Autoshow in Europas Hauptstadt
Brüssel ist das neue Genf

Die einst unwichtige Autoshow in Brüssel (9.–18. Januar) profitiert vom Aus des Genfer Autosalons und etabliert sich als europäischer Jahresauftakt für die Autobranche. Viele europäische, aber auch chinesische Marken sind vertreten und zeigen ihre Neuheiten.
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Seit 1902 gibts die Autoshow in Brüssel. Allerdings war sie bis anhin international unbedeutend.
Foto: ZVG.

Darum gehts

  • Die Autoshow in Brüssel boomt und profitiert vom Aus des Genfer Autosalons
  • Stellantis beeindruckt mit 5200 m² Fläche, 62 Fahrzeugen und 11 Marken
  • 64 Auto- und 28 Töffhersteller präsentieren zahlreiche Premieren und Studien
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Wolfgang GomollFreier Mitarbeiter Auto & Mobilität

Was sind die Gründe für das Aufblühen der seit 1902 existierenden, bislang international aber kaum bedeutenden Autoshow in Brüssel? Die Antwort lautet: Business. Im Gegensatz zur Reizüberflutung an der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas geht es in Belgien hauptsächlich um Zahlen. Viele Händler und Flottenkunden sind vertreten, stellen Weichen und tätigen Bestellungen. Brüssel zeigt, dass die Branche nach dem Wegbrechen der etablierten Messen in Detroit und Genf nach einem Jahresauftakt lechzt, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Insgesamt haben 64 Auto- und 28 Töffhersteller den Weg nach Brüssel gefunden. Darunter viele bekannte Marken aus Europa, aber auch den USA und Asien. Toyota (die Europazentrale ist in Brüssel) lässt sich beim «Heimspiel» nicht die Butter vom Brot nehmen und stellt den Pick-up Hilux inklusive vollelektrischer Version sowie als Mildhybrid auf den Messestand. Premiumtochter Lexus zeigt mit dem ES Electric sowie dem RZ 550e F-Sport zwei Europapremieren. Mazda kontert mit dem schmucken Elektro-SUV CX-6e. Einen grossen Auftritt zelebriert auch Kia: Neben dem Messe-Highlight, dem kleinen SUV EV2, der sich mit 400-Volt-Technik und rund 450 Kilometern Reichweite unterhalb des EV3 einsortiert, zeigen die Koreaner auch die sportlichen GT-Versionen des EV3, EV4 und EV5. Und Kia-Mutter Hyundai präsentiert mit dem Staria Elektro einen geräumigen und vollelektrischen Van.

Grossauftritt von Stellantis

Auch Stellantis tritt in Brüssel auf. Und wie! Der Multimarken-Konzern klotzt mit 5200 Quadratmetern Ausstellungsfläche, 62 Fahrzeugen und 11 Marken. Darunter finden wir zwei Weltpremieren: die Modellpflegen des Opel Astra und des Peugeot 408. Besonders interessant finden wir die 4,10 Meter kurze Studie Citroën Elo, die bis zu sechs Plätze bietet und auch als «Wohnraum» genutzt werden kann. Die China-Division Leapmotor präsentiert den elektrischen Crossover B03X (in China A10). Zudem enthüllt die bei uns durch Emil Frey importierte Marke Leapmotor den B05 und gewährt einen Blick in den Innenraum des Stromers. Fiat zeigt in Europa erstmals die Familien-Van-Studie Qubo (bis 7 Sitze), die sowohl mit Verbrenner (auch Diesel) als auch elektrifiziert kommen könnte.

Die Stellantis-Edelmarke DS setzt auf Sportlichkeit und verströmt mit der Designstudie Taylor Made N°4 Concept französischen Futurismus. Das Konzept ist eine Mischung aus Motorsport, Video-Rennspiel und Pariser Materialkunde: Es verfügt über vier Titan-Anmutungen, Akzente in Light Gold sowie lila Details und die Startnummer 77 – als Gruss an Formel-E-Pilot Taylor Barnard, dessen Rennbolide DS E-Tense FE25 übrigens passend gleich danebensteht. Und Jeep spielt mit der Avenger-Black-Edition die rustikale Offroad-Karte.

Chinesen (noch) bescheiden

Ausser Leapmotor zeigen die anderen in Brüssel vertretenen chinesischen Marken nicht viel Neues. Nur Xpeng trumpft gross auf und zeigt als Europapremiere den schnittigen P7+ – das erste KI-definierte Auto der Welt! Während BYD auch in Brüssel lediglich die Fülle seiner Produktpalette und sich selbst zelebriert, hat Nio immerhin eine aufgewertete Version des kompakten Fireflys dabei. Doch die diesjährige und noch bis Sonntagabend geöffnete Messe in der belgischen Hauptstadt zeigt, dass sie punkto Relevanz deutlich zugelegt hat. Und so werden vielleicht im nächsten Jahr dann auch die chinesischen Marken mit mehr Weltpremieren aufwarten.

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