Ob das Enzo gefallen würde?
Ex-Apple-Designer entwirft umstrittenes E-Ferrari Cockpit

Am 25. Mai 2026 wird Ferrari in Rom den «Luce» vorstellen – den ersten Elektro-Supersportwagen der Marke. Designer Jony Ive bringt Apple-Ästhetik ins Cockpit, doch Fans reagieren skeptisch auf das futuristische Interieur.
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Ferrari enthüllt erstmals Bilder zum Interieur ihres Elektroboliden, der Luce heissen wird. Der Stromer soll am 25. Mai in Rom präsentiert werden.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Ferrari enthüllt im Mai den Elektro-Supersportwagen «Luce» mit futuristischem Cockpit
  • Apple-Star-Designer Jony Ive entwarf das umstrittene Innenraumdesign des Elektro-Ferrari
  • Neben dem «Luce» werden am 25. Mai 2026 vier weitere Modelle vorgestellt
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Grosse Neuigkeiten aus dem Hause Ferrari: Die Italiener veröffentlichen schrittweise immer mehr Informationen zu ihrem ersten Elektro-Supersportwagen. So steht nun auch der Name fest: «Luce» – italienisch für Licht – soll der Super-Stromer heissen, mit dem Ferrari in die Elektromobilität einsteigt. Nachdem zuletzt Details zur Batterie und zum Antrieb bekannt wurden, rückt nun das Cockpit in den Fokus. Doch statt Begeisterung löst das neue Interieur vor allem Kritik aus. Dabei richtet sich der Unmut weniger gegen die Antriebsart als vielmehr gegen das ungewöhnliche Design des Innenraums.

Apple-Star-Designer am Ruder

Verantwortlich für das kontrovers diskutierte Cockpit ist Jony Ive (58). Der ehemalige Chefdesigner von Apple gilt als einer der einflussreichsten Gestalter der Tech-Branche und prägte über Jahre hinweg das Design zahlreicher Kultprodukte wie iPhone, iPad oder MacBook. Diese Handschrift erkennen viele Fans auch im neuen Ferrari-Interieur. Trotz hochwertigster Materialien wirkt das Design auf manche Betrachter zu technisch und zu wenig emotional – ganz im Stil moderner Elektronikprodukte.

Der Fahrer blickt auf ein aussergewöhnlich dünnes Lenkrad mit haptischen Bedienelementen wie Schaltern und Knöpfen. Das Cockpit kombiniert OLED-Technologie mit klassischen Ferrari-Instrumenten. In der Mittelkonsole befindet sich ein per Kugelgelenk verstellbarer Infotainmentscreen, der alle relevanten Fahrzeugdaten anzeigt.

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Genau dieser futuristische Look sorgt bei vielen Tifosi für Unmut. In sozialen Netzwerken häufen sich Kommentare wie: «Ferrari hat vergessen, dass es ein Ferrari ist» oder «Sieht aus wie ein KI-Entwurf». Der Bildschirm in der Mittelkonsole ist nicht gern gesehen. Aber auch das Lenkrad steht in der Kritik: Vielen Fans ist der Kranz zu dünn oder erinnert zu stark an Gaming-Lenkräder, die man im Elektronikladen findet. Egal auf welchen Online-Plattformen man sich bewegt – die Meinungen scheinen eindeutig zu sein.

Keine Kaufpflicht für Sammler

Trotz der gemischten Reaktionen zeigt sich Ferrari überzeugt vom eingeschlagenen Kurs. Intern soll der Luce bereits viel positives Feedback erhalten haben. Gleichzeitig ist sich der Hersteller bewusst, dass ein elektrischer Ferrari nicht dieselbe Nachfrage wie Modelle mit Verbrennermotor erreichen wird. Aus diesem Grund haben die Italiener angekündigt, dass der Luce für Sammler keine Pflichtanschaffung darstellt, um an rare Sondermodelle zu gelangen – ein ungewöhnlicher Schritt für die traditionsreiche Marke.

Am 25. Mai 2026 soll der Luce erstmals der Öffentlichkeit in der italienischen Hauptstadt Rom präsentiert werden. Neben dem Elektro-Sportwagen plant Ferrari an diesem Tag die Vorstellung von vier weiteren Neuheiten. Ob darunter weitere Stromer sein werden, ist bislang offen. Fest steht jedoch: Das berühmte Ferrari-Pferd wird künftig nicht nur lautstark, sondern auch leise über die Strassen galoppieren.

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