Kürzer, breiter, leichter
So gut ist Samsungs radikal neues Galaxy Z Fold 8

Samsung krempelt beim Falthandy um: kürzer, deutlich breiter und mit 201 Gramm so leicht wie kein Fold zuvor. Der Test zeigt, warum das Z Fold 8 im Alltag überzeugt und wo der Konzern den Rotstift ansetzt.
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Kürzer, breiter, leichter: Blick-Redaktor Tobias Bolzern hat das Galaxy Z Fold 8 getestet. Zugeklappt ist es in etwa so gross wie der Schweizer Pass.
Foto: Tobias Bolzern

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Samsung Galaxy Z Fold 8 setzt neu auf ein breites Passformat
  • Zugeklappt taugt es zum Tippen, aufgeklappt für Videos und Lesen
  • Schwächen: keine Tele-Kamera, kein Staubschutz und der hohe Preis
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Tobias BolzernRedaktor Digital

125 auf 88 Millimeter: So gross ist das rote Büchlein, der Schweizer Pass, der bei Reisen ins ferne Ausland immer dabei sein muss. Samsungs neues Falthandy misst 124 auf 82. Mit dem Gerät wirft der südkoreanische Konzern das eigene Rezept über Bord. Lange galt bei Samsung: zugeklappt möglichst schmal, wie ein normales Handy. Mit dem Z Fold 8 gilt das nicht mehr. Das neue Modell ist kürzer, dafür deutlich breiter. Im Alltag hat das Vor- und Nachteile, wie unser Test zeigt.

Der äussere Bildschirm misst 5,5 Zoll im 16:10-Format. Was das bringt? Mehr Fläche zum Lesen oder Surfen, ohne das Gerät aufklappen zu müssen. Der Vorteil: Tippen mit zwei Daumen klappt auf der breiten Tastatur besser als auf jedem schmalen Smartphone. Wer Blackberry-Nostalgie hegt, fühlt sich sofort zu Hause. Doch die Sache hat zwei Haken. Erstens: Mit einer Hand auf dem breiten Bildschirm zu tippen ist schwierig, ausser man hat am Ende seiner Arme gigantische Pranken. Zweitens frisst die Bildschirmtastatur beim Schreiben fast die Hälfte der Anzeige. Von der Nachricht, die man beantwortet, bleibt nur wenig sichtbar. Immerhin: Wer die Bildschirmtastatur manuell verkleinert, kann das Problem etwas entschärfen.

In Chat-Apps sieht man mit eingeblendeter Bildschirmtastatur nicht mehr viel von der eigentlichen Nachricht.
Foto: Tobias Bolzern

Fast so gross wie das Ultra

Aufgeklappt zeigt das Z Fold 8 einen 7,6-Zoll-Bildschirm im 4:3-Format; das Gerät misst dann 161 auf 124 Millimeter – ähnlich wie ein iPad mini (195×135 Millimeter). Videos laufen darauf fast gleich gross wie auf dem 8-Zoll-Display des teureren Fold 8 Ultra, nur mit schmaleren schwarzen Balken rundherum. Quer gehalten eignet sich das Gerät gut für Youtube, hochkant für Websites und E-Books. Bis zu drei Apps laufen auf dem Display nebeneinander.

Bis zu drei Apps laufen auf dem Z Fold 8 parallel.
Foto: Tobias Bolzern

Und der berüchtigte Knick in der Displaymitte? Der ist kaum noch spür- und sichtbar. Samsung verbaut nämlich eine Titanplatte samt Titanfolie hinter dem Bildschirm. Dazu kommt eine Entspiegelung, die selbst im Sonnenlicht wirkt. Beide Displays leuchten mit bis zu 3000 Nits. Praktisch im Alltag: Dank der Bauform ist immer ein Handyständer mit dabei. Das Gerät lässt sich in verschiedenen Winkeln aufstellen, um Videos zu schauen (siehe Bildstrecke).

Mit 201 Gramm ist das Fold 8 das leichteste Falthandy, das Samsung in der Fold-Serie bisher gebaut hat. Zugeklappt ist es 9,7 Millimeter dick, offen 4,5. Im Inneren werkelt der Snapdragon 8 Elite Gen 5, einer der zurzeit schnellsten Android-Prozessoren. Der Akku fasst 4800 Milliamperestunden und setzt erstmals bei Samsung auf Silizium-Karbon-Technik. Im Alltag hält er locker einen Tag durch. Der Akku lädt mit 45 Watt: Nach einer Stunde ist der Speicher voll. Android 17 ist vorinstalliert, Updates verspricht Samsung bis ins Jahr 2033.

Zwei Kameras statt drei

Gespart hat Samsung bei der Kamera. Zwei 50-Megapixel-Linsen sitzen auf der Rückseite: Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Ein Teleobjektiv (wie beim Ultra) fehlt. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist das mager. Und: Das Fold 8 übersteht zwar 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe (IP48), gegen Sand und Staub ist es aber nicht gewappnet. Und das Innendisplay bleibt empfindlich. Dessen sollte man sich beim Kauf bewusst sein. 

Der Preis der Falterei

In der Schweiz kostet das Galaxy Z Fold 8 mit 256 Gigabyte offiziell 1729 Franken, Händler verkaufen es aber bereits ab ca. 1300 Franken. Mit dem kurzen, breiten Format ist Samsung nicht allein: Hersteller wie Oppo aus China bauen ihre Falthandys schon länger so. Hierzulande spielen sie aber kaum eine Rolle. Die Konkurrenz lauert allerdings in Cupertino. Am 9. September lädt der iPhone-Hersteller zum Event, laut «Bloomberg» zeigt Apple dann sein erstes faltbares iPhone in einem ähnlichen Format. Kosten soll das Gerät rund 2000 Dollar.

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