Darum gehts
- Elektroautobatterien altern mit der Zeit, richtige Nutzung verlängert ihre Lebensdauer
- Ladestand zwischen 20 bis 80 Prozent halten und ständiges Schnellladen vermeiden
- Experten empfehlen 30 bis 70 Prozent Ladestand bei längeren Standzeiten
Die Batterie ist das Herzstück jedes Elektroautos – und gleichzeitig auch das teuerste Bauteil. Zwar sind moderne Akkus sehr robust und halten oft viele Jahre, doch ihre Kapazität nimmt mit der Zeit ab – die sogenannte Degeneration tritt ein. Wer seinen Stromer richtig lädt und nutzt, kann diesen Alterungsprozess jedoch deutlich verlangsamen und die Lebensdauer der Batterie verlängern.
Laden im Alltag
Moderne Lithium-Ionen-Batterien fühlen sich im mittleren Ladebereich am wohlsten. Wird der Akku regelmässig über 80 Prozent geladen oder weit unter 20 Prozent fast leer gefahren, beschleunigt das die Alterung. Für den Alltag empfiehlt es sich daher, den Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten.
Nur bei Bedarf vollladen
100 Prozent Ladestand sind vor allem dann sinnvoll, wenn man eine längere Reise bestreiten will. Ist das nicht der Fall und wird das Fahrzeug öfter als notwendig über längere Zeit vollständig aufgeladen, kann das die Zellchemie der Batterie stärker belasten. Ausserdem sollte ein vollgeladener Akku möglichst schnell genutzt werden.
Längere Standzeiten
Wenn ein Stromer mehrere Tage oder Wochen still steht, sollte der Akku weder ganz voll noch fast leer sein. Ist die Batterie zu 100 Prozent gefüllt, steht diese unter hoher Zellspannung und altert schneller. Ist der Ladestand zu niedrig, besteht das Risiko einer Tiefentladung und die Batterie trägt dauerhaft Schäden davon. Experten empfehlen einen Ladezustand von etwa 30 bis 70 Prozent, wenn das E-Auto längere Zeit nicht genutzt wird.
Ladegrenzen festlegen
Um die Batterie nicht mit Vollladungen zu überlasten, bieten viele Elektroautos die Möglichkeit, einen maximalen Ladestand festzulegen. Dieser beträgt in der Regel 80 Prozent. Diese Funktion hilft, den Akku im optimalen Bereich zu halten, und verhindert unnötige Vollladungen im Alltag.
Ständiges Schnellladen vermeiden
Schnellladen mit Gleichstrom ist praktisch auf weiten Reisen, um lange Wartezeiten zu vermindern – für den Alltag sollte es jedoch die Ausnahme bleiben. Hohe Ladeleistungen erzeugen mehr Wärme und können den Akku dadurch stärker beanspruchen. Schonender ist dagegen langsames Laden mit 11 oder 22 kW an der Wallbox oder öffentlichen AC-Ladestationen.
Keine extremen Temperaturen
Es ist bekannt, dass die Batterie von E-Autos besonders in Wintermonaten durch die tiefen Temperaturen an Reichweite einbüsst. Hohe Hitze wirkt sich aber ebenfalls negativ auf die Batterie aus. Wenn möglich, sollte das Elektroauto im Sommer im Schatten oder in einer Garage stehen. Auch im Winter hilft ein geschützter Stellplatz, um den Akku zu schonen.
Vorausschauend Fahren
Dass Stromer in der Regel aufgrund ihres hohen Drehmoments einen besseren Antritt als Verbrenner haben, ist bekannt. Doch ständiges Beschleunigen oder Fahren mit sehr hohen Geschwindigkeiten belastet die Batterie stärker. Wer moderat und vorausschauend fährt, gewinnt Energie zurück, reduziert den Verbrauch und schont damit nicht nur den Akku, sondern verlängert auch die Reichweite.
Akku vorkonditionieren
Moderne Elektroautos können den Akku vor einem Schnellladevorgang automatisch auf die optimale Temperatur bringen. Diese sogenannte Vorkonditionierung sorgt für effizienteres Laden und reduziert Stress für die Batteriezellen. In der Regel dauert dieser Vorgang 15 bis 30 Minuten – bei sehr kalten Temperaturen bis zu 60 Minuten. Die ideale Batterietemperatur fürs Schnellladen beträgt zwischen 30 und 40 Grad – je nach Hersteller.
Regelmässig Software-Updates durchführen
Hersteller verbessern über Updates regelmässig das Batteriemanagement und die Lade-Algorithmen. Diese können etwa die Temperaturregelung optimieren oder das Ladeverhalten anpassen. Wer Updates installiert, profitiert daher oft von effizienterem Laden und besserer Akkuschonung. Je nach Modell und Hersteller ist es wichtig zu checken, ob Updates bevorstehen oder noch offen sind.
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