Renaults neuer Mini-Stromer im ersten Test
Wird der Twingo auch als Elektro-Knirps Kult?

Mehr als vier Millionen Twingo hat Renault seit der Lancierung 1993 verkauft – über die Hälfte von der kultigen ersten Generation. Twingo Nummer vier geizt nicht mit Anleihen an das Original aus den 1990ern. Es gibt viele Gemeinsamkeiten – und einen grossen Unterschied.
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Die erste Twingo-Generation feierte auch dank knuffiger Optik riesige Erfolge. Jetzt bringt Renault den Kult-Knirps elektrisch zurück.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Renault präsentiert den neuen Twingo, ein elektrischer Kleinwagen ab 18'900 Franken
  • Verschiebbare Rückbank und 360-Liter-Kofferraum sorgen für viel Flexibilität
  • Reichweite bis 262 km, Aufladung zu 80 Prozent in unter 30 Minuten
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Ramon EggerFreier Mitarbeiter für Auto & Mobilität

Mit dem Twingo brachte Renault einst die Minivan-Optik mit flacher Windschutzscheibe und gerade abfallender Heckklappe ins Kleinstsegment. Das «Monospace»-Prinzip nimmt Renault bei der vierten Generation wieder auf. Auch die charakteristischen halbrunden Scheinwerfer sind wieder da, ebenso die markant hervorstehende Heckscheibe. Im Inneren findet sich eine weitere Reminiszenz: Teile der Türen bleiben unverkleidet, sodass die Lackierung sichtbar wird. Einst war das eine Sparmassnahme, heute ein bewusstes Stilelement.

Geblieben ist auch der Mut zur Farbe: Mango-Gelb gibt es serienmässig, Grün und Rot gegen Aufpreis. Wer die dezenten Töne Weiss, Grau und Schwarz wünscht, zahlt ebenfalls extra. Einzig Teile der Stossfänger sind unlackiert – um beim berüchtigten Parkieren auf Kontakt in der Pariser Innenstadt nicht zu verkratzen.

Die verschiebbare Rückbank

Foto: zVg

Eine der genialsten Ideen des ersten Twingo war seine verschiebbare Rückbank. Daran knüpft der Neue an. Die Rücksitze lassen sich um 17 Zentimeter verschieben und einzeln umklappen. Die Entscheidung dafür war aber nicht selbstverständlich. Man habe drei Monate lang darüber diskutiert, ob man den Radstand um fünf Zentimeter kürzen und dafür auf die verschiebbare Rückbank verzichten solle, erklärt Renault-CEO Fabrice Cambolive.

Ein sinnvoller Entscheid, denn so entsteht ein erstaunlich geräumiger Kofferraum mit bis zu 360 Litern Volumen. Und sogar einen zweiten Ladeboden gibts, dessen Abdeckung praktischerweise zweigeteilt ist. So kommt man auch mit Gepäck im Kofferraum noch an das darunter verstaute Ladekabel. Auf der Rückbank überrascht die Kniefreiheit positiv, nur bei der Kopffreiheit wird es für Erwachsene etwas knapp.

Der auffällige Warnblinker

Foto: zVg

Es waren die verspielten Details, die den Charme des Renault Twingo ausmachten. Eines davon war der leuchtend rote Knopf für den Warnblinker, der gut sichtbar oben auf dem Armaturenbrett sass. Beim neuen Modell ist der Knopf nicht minder auffällig, auch wenn er nicht mehr denselben Ehrenplatz bekommt.

Dort sitzt heute nämlich das 10,1-Zoll-Display des Infotainmentsystems. In der günstigeren Ausstattung «evolution» gibt es Radio sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay, in der teureren Variante «techno» ist zusätzlich auch noch ein Navi mit Google Maps mit an Bord.

Der attraktive Preis

Foto: Renault

13’600 Franken kostete der erste Renault Twingo im Jahr 1993, was heute rund 16’650 Franken entspricht. Davon ist der Twingo der vierten Generation nicht weit entfernt: Die Basisvariante «evolution» startet bei 18’900 Franken, für den besser ausgestatteten «techno» sinds 20’900 Franken. Die Aufpreisliste bleibt angenehm kurz und selbst mit voller Ausstattung und Alufelgen bleibt der Twingo unter 25’000 Franken. Damit gehört er zu den günstigsten Elektroautos auf dem Markt (hier gehts zur Übersicht) und schlägt selbst viele chinesische Anbieter. Bemerkenswert ist, dass sich der Twingo trotzdem keinesfalls nach Verzicht anfühlt, was in dieser Preisklasse selten ist.

Die Sicherheit

Foto: zVg

Beim ersten Twingo gehörte die Sicherheit zu den weniger ruhmreichen Kapiteln. Besonders die fehlenden Kopfstützen auf den Rücksitzen wurden bei Unfällen zum Problem. Von solchen Schwächen ist die Neuauflage weit entfernt – und trotzdem zeigt sich eine Parallele. In der Basisversion ist die Sicherheitsausstattung eher knapp gehalten. Wer Rückfahr-Notbremsassistent, Totwinkelwarner oder Querverkehrswarner will, muss zur teureren Version greifen und 900 Franken Aufpreis zahlen.

Der grosse Unterschied

Foto: Renault

Setzte der erste Twingo beim Antrieb auf einen 1,3-Liter-Benzinmotor, surrt die vierte Generation rein elektrisch. Die Energie aus der 27,5-kWh-Batterie soll für 262 Kilometer reichen. Nach der ersten Testfahrt scheint die Reichweite realistisch – allerdings fehlten energieraubende Autobahnpassagen. Dort dürfte die Reichweite rasch auf deutlich unter 200 Kilometer schrumpfen.

Damit ist klar, wofür der Twingo gedacht ist: für die Stadt, die Agglomeration und die Kurzstrecken des Alltags. Dort passt er mit einer Länge von 3,79 Metern perfekt hin. Mit 82 PS (60 kW) ist er auch nicht üppig motorisiert, doch weil die Batterie klein bleibt, wiegt der Twingo bloss 1,3 Tonnen und ist im Alltag flott unterwegs. Der Mini-Akku bringt noch einen weiteren Vorteil: Trotz nur 50 kW DC-Ladeleistung ist er in weniger als 30 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen.

So bringt Renault die Idee des sympathischen, erschwinglichen Kleinwagens in die Gegenwart – jetzt halt eben elektrisch.

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