TCS-Ratgeber zu Motorenöl
Darf ich verschiedene Ölmarken mischen?

Experte Erich Schwizer vom TCS, mit über 1,6 Millionen Mitgliedern der grösste Mobilitätsclub der Schweiz, ist Senior Experte Test & Technik.
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Manchmal kommt es vor, dass wir statt dem Garagisten Motorenöl nachfüllen müssen.
Foto: Timothy Pfannkuchen

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Motoröl muss gelegentlich nachgefüllt werden, besonders bei hohem Verbrauch
  • Marke des Öls ist unwichtig, die Spezifikationen sind entscheidend
  • Ein Verbrauch von über 1 Liter Öl auf 2000 Kilometer Fahrt deutet auf ein technisches Problem hin
Erich Schwizer

Der Bordcomputer im Auto zeigt an, dass ich Öl nachfüllen muss. Ich weiss aber nicht, welche Marke die Garage beim letzten Service aufgefüllt hat. Kann ich verschiedene Ölmarken mischen?
D. Stadler, Schlieren ZH

Manchmal kommt es vor, dass wir selbst Motorenöl nachfüllen müssen. Mit dem Treibstoff wird nämlich jeweils auch eine minimale Menge an Motorenöl mitverbrannt. Wie hoch diese Menge ist, ist je nach Motor sehr unterschiedlich. Ein Ölverbrauch von 0,5 bis 1,5 Liter auf 10'000 Kilometer ist in etwa normal, und auch zwei Liter sind noch kein Grund zur Sorge. Verbraucht der Motor jedoch mehr als 1 Liter auf 2000 Kilometer Fahrt, deutet dies auf einen technischen Defekt hin, der gelegentlich repariert werden sollte.

Der Fahrzeughersteller bestimmt die Ölqualität und die Wechselintervalle je nach Konstruktion und Material der verwendeten Bauteile im Motor und im Ölfilter-System. Am empfindlichsten sind Motoren mit Zahnriemen, die im Öl laufen, weil sich oft Partikel vom Riemen ablösen. Hier muss genauestens die Spezifikation des Autoherstellers beachtet werden. Im Zweifelsfall fragst du besser bei deinem Garagisten nach.

Viskosität und Qualitätsklasse wichtig

In allen anderen Fällen reicht es aus, die Viskositätsklasse und Ölspezifikation zu beachten, die man in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs findet. Die SAE-Viskositätsklassen (Society of Automotive Engineers) geben Auskunft über die Viskosität, ein Mass für die innere Reibung einer Flüssigkeit. Man muss also auf die Zahlen vor und nach dem «W» achten.

Die Qualität des Motorenöls wird durch einen Buchstaben «A», «B» oder «C» sowie einer Zahl definiert, die sogenannte ACEA-Spezifikation (Association des Constructeurs Européens d'Automobiles). Die Marke des Öls ist nicht wichtig. Wer die Ölsorte mit den richtigen Spezifikationen zu einem günstigen Preis im Baumarkt findet, kann zum Nachfüllen ohne weiteres diese verwenden.

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Dann richte diese an: Redaktion Blick, Stichwort Autoblick, Postfach, 8099 Zürich, oder auf www.tcs.ch/experte. Unsere Experten helfen dir gern.

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