TCS-Ratgeber
Hilfe, wie reagiere ich bei Aquaplaning?

Experte Adrian Suter vom TCS, mit 1,6 Millionen Mitglieder der grösste Mobilitätsclub der Schweiz, ist Leiter Bildung und Entwicklung bei TCS Training.
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Als Aquaplaning oder Wasserglätte bezeichnet man das Aufschwimmen des Reifens auf dem Wasser einer nassen Fahrbahn.
Foto: ISP Wolfgang Grube

Darum gehts

  • Aquaplaning entsteht durch Wassermassen zwischen Reifen und Strasse bei starkem Regen
  • Nur Gas reduzieren reicht nicht; beherzt bremsen und Lenkrad ruhig halten
  • Bei Starkregen maximal 80 km/h empfohlen, abgefahrene Reifen erhöhen Unfallrisiko
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Adrian Suter

Kürzlich wurde ich auf der Autobahn von Aquaplaning überrascht. Ich war so perplex, dass ich vom Gas ging. Zum Glück ist nichts passiert. Aber habe ich richtig reagiert?
E. Altorfer, per Mail 

Jein, nur vom Gas zu gehen ist meist zu wenig. Im Prinzip hilft nur ein beherzter Tritt aufs Bremspedal, um das Problem Aquaplaning zu lösen. Doch der Reihe nach: Aquaplaning oder Wasserglätte bezeichnet das Aufschwimmen des Reifens auf dem Wasser einer nassen Fahrbahn. Die Wassermassen schieben sich also zwischen den Strassenbelag und den Autoreifen. Die Rillen im Reifenprofil können die Wassermassen nicht mehr ableiten und der Reifen verliert den direkten Kontakt zur Strasse. So entsteht im Auto ein Gefühl von Schwimmen, die Lenkung wirkt sehr leicht.

Grundsätzlich kann Aquaplaning auf allen Strassen bei starkem Regen auftreten. Speziell dort, wo Regenwasser nicht richtig ablaufen kann – in Senken, Unterführungen, Spurrillen oder Kurven – muss man besonders aufpassen. Bei Spurrillen ist leicht versetztes Fahren sicherlich eine gute Lösung.

Beherzt auf die Bremse treten

Doch bei starkem Regen und widrigen Witterungsbedingungen empfiehlt es sich generell, das Tempo stark zu reduzieren und zum Beispiel auch auf der Autobahn nicht schneller als 80 km/h zu fahren. Dabei ist es unerheblich, welche Art von Auto oder Antrieb (Front, Heck oder 4x4) du fährst. Abgefahrene Pneus mit wenig Profiltiefe oder Reifen mit wenig Negativprofil (Semislicks) erhöhen zudem das Aquaplaning-Risiko.

Tritt Aquaplaning auf, hilft nicht – wie früher oft empfohlen – sanftes Bremsen, sondern, wie die Simulationen in unseren Kursen im Aquabecken zeigen, nur ein beherzter Tritt aufs Bremspedal. Dabei aber unbedingt das Lenkrad ruhig führen, hektische Bewegungen vermeiden und weit nach vorne schauen. Nach einer kurzen Verzögerung wird dann der Reifen mit der Fahrbahn wieder in Berührung kommen und die Bremswirkung einsetzen. Aber grundsätzlich gilt: In dieser Extremsituation ruhig bleiben und möglichst schnell langsamer werden.

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Dann richte diese an: Redaktion Blick, Stichwort Autoblick, Postfach, 8099 Zürich, oder auf www.tcs.ch/experte. Unsere Experten helfen dir gern.

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