Nach schwachen Verkaufszahlen
Audi senkt Preis für China-Stromer drastisch

Mit dem «Audi ohne Ringe» wollten die Deutschen in China angreifen. Doch das in China für China gebaute Elektroauto E5 Sportback verkauft sich schlechter als erwartet. Nun gibt es einen Rabatt von umgerechnet über 3000 Franken.
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Mit dem China-exklusiven E5 Sportback wollte Audi im Reich der Mitte angreifen.
Foto: Audi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Audi senkt Preis des E5 Sportback in China um 3400 Franken
  • E5 Sportback in China jetzt ab 23'000 Franken
  • Im Januar 2026 wurden nur 420 Fahrzeuge verkauft
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Gabriel KnupferRedaktor News

China bleibt für deutsche Autohersteller ein hartes Pflaster. Das muss Audi aktuell mit dem E5 Sportback erfahren. Der «Audi ohne Ringe», der im Reich der Mitte die Wende hätte bringen sollen, verkauft sich weit schlechter als erwartet. Audi senkt deshalb den Startpreis bis Ende März um 30'000 Yuan (rund 3400 Franken), wie das Fachportal Carnews China berichtet.

Damit kostet der gemeinsam mit dem chinesischen Autoriesen SAIC entwickelte und produzierte E5 Sportback in der billigsten Ausführung umgerechnet nur noch gut 23'000 Franken. Er liegt damit im Preisbereich des Zeekr 007 GT und des Xiaomi SU7. So billig dürfte noch nie ein Neuwagen des deutschen Premiumherstellers gewesen sein.

«Auto des Jahres» in China

Eigentlich wollte Audi mit der Lancierung der China-exklusiven Schwestermarke AUDI (in Grossbuchstaben) alte Zöpfe abschneiden. Endlich sollten die Deutschen auch in China als moderner E-Autohersteller wahrgenommen werden. Dafür kombinierte man deutsches Ingenieurs-Know-how mit chinesischen Technologie-Features. So verfügt der E5 Sportback über eine Smart-Driving-Lösung eines chinesischen Start-ups und über einen KI-Assistenten.

Anfang 2026 wurde der E5 Sportback in China von einer Fachjury zum «Auto des Jahres» gewählt. «Der E5 verkörpert das Beste aus beiden Welten», sagte damals Fermín Soneira, der das Gemeinschaftsunternehmen mit SAIC leitet. «Die Marke AUDI wurde aus einem tiefen Verständnis des chinesischen Marktes heraus konzipiert.»

Doch die Verkaufszahlen zeigen ein anderes Bild. Dabei hatte Audi nach der Lancierung im August noch gejubelt. 10'000 Bestellungen in den ersten 30 Minuten habe man erhalten, teilte die VW-Tochter damals mit. Tatsächlich verkauft wurden laut Carnews China aber bis Ende Januar nur 7070 Fahrzeuge. Im Januar gab es demnach mickrige 420 Verkäufe.

Ruinöser Preiskampf

Ob die Verkäufe mit der Preissenkung jetzt anziehen? Klar ist: Nicht nur für Audi ist der aktuelle Preiskampf zwischen den Autoherstellern in China ein Problem. Im grössten Automarkt der Welt kämpfen über 150 einheimische Marken ums Überleben.

Viele chinesische Hersteller setzen deshalb auf den Export nach Europa, wo sie mindestens doppelt so hohe Preise wie im Heimatmarkt verlangen können. Für Audi und die anderen deutschen Hersteller stellt sich in China die Frage, wie weit sie die Preise noch reduzieren können, ohne den Markenwert zu beschädigen. Dafür ist die China-Marke AUDI das ideale Testobjekt.

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