pizzateig auf ein leicht geöltes Blech legen.
- Die geschmorten Zwiebeln gleichmässig darauf verteilen.
- Mit den Tomatenscheiben belegen und diese leicht salzen.
- Die Sardellen kreuzweise zwischen den Tomaten anordnen, die Oliven darüber verteilen.
- Mit Pfeffer und nach Belieben mit Thymian und Rosmarin würzen, alles mit wenig Olivenöl beträufeln.
- Die Pissaladière etwa 20 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist.
Lauwarm schmeckt sie fast noch besser als direkt aus dem Ofen. Zusammen mit einem Glas Rosé oder einem kühlen Weisswein fühlt man sich sofort an die Côte d’Azur versetzt.