Leser zu Mega-Übungsgelände für die Armee
«Für einen übergrossen Militärspielplatz zahlen wir sicher nicht!»

Bundesrat und Armee wollen ein neues Gefechtsgelände für grossräumige Übungen bauen. Auch die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats steht hinter dem Vorhaben. Das Projekt spaltet unsere Community.
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Rund 1000 Armeeangehörige und 50 Panzerfahrzeuge reisten im Frühling 2025 nach Niederösterreich.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Armee plant ist ein gewaltiges Gelände für Übungen in der Schweiz
  • Bundesrat und Ständeratskommission stützen das Projekt
  • Leserumfrage: 60 Prozent dafür, 40 Prozent dagegen
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die Schweizer Armee hat sich ein Riesenvorhaben in den Kopf gesetzt. Seit einer Truppenübung im Frühling 2025 ist das VBS begeistert vom Gefechtsübungsplatz Allentsteig in Niederösterreich. Das Areal, auf dem gemeinsam mit österreichischen und deutschen Truppen trainiert wurde, hat eine Grösse von 157 Quadratkilometern. Das ist in etwa die Fläche von Appenzell Innerrhoden. Für Bund und Armee ist klar: Das brauchen wir auch!

Der Bundesrat unterstützt eine SVP-Forderung für ein geeignetes Trainingsgelände, welches im Schweizer Inland grössere Militärübungen ermöglichen soll. Laut SVP-Nationalrat Thomas Burgherr (64) bestehen dafür im Moment zu viele Verbote, Regulierungen und Vorgaben. Aktuelle Einsatzplätze seien nur für kleinere Übungen geeignet. Auch die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats steht hinter der Umsetzung. In unserer Leserschaft ist der Zuspruch nicht ganz so eindeutig.

Das sagt die Community zum Armee-Grossprojekt

Eine Leserumfrage mit über 3600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, gut 60 Prozent sind für das neue Mega-Übungsgelände. Ihnen ist es enorm wichtig, dass unsere Armee realistisch in der Schweiz trainieren kann.

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Die übrigen 40 Prozent stellen sich klar gegen das Vorhaben. Ihres Erachtens sollten die bestehenden Plätze im Zusammenspiel mit Auslandsübungen absolut ausreichen. In den Kommentaren verschafft sich vor allem die Gegnerschaft Gehör.

«Wo soll in der Schweiz bitte so viel Platz gefunden werden?»

Die Mehrheit der Leserinnen und Leser äussert scharfe Kritik zu dem Unterfangen. Unter ihnen ist auch Chris Hoss: «Die Armee sollte sich lieber zu tatsächlichen Bedrohungen Gedanken machen, anstatt sich einen riesigen Sandkasten zu bauen.» Hans Meier schreibt stinksauer: «Für einen übergrossen Militärspielplatz zahlen wir sicher nicht!»

Urs Steiner kommentiert: «Toll sind unsere Militärs vom österreichischen Waffenplatz begeistert. Nur: Wo soll in der Schweiz bitte so viel Platz gefunden werden?» Holger Chowanetz merkt ebenfalls an: «Warum muss man immer was Eigenes haben? So ein Blödsinn, kann man nicht mit den Deutschen und Österreichern zusammenspannen? Unser Land ist sowieso schon überbaut genug.»

Lukas Fassbind hebt hervor: «Die Frage ist doch, welchen Nutzen bringt so ein Grossübungsplatz? Besonders im Kontext der modernen Kriegsführung.» Auch für Peter Meister ist klar: «Sowas ist unsinnig. In die richtige Ausrüstung und Luftabwehr – dort sollte das Geld des Militärs hinein fliessen.»

«Ein solcher Übungsplatz wäre schon seit Jahrzehnten notwendig.»

Trotzdem stehen einige in der Kommentarspalte hinter Bund und Armee. Christian Merck zeigt sich offen: «Prinzipiell finde ich es eine gute Sache. Das Militär sollte realistisch trainieren können, damit man im Ernstfall auch weiss, wie es geht.» Ralf Wichter ist der Ansicht: «Die Gewährleistung der Landsicherheit ist die grundlegendste und wichtigste Aufgabe des Schweizer Staates.» Eine geeignete Trainingsanlage sei dafür essenziell.

Sandra Galander ist begeistert: «Richtig so! Unsere Verteidigung muss gestärkt und ausgebaut werden!» Auch für Rolf Gurtner würde es sich um eine logische Investition handeln: «Macht Sinn. Warum sollten wir uns teuer im Ausland einkaufen und noch teurer immer alles von einem Ort zum andern karren?»

Dieter Schmid positioniert sich ebenso klar: «Ein solcher Gefechtsübungsplatz wäre schon seit Jahrzehnten notwendig.» Er befürchtet jedoch: «Das Vorhaben wird es mit all den Armeegegnern und Umweltschützern allerdings schwer haben.»

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