Blick in den Balkan
Serbien machts vor: Mehr Rente für Mütter?

In Serbien soll sich bei der Rente einiges ändern: Mütter könnten künftig zusätzliche Versicherungsjahre erhalten – abhängig von der Anzahl ihrer Kinder. Dadurch wird unter bestimmten Bedingungen auch ein früherer Renteneintritt möglich.
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Serbien passt die Gesetze an, zur Freude der Mütter.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Serbien plant Rentenreform: Mütter erhalten zusätzliche Versicherungsjahre pro Kind
  • Pro Kind bis zu zwei zusätzliche Jahre für die Pension angerechnet
  • Einführung sofort für drei Kinder, ab 2032 für ein oder zwei Kinder
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Auch in der Schweiz wird immer wieder über bessere Rentenlösungen für Eltern diskutiert – etwa über Betreuungsgutschriften oder zusätzliche Anerkennung von Erziehungsarbeit. Während solche Modelle hierzulande schon lange Teil des Systems sind, geht Serbien nun einen Schritt weiter und führt zusätzliche Rentenjahre speziell für Mütter ein.

Was plant Serbien?

In Serbien sollen Mütter künftig früher in Rente gehen können. Grund dafür sind geplante Gesetzesänderungen, die einen zusätzlichen Rentenanspruch für Frauen mit Kindern vorsehen.

Die Regierung hat eine Verordnung zur Unterstützung der regionalen Entwicklung und des Unternehmertums verabschiedet. Im Rahmen der Reform wird auch der sogenannte «zusätzliche Rentenstaatsdienst» für Mütter angepasst.

So viel Zusatzzeit pro Kind

Nach den vorgesehenen Änderungen gilt:

  • 1 Kind: 6 zusätzliche Monate Rentenzeit
  • 2 Kinder: 1 zusätzliches Jahr
  • 3 oder mehr Kinder: 2 zusätzliche Jahre

Diese Zeit wird als zusätzlicher Versicherungsjahre für die Pension angerechnet.

So funktioniert die Berechnung

Laut Jovana Ružičić vom Zentrum der Mütter («Centar za mame») wird der Zusatzstaatsdienst zur bestehenden Erwerbszeit addiert.

Beispiel: Eine Frau hat 25 Arbeitsjahre und drei Kinder. Dann werden ihr zwei zusätzliche Jahre angerechnet – sie gilt also rechnerisch, als hätte sie 27 Jahre gearbeitet.

Nicht automatisch früher in Rente

Wichtig: Der Zusatzstaatsdienst bedeutet nicht automatisch eine frühere Pension. Wenn die Mindestvoraussetzungen für Alter oder Arbeitsjahre nicht erreicht werden, bringt der Bonus allein keinen Rentenanspruch.

Erst wenn durch die Zusatzjahre die erforderliche Gesamtzeit erreicht wird, kann ein früherer Renteneintritt möglich sein.

Start der neuen Regelung

Geplant ist:

  • 3 oder mehr Kinder: Anwendung ab sofort
  • 1 oder 2 Kinder: Einführung ab 2032

Die Reform soll laut Regierung Familien stärker unterstützen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf langfristig verbessern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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