So blendend geht es der Gaming-Industrie
Take Two erwartet mit GTA VI einen Umsatzsprung

Während andere Unterhaltungsbranchen mit Krisen kämpfen, werden in der Gaming-Industrie fleissig Milliardenbeträge investiert. Jüngstes Beispiel: «GTA VI» von Rockstar Games. Schon mit dem fünften Teil füllten sich die Kassen.
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In der Gaming-Branche lohnen sich die Investitionen.
Foto: AFP
Joschka Schaffner Ringier
Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Mit Games hält man die Kundinnen und Kunden bei der Stange. Das hat auch Netflix bemerkt. Neben Filmen und Fernsehserien stellt der US-amerikanische Streaming-Gigant seit zwei Jahren seinen Abonnentinnen und Abonnenten auch Handygames zur Verfügung.

Bereits Ende 2023 kamen drei Schwergewichte erneut auf den Markt: die drei frisch aufmöblierten Spieleklassiker «GTA 3», «GTA Vice City» und «GTA San Andreas». Pünktlich für den Hype, der rund zwei Dekaden nach der Erstveröffentlichung der Games um den sechsten Teil der «Grand Theft Auto»-Serie herrscht.

Koloss der Unterhaltungsindustrie

Dem Gaming-Markt geht es blendend. Der Koloss der Unterhaltungsbranche generiert mittlerweile deutlich mehr Umsatz als die Film- und Musikindustrie zusammen. Die Rede ist von Zahlen im Bereich der 200-Milliarden-Marke

Tech-Unternehmen investieren kräftig in den Gaming-Sektor. Riese Microsoft kaufte etwa für rund 69 Milliarden Dollar kauft der Konzern den Spielentwickler Activision Blizzard.

«GTA VI» ist das teuerste Spiel aller Zeiten

Das US-Spieleunternehmen Take Two Interactive, zu dem «GTA»-Entwickler Rockstar Games gehört, ist dagegen mit rund 5,63 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2025 ein eher kleiner Fisch unter den Grossen. Trotzdem investiert das Studio kräftig in sein Steckenpferd «Grand Theft Auto». Schätzungen zufolge soll die Entwicklung des sechsten Teils zwischen ein und zwei Milliarden US-Dollar gekostet haben. Es wäre das teuerste Spiel aller Zeiten.

Bereits der fünfte Teil zahlte sich für Take Two und Rockstar aus: Er ist bis heute das am zweitmeisten verkaufte Spiel aller Zeiten. Nur «Minecraft» der Microsoft-Tochter Mojang setzte bisher mehr Kopien ab. Aus dem Online-Mehrspielermodus von «GTA 5» bastelte Rockstar zudem eine Gelddruckmaschine par excellence. Dank des Verkaufs virtueller Währungen sowie GTA+-Abonnements spülte «GTA Online» alleine im letzten Jahr – wohlgemerkt zehn Jahre nach der Veröffentlichung – eine halbe Milliarde US-Dollar in die Kassen.

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Ein weiterer Goldesel kündigt sich an

Die Standard-Edition von GTA VI kostet in der Schweiz je nach Anbieter um die 80.00 Franken, während die Ultimate Edition für 99.90 Franken angeboten wird. Ein absolut handelsüblicher Preis, zumindest für die Standard-Edition.

Dennoch werden es sich Rockstar und Take Two nicht nehmen lassen, «GTA VI» zum neuen Goldesel zu machen. Mit «GTA VI» und anderen «bahnbrechenden Titeln» will das Unternehmen Milliarden US-Dollar einnehmen.

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