Cyberangriffe und AI-Wahnsinn
Hack, hack, hack: Geht das Internet vor die Hunde?

Das Netz fühlt sich momentan so unsicher an wie nie. Künstliche Intelligenz ist schuld – und die Lösung. Ein Kommentar von Thomas Benkö.
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Überall tröpfeln Daten raus: Das Internet ist ein dunkler Ort geworden.
Foto: KI-Illustration
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Thomas BenköJournalist & AI Innovation Lead

Es ist schon krass momentan. Gefühlt stündlich prasseln neue Meldungen über Sicherheitslücken und gehackte Datenbanken auf uns ein.

Da werden Schwachstellen in PHP entdeckt. Dort tauchen in der Schweiz sensible Daten von Bundesräten oder Pensionskassen auf. Selbst die vermeintlichen Musterschüler vom «Republik»-Magazin sind betroffen.

Und weltweit? Millionen kompromittierte Datensätze. Zuletzt etwa im deutschen Bundesland Berlin. Oder die Hunderte Gigabyte an E-Mails aus dem AfD-Leak in Deutschland.

Langsam fragt man sich: Was ist da eigentlich los?

Ist AI schuld? Sind es die neuen Agents? Oder sind Cyberkriminelle mithilfe künstlicher Intelligenz inzwischen schlicht viel schneller darin, Schwachstellen aufzuspüren und auszunutzen?

Die Ironie: AI hilft gleichzeitig, solche Lücken zu finden und zu schliessen. Ausgerechnet das OpenAI-Modell GPT-5.6 Sol half Sicherheitsforschern, eine der kritischen PHP-Schwachstellen aufzuspüren, die gerade das Internet in Aufruhr versetzen.

Was hilft es, wenn der Einzelne vorsichtig ist?

Was mich an der ganzen Entwicklung besonders beschäftigt, ist aber ein anderer Widerspruch.

Als normaler Internetnutzer wird man zunehmend mit komplizierten Login-Verfahren, Zwei-Faktor-Authentifizierungen und zusätzlichen Sicherheitsabfragen geplagt. Selbst für die banalsten Dienste. Alles im Namen der Sicherheit.

Und dann? Fliegen bei irgendeinem zentralen Dienstleister oder Unternehmen gleich Millionen Datensätze raus.

Da kannst du als Nutzer noch so vorsichtig sein.

Ich sehe deswegen nicht gleich schwarz fürs Internet. Aber wenn das in diesem Tempo weitergeht, haben wir ein ernsthaftes Problem. Vor allem mit dem Vertrauen.

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