Darum gehts
- Die neue Mercedes S-Klasse wurde gestern Abend im Mercedes-Museum in Stuttgart präsentiert
- Das Modell setzt erneut Massstäbe für Luxus und internationale Konkurrenz
- Auch Promis wie der ehemalige Tennisstar Roger Federer oder Sänger Sam Smith feierten mit
Es war gestern Abend fast wie in alten Zeiten, als die europäische und speziell deutsche Autoindustrie sich noch nicht über Trump-Zölle, das schwierige China-Geschäft oder die strengen Gängeleien der EU beschwerte.
Die feierliche Weltpremiere der neuen Mercedes S-Klasse (eigentlich ist es nach sechs Jahren eher eine späte Modellpflege) fand an einem Ort statt, der besser kaum hätte passen können. Das Mercedes-Museum in Stuttgart-Untertürkheim ist eines der meistbesuchten Museen Deutschlands und auch architektonisch beeindruckend – dennoch wirkt das Umfeld nicht derart abgehoben wie seinerzeit beim Einfliegen des ersten Maybach nach Manhattan oder bei der Giganto-Show auf dem Airbus-Gelände in Hamburg.
Ein exklusives Event also, passend zur Mercedes S-Klasse, die weltweit nach wie vor der Massstab für automobilen Luxus ist. Quasi eine rollende Legende, die, fürstlich ausstaffiert, seit Jahrzehnten Königshäusern und Stars eine mobile Unterkunft bietet, während internationale Politiker in einer stattlich gepanzerten Version durch die Welt chauffiert werden.
Selbstbewusst, aber nicht abgehoben
Natürlich ist die neueste und gestern gefeierte Generation ein gutes Stück besser geworden und setzt somit neue Massstäbe für die internationale Konkurrenz, die längst nicht nur aus München (BMW) oder Ingolstadt (Audi) zuschaut. Das Selbstbewusstsein, das Mercedes unter CEO Ola Källenius (56) – umrahmt von einigen Stars wie Roger Federer (44) oder Sänger Sam Smith (33) – in die Welt hinaustrug, war lange überfällig.
Etwas mehr Selbstbewusstsein tut gut. Und genau das war gestern Abend nach langer Pause wieder mal zu spüren. Nicht nur als Signal für Mercedes, Stuttgart oder Baden-Württemberg, sondern für die gesamte deutsche Autoindustrie, die gegen die internationale Konkurrenz nur bestehen kann, wenn genau solche Momente wiederkommen.
Und dafür steht die S-Klasse von Mercedes wie kaum ein anderes Auto. Und auch die Konkurrenz schaut seit gestern, trotz des einen oder anderen technischen Fragezeichens, wieder interessierter und ehrfürchtiger nach Stuttgart. Denn in den kommenden Jahren stehen 40 neue Mercedes-Modelle an. Da dürfte es also künftig noch die eine oder andere Party geben.