Darum gehts
- Jahreszahlen von Autoscout24 zeigen: Preise für Occasionen sinken fast durchs Band
- Durchschnittspreise für gebrauchte Elektroautos sanken um 8,3 Prozent auf 43’549 Franken
- Seit 2020 hat sich der Anteil gebrauchter E-Autos auf der Plattform verfünffacht
Der Schweizer Autohandel erlebte 2025 ein katastrophales Jahr. Die Verkäufe von Neuwagen erreichten einen historischen Tiefstand. Gleichzeitig herrscht ein harter Preiswettbewerb, weil billige Anbieter aus China auf den Markt drängen.
Doch wie haben sich die Preise 2025 entwickelt? Hier liefern die Jahresdaten der Onlineplattform Autoscout24 einen Überblick. Auf der Plattform werden Occasionen und Neuwagen angeboten, wobei Gebrauchtwagen den grösseren Anteil ausmachen.
Occasionspreise sinken
Zuerst die gute Nachricht für die Konsumenten: Bei den Occasionen gingen die Preise über nahezu alle Antriebsarten hinweg zurück. Die Durchschnittspreise für gebrauchte Stromer sanken um 8,3 Prozent auf 43’549 Franken.
Am günstigsten waren Dieselfahrzeuge, die sich im Durchschnitt um 6 Prozent auf 23’673 Franken verbilligten. Günstiger wurden auch Mild-Hybride (MHEV) um rund 5 Prozent auf 50’245 Franken und Voll-Hybride (HEV) um 1,2 Prozent auf 35’479 Franken. Eine Ausnahme bildeten gebrauchte Plug-in-Hybride (PHEV), deren Preise leicht um 1,25 Prozent auf 56’156 Franken anstiegen.
Benziner blieben praktisch gleich teuer. Ihr Preis lag 0,2 Prozent tiefer bei 37’571 Franken. Sie kosten damit im Schnitt noch etwa 6000 Franken weniger als gebrauchte Stromer.
Viel mehr gebrauchte E-Autos
Während das Angebot an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor rückläufig ist, nimmt die Zahl elektrifizierter Fahrzeuge deutlich zu. «Für viele Käuferinnen und Käufer erfolgt der Einstieg in die Elektromobilität über den Gebrauchtwagenmarkt», sagt Alberto Sanz de Lama, Managing Director von AutoScout24.
Der Anteil gebrauchter Elektrofahrzeuge auf AutoScout24 habe sich seit dem Jahr 2020 nahezu verfünffacht. Das Angebot an Hybriden mit und ohne Stecker wurde letztes Jahr ebenfalls grösser. Etwas seltener angeboten wurden hingegen gebrauchte Benziner und Dieselfahrzeuge.
Auch neue Stromer billiger
Auch bei den Neuwagen purzelten die Preise für Stromer. Neue E-Autos wurden auf der Plattform im Schnitt um 8,1 Prozent billiger. Interessantes Detail: Neue Stromer waren mit 56'229 Franken durchschnittlich günstiger als Benziner (61'096 Franken) und Dieselfahrzeuge (61'800 Franken).
Teurer wurden neue Mild-Hybride und Plug-in-Hybride und Dieselfahrzeuge. «Insgesamt unterliegen Elektro- und Hybridfahrzeuge stärkeren Preisbewegungen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sagt Sanz de Lama. «Gründe dafür sind ein wachsendes Angebot, eine zunehmende Modellvielfalt sowie regulatorische Rahmenbedingungen, die den Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben beeinflussen.»